Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Musik des Nordens, 28. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Das deutsch-norwegische Quintett Midnattsol legt mit „Where Twilight Dwells" sein Debutalbum vor. Die Zeit der Mitternachtssonne ist jene Zeit, in der in Skandinavien die meisten Geschichten erzählt werden und die am geheimnisvollsten erscheint. Von diesen alten Legenden berichtet die junge Band in eindrucksvollen Liedern, verzaubernd gesungen von Carmen Elise Espenæs (der Schwester von Liv Kristine). Zwischen sanften Balladen und schnell dahinfliessenden Stücken wird die Mythologie des Nordens wieder belebt, man wird in die dunklen Wälder und an die klaren, kalten Seen entführt und von den Melodien weiter getragen, während man einer sanften und nie zu aufdringlichen Stimme lauscht. Schon die erste Nummer, „Another Return", macht diese Wechsel deutlich. Der Gesang schwebt dahin, anfangs temperamentvoll und eindringlich, dann wieder melancholisch, und man muss die Worte nicht verstehen, um die Gefühle zu begreifen, die zum Ausdruck gebracht werden sollen. Schnellere Parts erinnern an den Tanz der Trolle, wie z.B. in „Lament", wo zwischen dem Gesang und den Gitarren plötzlich ein Stück Humppa auftaucht, das beinahe an Finntroll erinnert, das von Feenstimmen abgelöst wird und einen angenehmen Schleier über die Realität legt. Auf dieses Stück folgt die sanfte Ballade „Unpayable Silence", anfänglich von einer Akustikgitarre begleitet, dann durch die E-Gitarre ersetzt, was das Stück noch eingängiger macht. Weder Langeweile noch Traurigkeit kommen auf, denn mit „Haunted" folgt eine schnellere Nummer, durch die sich fast durchgängig die Double Bass zieht und zum Bangen einlädt. Entspannung gibt's mit „Desolation", das mit klarem Gesang und einem leisen Keyboardteppich beginnt, später mit Schlagzeug und E-Gitarren verstärkt. Abwechslung und einfallsreiche Kompositionen dominieren auf diesem Album. Ein weiterer Höhepunkt ist „Tarefall", das mit mehrstimmigem Gesang, Akustikgitarre und Maultrommel begeistert. Für mich eine der schönsten Melodien von „Where Twilight Dwells", besonders der Refrain drückt deutlich spürbaren Schmerz aus, schwebt zwischen leiser Wut und Sanftmut, wie ein herannahendes Gewitter, das nicht zum Ausbruch kommt. Was folgt, ist mit „Infinite Fairytale" ein gitarrenlastiges Stück, bei dem sich Carmens Stimme durch die komplizierte Melodie zu einer Art Prophezeiung steigert, die Gänsehaut verursacht. „Pa Leting" ist ein schnelles Stück zur Freude der Nackenmuskeln mit norwegischem Text. Auch bei „Dancing with the Midnattsol" kommt die Double Bass zum Einsatz, und hier fesselt besonders der norwegische Sprechgesang im letzten Drittel des Songs. Wer also das nordische Volksgut zu schätzen weiß, wird an diesem Werk seine reinste Freude haben, findet man als Abschluss sogar eine der schönsten Kompositionen von Edvard Grieg zum Bühnenstück von Henrik Ibsens „Peer Gynt" wieder, nämlich „Solveigs Sang", hineingewebt in das Lied „Tapt Av Håp". Ein Album wie aus einer anderen Welt, wirklich empfehlenswert.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Empfehlenswert!, 7. Januar 2006
Von Ein Kunde
Die Scheibe hebt sich mal deutlich vom sonstigen Sammelsurium der vielen Gothic- und Metalscheiben heraus. Kompromisslos, guter Gesang und auch die etwas sanfteren Titel überzeugen mich.An den Herren, der hier Midnattsol mit der rechten Szene in Verbindung zu bringen versucht: du hast dir die Scheibe wirklich angehoert und die Texte verstanden?? Hvis det skulle være tilfelle, så forstår du enten slett ikke norsk or you should refresh your bad english! Nicht verunsichern lassen, kaufen, die Scheibe ist echt gut!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mystisch, melodiös, metallisch !, 20. Februar 2005
Meinem Vorredner gibt es in Sachen ausführliche Beschreibung nicht viel hinzuzufügen.Fest steht, obwohl der Markt für mystisch-hymnischen Metal immer weiter überschwemmt wird, schaffen es Midnattsol sich deutlich aus der Maße herauszuheben. - Möglich machen das die fantastische Stimme von Carmen Elise Espenaes (der Schwester von Atrocity bzw. Leaves Eyes Sängerin Liv Kristine), welche zwar nicht ganz an Tarja Turunen herankommt, aber auf erinem guten Weg dahin ist, sowie die in nordische Mythen und Sagen eingewobenen metallisch-melodiösen Klänge der Herren Fischer (Keys), Merzinsky (Drums), Hector (Gitarren)und Droste (Gitarren) mit freundlicher Unterstützung von Birgit Öllbrunner am Bass. Insgesamt eine perfekte Mischung aus verträumten Balladen, feinen Melodic-Metall Kompositionen und mysteriös-düsteren Klängen. Auch Fans der norwegischen Sprache kommen nicht zu kurz, somit sollte eigentlich für jeden, der dieser Richtung als solcher irgendetwas abgewinnen kann, etwas dabei sein. Das Abschlusshighlight "Tapt Av Hap" ist in seiner Art und Machweise meines Erachtens absolut genial und einzigartig, da hat sich das Quintett nochmal richtig etwas einfallen lassen, um notfalls auch Lyriker oder Fans der Klassik für sich einzunehmen. Als Anspieltipp empfehle ich "Another Return" und "Unpayable Silence". Abschließend bleibt also festzuhalten, dass jeder, der Nightwish und ähnliche Bands liebt, auch hier restlos begeistert sein und auf seine Kosten kommen wird. Seit langem der erste ernstzunehmende Angriff auf Nightwish, wie ich finde. Fazit: Kaufen, hören, glücklich sein!
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