Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Warten hat ein Ende - die Original Uncut Version ist da!, 1. Juli 2004
Der Film"Das Boot" ist die Verfilmung des Romans von Lothar-Günther Buchheim und ist der wohl international bekannteste deutsche Kriegsfilm und der mit Abstand beste U-Boot-Film, den es bis jetzt gibt. Zurecht wurde der Film von Kultregiseur Wolfgang Petersen 1983 für sechs Oscars nominiert und erhielt bereits 1982 einen Golden Globe. So legt der Film seinen Augenmerk nicht auf bombastische Actionszenen mit vielen Explosionen, Special Effects und Blut (auch wenn diese Elemente durchaus im Film vorhanden sind), sondern geht vielmehr auf Emotionen und die persönlichen Schicksale näher ein und beschreibt nahezu perfekt die Stimmung, in der sich die Besatzung befindet. Ein nicht unwichtiger Grund für den Erfolg des Filmes ist die hochkarätige Besetzung. So sind Namen wie Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer, Martin Semmelrogge, Uwe Ochsenknecht, Heinz Hoenig, Jan Fedder, Günter Lamprecht und Konrad Becker unter der Cast zu finden. Interessanterweise gibt es bereits mehrere Fassungen des Filmes. Zum einen die original Kinofassung, zum anderen den neu aufgelegten und um weitere Szenen ergänzten Direcor's Cut, von dem auch eine "SuperBit"-Edition exisitiert, die aber aus unerfindlichen Gründen bislang nur in Großbritannien veröffentlicht wurde und bereits vergriffen ist. Bei dieser Fassung handelt es sich um die sogenannte "Original Uncut Version", die ursprünglich für das Deutsche TV als sechsteilige, fast 5 Stunden lange Miniserie konzipiert wurde und dort auch lief. Bislang war diese Version ausschliesslich auf VHS und LaserDisc zu haben und wurde jetzt endlich auch auf DVD veröffentlicht. Seltsamerweise aber wie schon bei der "SuperBit"-Version nur im Ausland. Bild Im Bild gibt es gravierende Unterschiede im Verhältnis zum Direcor's Cut, der komplett in Ton und Bild remastered wurde. Dies ist bei der TV-Version nicht der Fall. Eine etwas geringere Schärfe, leichte Ruckler und Schleier sind in Kauf zu nehmen. Insbesondere der Kontrast und die fehlende Farbkorrektur fallen auf. Diese Mängel sind vorwiegend in den ergänzten Szenen vorzufinden, insgesamt betrachtet tun sie dem Zuschauer aber keinen Abbruch. DVD-Fetischisten, die Wert auf Perfektion legen, sollten zum Director's Cut greiffen. Der Film wird in "Anamorphic Widescreen" präsentiert, was bedeutet, dass bei herkömmlichen 4:3 Fernsehern das Bild "gequetscht" wird, auf Widescreen-TV's das Bild normal erscheint. Ton Auch hier sind große Unterschiede zum Director's Cut zu finden, da in diesem der Ton für Dolby Digital 5.1 komplett neu und mit zusätzlichen Effekten aufgelegt wurde. Zwar befinden sich auf der DVD neben den Stereospuren sowohl deutsche als auch englische 5.1-Tonspuren, jedoch handelt es sich hierbei lediglich um sogenannte "Upmixe", die aus dem Stereoton entstanden sind. Die Folge sind muffige, gedämpft und unspektakulär klingende Geräusche und unsauber klingende Dialoge. Das Meisste spielt sich im Centerbereich ab und die Höhen werden kaum wiedergegben. So divergieren die Meinungen zwischen annehmbarer Qualität und Unverständlichkeit der Dialoge. Ich hatte jedoch keine Verständnisprobleme und tendiere eher zu Ersterem. Wen es stört, der soll zum Director's Cut greifen. Leider sind auch keine deutschen Untertitel auf der DVD zu finden. Special Features Absolut unverständlich ist die fast völlige Abstinenz von Bonusmaterial. Lediglich ein kurzes Featurette "The Making of Das Boot: Behind the Scenes", das keine 7 Minuten lang ist und bereits im Director's Cut zu finden war, sowie einige Trailer sind auf der DVD. Ein Audiokommentar ist ebenfalls nicht vorzufinden. Resumé Zunächst bin ich darüber glücklich, dass diese Fassung endlich auf DVD veröffentlicht wurde, da es die TV-Serie war, die mich als kleines Kind auf den Film aufmerksam gemacht hat. Zum anderen bin ich enttäuscht, dass die DVD zunächst mal wieder nur über Import zu bekommen ist und von der Qualität her dem Director's Cut hinterherhinkt. Sollte jemand an einem Import interessiert sein, so sollte die-/derjenige aufpassen, keine Raubkopie unter die Finger zu bekommen, da diese sehr stark im Umlauf sind. Auch empfehle ich jedem, der den Film bislang noch nicht gesehen hat, erstmal den Director's Cut anzuschauen und erst danach, sollte einem der Film zugesagt haben, die TV-Fassung sich zu Gemüte zu führen. Denn diese ist mit ihren 4 Stunden und 42 minuten Laufzeit sehr langatmig und könnte dem ein oder anderen stellenweise langweilig erscheinen. Aber ich finde, dass die Langversion einfach die bessere Version ist, da sie einen viel besseren Einblick verschafft und die zusätzliche Handlungsstränge geben mehr den Zusammenhang wieder. Auch die Emotionen der Schauspieler kommen so besser rüber. Ergänzend zum Director's Cut ist diese DVD allemal zu empfehlen. So hat man neben einer technisch besseren Variante und den in dieser Version fehlenden Extras auch die komplette Story einmal gesehen. Auf jedenfall kaufenswert! Aufgrund der Mängel würde ich der DVD drei Sterne geben. Dem Film an sich, der eigentlich mehr als nur 5 Sterne verdient hätte, würde dies aber in keinem Fall gerecht werden. Deshalb "nur" vier.
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55 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Beste Filmfassung - Bild/Ton leider nur in TV-Qualität, 22. August 2005
Um es vorweg zu nehmen: diese 282 Minuten lange Original-TV-Fassung (Mini-Serie mit 6 Folgen) ist sicherlich die beste, die es vom Meisterwerk "Das Boot" gibt: Handlung, Figuren, Dramaturgie - alles gewinnt deutlich an Tiefe gegenüber anderen Versionen (Kino-Film, Director's Cut). Insofern kann man allein deswegen bedenkenlos zugreifen.ABER: Die TV-Fassung ist nicht "ungeschnitten", wie mit Ausrufezeichen auf dem Cover angekündigt, und vor allem ist sie auch nicht "komplett restauriert" oder von "brillanter Bild- und Tonqualität", wie das Cover ebenfalls verspricht. Es wurde sehr wohl geschnitten, es fehlen mindestens zwei Szenen (s. vorige Rezensionen). Außerdem sind Bild und Ton ganz sicher nicht heimkinotauglich: Dem Bild merkt man das Alter der Master-Vorlage für die Restaurierung deutlich an (Farben, Kontraste, Schärfe), der Ton wirkt dumpf (besonders bei den Bässen - Anfangsmelodie, Wasserbomben) und erzeugt weiß Gott kein Raumgefühl. Alles in allem ist die TV-Fassung daher - technisch gesehen - das, was sie schon immer war: fernsehtauglich! Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich persönlich kann damit sehr gut leben, zumal über 80 Minuten zusätzliche Filmlänge für das technisch niedrige Niveau mehr als entschuldigen. Aber liebe DVD-Produzenten: wenn ich auf dem Cover etwas von Heimkinoqualität lese, erwarte ich sie auch! Das beste Bild und den besten Sound bietet übrigens der englische Director's Cut (sog "Superbit"-Edition, mit dt. Tonspur): Wer wirklich "live" im U-Boot sitzen und den Angstschweiß auf der Stirn spüren möchte, wenn in 260 Meter Tiefe rechts und links die Bolzen knallen und Wasserbomben kurz hintereinander scheinbar fast im Raum explodieren, der kommt am Director's Cut nicht vorbei.
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155 von 171 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der beste Kriegsfilm in der besten Fassung !, 20. Oktober 2004
Auch über 20 Jahre nach der Entstehung des Films hat sich an meiner Meinung nichts geändert, „Das Boot" ist und bleibt der beste Kriegsfilm aller Zeiten. Daran ändern auch erstklassige Kriegsfilme wie „Die durch die Hölle gehen", „Der schmale Grat". „Apocalypse Now" oder der deutsche Film „Stalingrad" nichts. Was unser deutscher Top Regisseur Wolfgang Petersen schuf sucht bis heute seinesgleichen. Vor ein paar Jahren versuchte man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit „U571" Petersens Meisterwerk zu kopieren, das ganze aber völlig erfolglos da alles nur billig zusammengeklaut wurde.Nach dem Roman des Müncheners Schriftstellers Lothar Günther Buchheim drehte Wolfgang Petersen, der neben Roland Emmerich wohl Deutschlands bester Filmemacher ist, von 1979 - 1981 den Antikriegsfilm „Das Boot". Für mich bis heute der beste und erschütterndste Film dieser Kategorie. Bis heute hat es kein Film mehr geschafft den Schrecken des Krieges so schonungslos zu zeigen. Sicher sind die ersten 30 Minuten von „Der Soldat James Ryan" sehr heftig, aber danach strotz dieser Film nur so von Patriotismus und trennt sauber zwischen Gut und Böse wie fast jeder US Kriegsfilm. Es wird nie einen Krieg geben in dem es Gewinner gibt, bei jedem Krieg kann es nur Verlierer geben und das zeigt Wolfang Petersen mit „Das Boot" eindrucksvoll. Nun endlich wird der Film in der immer noch besten „TV Fassung" auf DVD veröffentlicht, was auch wirklich Zeit wurde. Bisher existierte ja nur eine für den englisch sprachigen Markt zurechtgestutzte DVD Version mit dem 1997 veröffentlichten Directors Cut. Diese knapp fünfstündige Fassung des Films verleiht einem sowieso schon genialen Film noch mehr Tiefe und vor allem kommt die Rolle des Marinekriegsberichterstatter Lieutnant Werner hier besser zur Geltung und der Figur wird mehr Tiefe verliehen. Von den drei existierenden Versionen (Kinofassung 142 min, Directors Cut 208 min, TV Fassung 300 min) ist diese hier die mit Abstand beste. Von 1979 - 1981 drehte Wolfgang Petersen zum größten Teil in den Bavaria Filmstudios „Das Boot" mit einer für damalige Verhältnisse absoluten Topbesetzung. Die Schauspieler wurden vertraglich dazu verpflichtet das Sonnenlicht zu meiden und so einige von den Akteueren holten sich während der anstrengenden Dreharbeiten Prellungen und Knochenbrüche. Zur Besetzung des Films gehörten unter anderem Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer, Klaus Wennemann, Martin Semmelrogge, Uwe Ochsenknecht, Günther Lamprecht, Erwin Lederer, Martin May, Ralph Richter, Claude Oliver Rudolph, Hubertus Bengsch und soagar Sky Dumont war mit von der Partie als Offizier an Bord der „Weser". Der Schriftsteller Lothar Günther Buchheim schildert in seinem Buch seine persönlichen Erlebnisse die er während des zweiten Weltkriegs als Kriegsberichterstatter (im Film: Herbert Grönemeyer) auf dem deutschen U-Boot U96 erlebte. Im Kriegsjahr 1942 läuft das deutsche U-Boot U96 vom französischen Hafen La Rochelle aus um im Atlantik gegen feindliche Geleitzüge zu operieren. Über 50 Mann Besatzung sorgen nicht unbedingt für gute Laune nachdem das U-Boot wochenlang bei häufigem Sturm im Atlantik herumdümpelt ohne Feindberührung zu haben. Nachdem ein feindlicher Zerstörer das U-Boot entdeckt, wird dieses stundenlang mit Wasserbomben gejagt. Schließlich stellt sich doch noch ein Erfolg ein, als das U-Boot einen feindlichen Geleitzug angreift und zwei Schiffe versenkt. Als man nach langen Wochen sich endlich mit dem Gedanken an den Heimweg vertraut macht bekommt das U-Boot eine folgeschwere Nachricht des BdU (Befehlshaber der U-Boote). U96 soll am spanischen Atlantikhafen in Vigo den Proviant ergänzen und dann durch die Meerenge von Gibraltar den italienischem Mittelmeerhafen La Specia anlaufen. Das U-Boot wird beim durchqueren der Meerenge vom Feind entdeckt und auch getroffen. Das U-Boot sinkt über 300 Meter tief und läuft dort auf Grund. Die U96 hat erhebliche Schäden erlitten. Man muß das U-Boot wieder flott kriegen bevor die Luft knapp wird. Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt..... Mit jeder Wasserbombe die explodiert zittert man als Zuschauer mit, beim Tauchen des U-Boots hält man stellenweise die Luft um mitzuhören was der Wasserdruck mit der Außenwand des Boots anstellt. Noch nie war Angst in einem Kriegsfilm so spürbar wie hier. Jedem der Besatzungsmitglieder sieht man die Strapzen an. Der Film von Wolfgang Petersen schrieb Geschichte und ist bis heute unerreicht. Klaus Doldinger tat mit seiner Filmmusik sein übriges damit dieser Film so gut wurde. Wolfgang Petersen schuf mit einem relativ bescheidenen Budget ein Meisterwerk, und den bis heute mit Abstand besten Kriegsfilm überhaupt der nun endlich auch auf DVD entsprechend gewürdigt wird. Nach der lieblosen DVD Umsetzung des Directors Cut kommt nun die TV Fassung endlich auf DVD. „Das Boot" ist bis heute unerreicht und wurde damals bei den Oscarverleihungen von den neidischen Amerikanern sauber übergangen. Den lieber schiebt man einem vor Patriotismus triefenden Soldat James Ryan die Trophäen in den Allerwertesten statt die richtigen Meisterwerke zu würdigen.
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