Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Fast ein Traum!, 20. Februar 2005
Angela Gheorghiu zählt zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten der Welt. Sie hat eine traumhafte Stimme mit wunderbar zartem und süßlichem Klang und das alles ist gepaart mit einer grandiosen darstellerischen Leistung. Sie hat sicher schon viele Einspielungen gemacht, wo ebenfalls hauptsächlich Puccini im Vordergrung gestanden hat. Diese Cd ist allerdings wirklich mit das Beste, was es von dieser traumhaften Stimme zu hören gibt.Gheorghiu hat einige dieser Arien bereits zuvor eingespielt. Dennoch werden sie nicht langweilig, denn diese innere Wärme und diese großen Gefühle und Emotionen, welche sie durch ihren Gesang zu Tage bringt, scheinen zuvor bei ihren Platten noch nicht da gewesen zu sein. Wunderbar melancholisch und tief traurig ist ihre Butterfly. Herzergreifend und erschütternd ist ihre Liu. Rachsüchtig und Böse ihre Turandot. Wunderbar sanft und zart ist ihre Rondine, aufrührend und atemraubend ist ihre Manon Lescaut. Sehnsuchtsvoll und schwebend ist die wundervolle Suor Angelica. Alle Arienportraits sind vortrefflich gelungen. Es ist wunderbar, dass sie dieses Recital eingespielt hat. Der Hörer bekommt eine göttliche Stimme, unbändige Dramatik und ein Wechselbad der Gefühle geboten. Sängerisch ist alles hervorragend. Perfekte Spitzentöne und eine kräftige Mittellage bieten gute Vorraussetzung für die großen Arien von Puccini. Das einzige, was nicht ganz zufriedenstellend ist, sind die oftmals sehr schleppenden Tempi von Herrn Coppola. Dennoch eine traumhafte Einspielung. Die Aufmachung dieses Recitals ist ebenfalls makellos. Jede Menge schöne Bilder und wichtige Informationen finden sich in dem 60 seitigen Booklet. Wirklich eine schöne Idee. Hier bekommt man für sein Geld noch was geboten! Eine Besondere Freundlichkeit ist eine weitere Cd, mit der Arie "Vissi d'Arte" aus der bei EMI erschienenen Gesamtaufnahme der Tosca. Zugreifen!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ergreifend und maßstabsetzend, 11. Juni 2007
Mit diesen Recitals beweist die Sängerin die große Bandbreite ihres Repertoires und Könnens und damit auch die Tatsache, dass sie in der heutigen Zeit zu den besten Vertreterinnen ihres Stimmfaches gehört. Auch in der Reihe der ewig Besten hat sie ihren Platz ganz weit vorn. Die hohe Musikalität und große Ausstrahlung der Sängerin als Künstlerin und Mensch tragen zu einer Faszination bei, die sie im besten Sinne des Wortes zum großen Opernstar macht. Mit ihrer wunderbaren Stimme bewältigt sie scheinbar mühelos alle Hürden, mag es sich um schöne lyrische oder um packende dramatische Partien handeln.
Lediglich bei dramatischen Partien geht sie an ihre persönlichen Grenzen, soweit sich dabei Gefühlsausbrüche in ausgeprägten Emissionen äußern müssen. So erfordert die Partie der Turandot ein Dauerforte des Singens in Spitzenlagen und das Verströmen von Eiseskälte, wo Inge Borkh unerreichte Maßstäbe setzte, es aber insoweit quasi nur bei Ausflügen bewenden ließ, um die Stimme nicht unnötig zu strapazieren. Die Stimme von Inge Borkh war in der Mittellage eher dünn, konnte sich aber dafür in den Spitzenlagen zu einer überwältigenden Pracht entfalten.
Worauf es bei einer Sängerin oder einem Sänger ankommt, ist höchst unterschiedlich und nicht auf bestimmte dramatische Partien beschränkt. Lediglich die Prämissen sind bei jedem Gesangswerk unterschiedlich. Auch Maria Callas hatte sich gelegentlich übernommen und kann in verschiedenen Partien als echte Fehlbesetzung bezeichnet werden. Ihre Mittellage war sogar ausgesprochen hässlich, und schönes Singen lyrischer Partien war gewiss nicht ihre Domäne. Da wird sie spielend von Elena Suliotis übertroffen, um nur ein Beispiel eingedenk der Tatsache anzugeben, dass diese Sängerin eine ähnliche Stimmfärbung wie Maria Callas hatte.
In Deutschland scheint die Sängerin keine ungeteilte Zustimmung gefunden zu haben, was ich auf Gründe zurückführe, die allerdings, wie mir jedenfalls scheint, mit dem Können der Sängerin wenig oder überhaupt nichts zu tun haben. Dafür scheint sie, betrachtet man die Dinge von Deutschland aus, erfreulicherweise mehr im Ausland Furore zu machen, vor allem scheinen die Engländer sie zu ihrem Liebling erkoren zu haben. Jedenfalls kann man sich einer hochkarätigen Sängerin erfreuen, die alle Voraussetzungen zum Publikumsliebling hat und einem nicht mit einer manischen Egozentrik und einem dominanten Gehabe auf die Nerven geht.
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5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wie erwartet, 21. März 2005
Ganz ungläubig habe ich gelesen, dass Frau Gheorghiu sich an die grossen Partien wagt, weshalb ich mir natürlich sofort diese CD unter den Nagel gerissen habe, auch wenn ich sonst nicht so ein Fan von ihr bin. Nun ja, wie sollte es denn auch anders sein. Die zu ihrer Stimme passenden Stücke wie Lauretta und Ähnliches, sind wirklich sehr schön dargeboten, aber wenn es dann wirklich drauf an kommt, dann wird man bitter enttäuscht. Eine Butterfly vor dem Selbstmord ist nicht nett, eine Manon vor dem Verdursten nicht sanft und eine Turandot auf keinen Fall warm. Sie mag ja in ihrem Fach ganz tolle Dinge auf die Beine stellen, aber wo wirkliche Dramatik gefragt ist, fehlt ihr einfach die Substanz. Das ist wohl heutzutage generell das Problem mit unseren CD-Aufnahmen, denn viele Dinge, die auf der CD toll klingen, könnten auf der Bühne nicht bestehen. Gedankt sei PR, Schminke und guter Beleuchtung. Für wahre Opernliebhaber ist diese CD nur bedingt etwas.
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