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Klavierkonzerte 1,2,3
 
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Klavierkonzerte 1,2,3

von H. Grimaud (Künstler), K. Zimerman (Künstler), l.O. Andsnes (Künstler), P Boulez (Künstler), Bp (Künstler), et al.
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Bela Bartok
  • Audio CD (14. Februar 2005)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche G (Universal)
  • Spieldauer: 76 Minuten
  • ASIN: B0006OS5YS
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 16.313 in Musik (Die Bestseller Musik)

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Hörproben
TitelInterpret Länge Preis
Anhören  1. Piano Concerto No.1, BB 91, Sz. 83 - 1. Allegro moderato - AllegroKrystian Zimerman 8:45Nur Album
Anhören  2. Piano Concerto No.1, BB 91, Sz. 83 - 2. AndanteKrystian Zimerman 7:52Nur Album
Anhören  3. Piano Concerto No.1, BB 91, Sz. 83 - Allegro - 3. Allegro moltoKrystian Zimerman 6:37EUR 0,97
Anhören  4. Piano Concerto No.2, BB 101, Sz. 95 - 1. AllegroLeif Ove Andsnes 9:25Nur Album
Anhören  5. Piano Concerto No.2, BB 101, Sz. 95 - 2. Adagio - Più adagio - PrestoLeif Ove Andsnes11:26Nur Album
Anhören  6. Piano Concerto No.2, BB 101, Sz. 95 - 3. Allegro moltoLeif Ove Andsnes 6:13EUR 0,97
Anhören  7. Piano Concerto No.3, BB 127, Sz. 119 - 1. AllegrettoHélène Grimaud 7:33Nur Album
Anhören  8. Piano Concerto No.3, BB 127, Sz. 119 - 2. Adagio religiosoHélène Grimaud11:12Nur Album
Anhören  9. Piano Concerto No.3, BB 127, Sz. 119 - 3. Allegro vivaceHélène Grimaud 7:02Nur Album


Auf dieser CD:
  1. Concerto For Piano No. 1
    Komponiert von Bela Bartok, Béla Bartók
    mit Krystian Zimerman , Pierre Boulez , Chicago Symphony Orchestra

  2. 1. Allegro Moderato - Allegro
    Komponiert von Bela Bartok

  3. 2. Andante - Allegro
    Komponiert von Bela Bartok

  4. 3. Allegro Molto
    Komponiert von Bela Bartok

  5. Concerto For Piano No. 2
    Komponiert von Bela Bartok, Béla Bartók
    mit Leif Ove Andsnes, Hélfne Grimaud , Pierre Boulez , Berliner Philharmoniker , London Symphony Orchestra

  6. 1. Allegro
    Komponiert von Bela Bartok
    mit Leif Ove Andsnes, Pierre Boulez , Berliner Philharmoniker

  7. 2. Adagio - Presto - Adagio
    Komponiert von Bela Bartok
    mit Leif Ove Andsnes, Pierre Boulez , Berliner Philharmoniker

  8. 3. Allegro Molto
    Komponiert von Bela Bartok
    mit Leif Ove Andsnes, Pierre Boulez , Berliner Philharmoniker

  9. 1. Allegro
    Komponiert von Bela Bartok
    mit Hélfne Grimaud , Pierre Boulez , London Symphony Orchestra

  10. 2. Adagio - Presto - Adagio
    Komponiert von Bela Bartok
    mit Hélfne Grimaud , Pierre Boulez , London Symphony Orchestra

  11. 3. Allegro Molto
    Komponiert von Bela Bartok
    mit Hélfne Grimaud , Pierre Boulez , London Symphony Orchestra


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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zwischen Perkussivität und Expressivität, 27. Februar 2005
Von Marcel Bartnik (Luxemburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Es mag zunächst überraschend erscheinen, auf einer CD mit Klavierkonzerten lediglich das Gesicht des Dirigenten auf dem Cover zu entdecken. Wenn man allerdings weiß, daß die vorliegende Aufnahme eine von mehreren ist, mit denen die Deutsche Grammophon den 80. Geburtstag von Pierre Boulez zelebriert und dieser bei drei verschiedenen Orchestern und Solisten die einzige Konstante darstellt, macht dies schon mehr Sinn. Ursprünglich war geplant, alle drei Klavierkonzerte von Bartok mit Krystian Zimerman aufzunehmen; dieser machte dann jedoch einen Rückzieher, so daß lediglich das erste Konzert (im Jahre 2001) mit ihm aufgezeichnet wurde und die restlichen zwei Leif Ove Andsnes sowie Hélène Grimaud anvertraut wurden. Neben drei derart hochkarätigen Solisten wurde auch an den Orchestern nicht gegeizt: Im ersten Konzert wird Zimerman vom Chicago Symphony Orchestra begleitet (welches bereits die ersten zwei Konzerte unter Abbado mit Pollini sowie alle drei mit Ashkenazy eingespielt hat), Andsnes durch die Berliner Philharmoniker und Grimaud durch das London Symphony Orchestra.

Insbesondere im ersten Konzert ist der Orchesterpart extrem komplex und verlangt nach einem Klangkörper der Spitzenklasse. Die Musiker aus Chicago werden diesen hohen Anforderungen gerecht und sorgen unter der Leitung von Boulez für eine fantastische Durchsichtigkeit und Präzision. Zimerman brilliert mit schnellen Tempi in den Ecksätzen und findet eine nahezu ideale Balance zwischen - von Bartok explizit geforderter - Perkussivität und Expressivität. Auch der zweite Satz mit seinem langsamen Wechselspiel zwischen Klavier und Schlaginstrumenten ist hervorragend gelungen. Verglichen mit Zimerman wirkt Pollini (DG) etwas trockener, Kocsis (Philips) perkussiver, während Anda (DG) langsamere Tempi wählt und die klassische Struktur des Konzertes betont.

Die Komplexität des ersten Konzertes hatte zur Folge, daß nur wenige Orchester in der Lage waren, es aufzuführen; Bartok gestaltete daher den Orchestersatz im zweiten Konzert einfacher. In der Anlage nicht so hektisch und zerrissen wie sein Vorgänger, wirkt es freundlicher und ist dem Hörer leichter zugänglich. Dennoch setzt Bartok auch hier auf eine Vielzahl motorisch-perkussiver Elemente, die sich auch in Form wilder Repetitionen des Klaviers im Mittelsatz finden. Was die Qualität des Orchesters anbelangt, ist dieses Konzert eindeutig der Höhepunkt dieser CD - die Berliner Philharmoniker beweisen mit einer fantastischen Präzision, Reaktionsschnelligkeit und einer exzellenten Balance mit dem Solisten, warum sie als das womöglich weltbeste Orchester gelten. Der eigentlich bei EMI unter Vertrag stehende norwegische Pianist Leif Ove Andsnes begegnet den horrenden spieltechnischen Anforderungen mit beeindruckender Souveränität - besonders im mitreißend gespielten dritten Satz. Mit herausragender dynamischer Kontrolle (vor allem im Adagio des zweiten Satzes) und, wenn gefordert, kraftvoller Perkussivität muß sich diese Einspielung hinter den Referenzaufnahmen von Kocsis und Pollini keineswegs verstecken.

Hélène Grimaud mit ihrer Vorliebe für das expressive Ausloten des klassisch-romantischen Repertoirs mag man auf den ersten Blick nicht für eine ideale Bartok-Interpretin halten. Jedoch kommt das dritte Konzert ihrem Naturell entgegen, ist es doch das mildeste und am wenigsten von rhythmischen Elementen geprägte. Es strahlt eine gelassene Ruhe aus, die im zentralen "Adagio religioso" seinen musikalischen Höhepunkt findet. Im Vergleich mit Kocsis oder auch Kovacevich (Philips) wirkt Grimauds Spiel zweifellos romantisiert; manchen mag ihr Ansatz zu sentimental erscheinen, insbesondere im Mittelsatz. Dabei muß jedoch berücksichtigt werden, daß die Klangwelt des dritten Konzertes eine ganz andere ist als die der Vorgänger, und Grimaud geht ihren Weg konsequent und für meine Ohren auch überzeugend zu Ende. Das London Symphony Orchestra fällt zwar qualitativ gegenüber den beiden anderen Klangkörpern etwas ab, was sich wegen des ausdrucksstarken Spiels der Solistin jedoch kaum negativ auffällt.

Insgesamt hat es die zunächst disparat erscheinende Aufnahme aufgrund der hervorragenden Orchester und exemplarischen Leitung durch Boulez, der erstklassigen Klangqualität und des beeindruckenden Spiels der drei Pianisten verdient, neben den etablierten Referenzaufnahmen von Anda/Fricsay (DG), Pollini/Abbado (DG, nur Konzert 1 und 2), Kocsis/Fischer (Philips) und Kovacevich/Davis (Philips) genannt zu werden.

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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Triptychon, 19. Oktober 2007
Boulez macht aus der Not eine Tugend. Da es ihm nicht mehr möglich war, alle drei Konzerte mit demselben Solisten (Zimerman) einzuspielen, präsentiert er nun ein Spektrum mit drei verschiedenen Pianisten und Spitzenorchestern. Das sperrig-kantige und immer noch etwas rätselhafte Konzert Nr.1 ist bei Krystian Zimerman und dem Chicago Symphony Orchestra bestens aufgehoben. Zimerman hat ein feines Gespür für Temporelationen, geht die attaca Passagen mit vitaler Perkussivität an, vermag aber auch den langsamen Satz mit einfühlsamen rubati richtig spannend zu gestalten, so dass sich die vorab befürchtete Monotonie beim Hören gar nicht erst einstellt. Die beträchtlichen Schwierigkeiten des Orchesterparts werden vom Chicago SO brillant gemeistert, die Abstimmung mit dem Solisten ist vorzüglich. Dass im zweiten Satz etwa bei 6:33 die Oboe falsch einsetzt, wirkt inmitten des professionellen Orchesterspiels fast schon sympathisch.
Noch eine Stufe höher, völlig fehlerlos und zugleich überbordend lebendig, spielen die Berliner Philharmoniker im zweiten Konzert. Sie sind die eigentlichen Stars dieser Einspielung, auch wenn sich der Solist Leif Ove Andsnes mit sehr natürlichem Spiel gut dagegen behauptet. Die Wärme des Streicherklangs etwa bei den misterioso Passagen in zweiten Satz ist kaum zu übertreffen und wenn nach dem spukhaften presto Zwischenspiel der Triller des Klaviers sich mit dem hohen Flageolett der zurückkehrenden Streicher mischt - eine der beglückendsten Stellen Neuer Musik - überläuft den Hörer eine wahre Gänsehaut. Auch die Klangtechnik der Aufnahme ist diesem Werk, das zu den Gipfelwerken seiner Gattung gehört, hervorragend angepasst, da es den Intentionen Bartoks entsprechend den Solisten vollkommen in das orchestrale Geschehen einbettet.
Das dritte Klavierkonzert führt einen in eine andere, eher etwas konventionelle, Klangwelt, mit der üblichen Anordnung: Solist vorne an der Rampe, Orchester im Hintergrund, und dem klassischen Wechselspiel beider. Das London Symphony Orchestra kann unter diesen Umständen seine Klasse nicht so ganz ausspielen. Das eigentlich Spannende an dieser Aufnahme aber ist die radikale Deutung des Mittelsatzes durch Helene Grimaud. Erst nach mehrmaligem Anhören wird klar, dass es ihr nicht um ein pedantisches Buchstabieren des Notentextes geht - bei extrem langsamem Grundtempo - sondern um den aufrichtigen Mitvollzug eines innigen Gebetes, mit all der Hingabe, aber auch dem Zögern, Stocken, der düster zweifelnden Trauer. Wahrhaft ein Adagio religioso. Boulez, ganz Kavalier, verzichtet hier ausnahmsweise auf die zügigen Tempi, die ansonsten seinen Altersstil kennzeichnen, und passt sich seiner Solistin an.
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14 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Bartók auf Romantisch, 10. März 2005
Die Umstände um die Fertigstellung dieser CD legen das offensichtliche Dilemma der Pianisten unserer Zeit offen: es gibt scheinbar momentan keinen Klaviervirtuosen von Rang, der in der Lage wäre, alle drei Konzerte komplett anzubieten! Schauen wir zurück: Géza Anda, Maurizio Pollini, Vladimir Ashkenazy, Pascal Rogé, András Schiff, Gyorgy Sándor oder Yefim Bronfman - um nur einige zu nennen - alle haben den vollständigen Zyklus auf einer Schallplatte vorgelegt, heutzutage ist das offenbar nicht mehr möglich.

Die Auswahl der drei Pianisten scheint mir auch nicht gerade den Wunschvorstellungen des Geburtstagskindes Boulez zu entsprechen: während der Dirigent seine Orchesterführung durchweg markant, scharf und immer noch agressiv gestaltet - was der Textur selbstredend vollkommen angemessen ist - kommt hingegen Zimerman auffällig zurückhaltend, oft piano wie bei einer Mozartpartie daher, während auch Adnsnes als Diskrepanz zur Moderne Boulez' seinerseits den romantischen Gestaltungsweg einschlägt, so etwa, als ob Rachmaninov einmal Bartók spielen würde. Diese, von Bartók nicht beabsichtigte verklärende Tendenz erhebt Grimaud in ihrer Version des dritten Konzertes zum Prinzip und entfernt sich dabei zusehends von der perkussiven Idealinterpretation dieses Werks, welche Martha Argerich im Jahre 1997 vorgelegt hat.
Den "Modus Barbaro", welchen Bartók als seinen persönlichen radikalen Kontrast zur Spätromantik der Jahrhundertwende entwickelte, wird man in diesen Interpretationen vergeblich suchen. Als jüngsten, modernsten Interpreten der vier Protagonisten dieser Aufnahme stellt sich das achtzigjährige Geburtstagskind dar, Boulez ist ständig präsent, wach, treibt die musikalische Handlung voran, fordert alle Kraft von seinen Solisten.
Wie wäre wohl die Aufnahme der Klavierkonzerte Bartóks mit einem Pianisten wie Olli Mustonen ausgefallen? Es steht zu vermuten, man wäre mit Mustonens Anschlagskultur den Vorstellungen Boulez' sehr viel näher gekommen, auch hätte es sich Mustonen nicht nehmen lassen, den Zyklus der drei Klavierkonzerte Bartóks als Ganzes aufzunehmen.

Diese neue Bartók-CD ist im Grunde überflüssig, da sie drei divergierende Auffassungen von "Nicht-Bartók-Pianisten" zusammenfasst, sie ist kein Gewinn für den Bartók-Kenner. Wer das Hörerlebnis Bartók-pur sucht, wird in der Präferenzaufnahme aller drei Konzerte mit dem Pianisten Vladimir Ashkenazy und dem Bartókschüler Georg Solti als Dirigenten des London Philharmonic Orchestra fündig.
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5.0 von 5 Sternen Ambitioniertes Projekt - vollauf geglückt!
Die Klavierkonzerte von Bartok gehören nicht gerade zu der leichteren Kost, die diese Gattung zu bieten hat. Lesen Sie weiter...
Am 26. Februar 2005 veröffentlicht

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