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Im Toten Winkel: Hitlers Sekretärin
 
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Im Toten Winkel: Hitlers Sekretärin

DVD ~ Traudl Junge
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Produktinformation

  • Darsteller: Traudl Junge
  • Regisseur(e): André Heller, Othmar Schmiderer
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (Stereo)
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • Studio: Hoanzl
  • Erscheinungstermin: 15. Mai 2005
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 90 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00063IQZ2
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 31.868 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

Rezensionen

DVD & Video Report

Dokumentatorisches Interview von André Heller mit Traudl Junge, Hitlers Privatsekretärin von 1942 bis zu seinem Tod 1945.

Blickpunkt: Film

Wie spannend Zuhören und Zuschauen sein kann, zeigen die Filmemacher André Heller und Othmar Schmiderer in ihrem ungewöhnlichen Dokument über eine außergewöhnliche Frau: Hitlers Sekretärin Traudl Junge erzählt schonungslos von ihrem Leben und geht selbstkritisch mit sich ins Gericht. Das Zuschauerinteresse für diese aufrichtige, lebendige Bestandsaufnahme ist bemerkenswert - im Berlinale-Panorama gewann der Film den Publikumspreis.

Von 1943 bis zum Selbstmord Hitlers gehörte Traudl Junge zu dessen Privatsekretärinnen, arbeitete im Führerhauptquartier 'Wolfsschanze' in Ostpreußen, im Berghof am Obersalzberg, im Sonderzug und in Berlin, wo sie im Führerbunker die letzten Tage des Krieges und den Selbstmord Hitlers am 30. April erlebt. Sie ist zweifellos eine der interessantesten Zeitzeugen, die sechs Jahrzehnte gebraucht hat, bis sie ihre Erfahrungen, ihre Selbstreflexionen öffentlich macht. Das verblüffende an Hellers und Schmiederers Film ist dessen radikal einfache Ästhetik: die elegante alte Dame mit dem klugen Gesicht und den wachen Augen erzählt direkt in die Kamera, frontal zu uns Kinozuschauern. Nur zwei- oder dreimal hört man André Heller mit einer Frage kurz aus dem Off - die Aussagen von Traudl Junge sind so präzise formuliert und gedanklich klar, dass man wie gebannt zuhört und gleichzeitig zum Mitdenken provoziert wird. Der Film verzichtet auf das ohnehin bekannte historische Dokumentarmaterial und erreicht durch seine intime rigorose Atmosphäre eine unerwartet starke Wirkung. Atemberaubend ist, dass diese Frau keine Rechtfertigung sucht, sich nicht in Verdrängungslügen flüchtet, nichts beschönigt. Sie war 22, als sie als Sekretärin zu Hitler kam, und war in seiner direkten Umgebung 'abgeschirmt von den größenwahnsinnigen Projekten', war im 'toten Winkel', wie ihr nach dem Krieg so erschreckend klar wurde. 1947 begann sie, ihre Erinnerungen niederzuschreiben - erst jetzt hat sie sie in Buch und Film veröffentlicht, kurz vor ihrem Tod im Februar 2002. fh.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Packende Hitler-Doku, ohne Hitler selbst, 18. April 2007
Von Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Scheiblingkirchen, Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Wer Genaueres über Hitler wissen möchte (auch, wenn man bereits sämtliche Dokus und Filme kennt) und sich hineinversetzen will in die Atmosphäre, wie sie damals war, kommt an Andre Hellers "Im toten Winkel" einfach nicht vorbei.

OK, die Geschichte ist nur aus der Sicht einer einzigen Person erzählt (nämlich der Traudl Junges, Hitlers Sekretärin), trotzdem bietet dieses Interview eine Fülle an Perspektiven.

Die inzwischen bereits verstorbene Hauptakteurin des Films erzählt absolut fesselnd und packend.
Im Gegensatz zu so manch anderen Zeitzeugen, nimmt man ihr ihre Geschichte (und auch ihre Reue zum Geschehenen) tatsächlich ab, was wohl damit zusammenhängt, dass sie es (wahrscheinlich) wirklich ehrlich meint.
Frau Junge steht hier zu ihrer Vergangenheit. Sie kann erklären, warum sie sich damals willig "verführen" ließ, obwohl sie (wenngleich sie sehr jung war) schon damals die Vorzeichen hätte erkennen müssen.
Mir persönlich ist diese Dame jedenfalls sehr sympathisch.

Filmtechnisch gesehen glänzt "Im toten Winkel" mit Bescheidenheit, die aber vollkommen angebracht scheint.
Hervorragend gelungen sind vor allem jene Einstellungen, die Frau Junge zeigen, als sie sich ihr Interview selbst auf ihrem Fernseher ansieht. Achten Sie besonders auf ihre Mimik!

Kein Zweifel: Heller hat mit "Im toten Winkel" ein Juwel für das österreichische Filmarchiv geschaffen!
Ist (zumindest auszugsweise) auch für Schulen geeignet.

Unbedingt ANSEHEN!!

Anm.: "Im toten Winkel" diente unverkennbar als Grundlage für den ausgezeichneten (historischen) Spielfilm "Der Untergang".
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Menschen des dritten Reichs verstehen lernen, 7. Mai 2005
Das dritte Reich besteht nicht nur aus Hassreden Hitlers, Goebbels, Goerings usw. Um die Nazi-Größen herum befindet sich eben auch der Otto-Normal-Verbraucher wie im vorliegenden Fall der Sekretärin Traudl Junge. Nach fast 60 Jahren sind die freigesprochenen Erinnerungen dieser in nächster Nähe zu Adolf Hitler lebenden jungen Frau eine wesentliche Grundlage zum Verständnis für die kompromisslose Gefolgschaft vieler Millionen Menschen. Die Dokumentation läst das Kopfschütteln meiner Generation über die Vorgänge einer Nachdenklichkeit über die allzu menschlichen Verhaltensweisen weichen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Geschichte ganz nah!, 15. Februar 2007
Von EvilElvis - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Traudl Junge, die Sekretärin des Bösen.
Im ersten Teil des Films läßt man sie frei reden - alles, was ihr zur Person Hitler einfällt:
Hitler privat, als Chef, als Kriegsherr, usw.
Man bekommt einen beklemmenden Eindruck und weiß nicht so recht, in welche Richtung der Film geht.
Im zweiten Teil schaut sich Traudl Junge ihr altes, vorheriges Interview selbst an und gibt dazu
weitere Kommentare - man merkt recht schnell, wie sie sich windet und sich selbst erläutert...

Der Titel dieser Doku passt also, wie die Faust auf's Auge.
Sie selbst sitzt in ihrem eigenen toten Winkel.

Tolle Doku mit wenig Aufwand!
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Veröffentlicht am 23. Oktober 2006 von Johann Weber

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