Kurzbeschreibung
Beim ersten Durchhören von Hello Stranger könnte man mutmaßen, Kaos sei eine neue Band. Denn alle Ingredienzen, die den Sound einer Band ausmachen, sind auf Hello Stranger vorhanden: Ein Live-Schlagzeug, ein E-Bass, Gitarren, Live-Percussion und Keyboards. Und die Stimmen leibhaftiger Sänger. Doch man muss vor den Namen Kaos nur das Präfix DJ setzen, und man weiß sofort, womit man es hier eigentlich zu tun hat: Nämlich mit dem neuen Album des Berliner DJs Kaos. Legendärer Plattenaufleger, Ex-Mitglied bei Terranova, der zwischenzeitig das Projekt Ghost Cauldron initiierte und nun ganz einfach als Kaos mit Hello Stranger sein musikalisch ausgereiftestes Solo-Werk vorlegt. Als ein DJ-Album im üblichen Sinne kann man Hello Stranger nicht bezeichnen. Dafür engagierte Kaos diverse befreundete Musiker und Sänger. Namen wie Erlend Øye, Daniel Wang, Khan und Snax von Captain Comatose, Matt B. Safer von The Rapture, den Performance-Künstler Namosh, Nicole von Electrocute, Boy from Brazil, Eddy Cooper oder Jason Friedman von der New Yorker Punk-Band The Boggs. Musikalisch ist auf Hello Stranger ein sehr vielseitiger Sound zwischen Disco, New Yorker White-Funk, Italo-Sound und Rock zu hören. Und so stellt das Album eine sehr zeitgemässe Illustration der aktuellen musikalischen Entwicklungen in der derzeit zweifelsfrei aufregendsten Musik-Stadt der Welt dar
Berlin. Es ist DJ Kaos´Back To The Roots-Album, das back to music propagiert, das losgelöst ist von Klischees und Trends, und wo schlicht die gute Musik zählt. Der Titel des Albums basiert übrigens auf einem Stück von Marianne Faithfull, das sie von dem legendären New Orleans-Musiker Dr. John übernahm. Bei Marianne Faithfull ging es bei ihren damaligen Aufnahmen auch Back To The Roots schön, dass es Kaos gelungen ist, dieses Prinzip auch auf seinem neuen Album zu kultivieren.