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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genial, Innovativ... missverstanden, 12. Januar 2005
1. Boogie man song Eröffnet wird das zweite Solo-Album von Mos Def mit einem Jazz-Track. Produziert von Mos Def und Raphael Saadiq, spielen die beiden auch die beteiligten Instrumente. Raphael übernimmt Gitarre und Bass, Mos das Klavier und das Schlagzeug. Dazu singt Mos, anstatt zu rappen.2. Freaky black greetings Weiter geht es mit der Selbstvorstellung der Band Black Jack Johnson. Dieser 2:20 Minuten Semi-Instrumental Track, ist nur das Intro der Band. 3. Ghetto rock Dieser Track wurde als B-Seite der ersten Single-Auskopplung "Sex, love & money" gewählt. Hier gibt es zum ersten Mal echten Rap. Minnesota liefert den sehr dumpfen Beat. Mos Def's Stimme ist ebenfalls gedämpft und passt damit zum Beat. "Yes we are Ghetto, yes we are Rock and Roll" ist die Message. Das Eine schließt das Andere eben nicht aus... 4. Zimzallabim Gemeinsam mit Produzent Easy Mo Bee liefern Black Jack Johnson hier zum ersten Mal die Musik zu einem Track. Dabei beschränkt die Band sich auf den Refrain, und in den Strophen gibt es einen normalen Rap-Beat, der nur zwischendurch kurz von Gitarren-Riffen durchbrochen wird. 5. The rape over Hier wird der geneigte Rap-Fan schnell merken, dass dieser Beat nicht unbedingt neu ist. Anstelle von einem alten Soul-Sample benutzt Produzent Kanye West hier einen Beat, den er selbst schon einmal verwendet hat. Nämlich für "The takeover" von Jay-Z. Nicht ganz zufällig ist dementpsrechend also auch der Titel des Tracks: "The rape over". War "The takeover" noch ein Diss gegen andere Rapper, beschäftigt sich Mos Def auf dem sehr kurzen Track (1:34 Minuten) mehr mit der Rap-Industrie allgemein. "Old white men is running this Rap-Shit, Corporate Force is running this Rap-Shit (...), MTV is running this Rap-Shit". Der Track wurde in den USA inzwischen wegen zu großer Kritik vom Album genommen. 6. Blue black Jack (w/ Shuggie Otis) Mit dem Namen Shuggie Otis werden wohl die meisten Rap-Fans nicht mehr viel anfangen können. In den 70ern war er allerdings einer der wichtigsten Soul/Funk/R&B-Künstler. Der Gitarrist lieferte damals schon einen innovativen Sound. Das Mos Def seine Musik damals zu schätzen wusste, zeigt nun dieses Feature. Shuggie spielt die Rhytmus Gitarre und das Gitarren-Solo in diesem Blues. Minnesota liefert die Rest-Musik, die auf dem Standart-Blues Rhytmus basiert. 7. Bedstuy parade & Funeral march (w/ Paul Oscher) Nach Shuggie Otis gibt sich sofort der nächste Star die Ehre. 1968 bis in die 70er hinein war Paul Osher der erste weiße Blues Musiker, der in der Band des legendären Muddy Waters spielen durfte. Auf diesem Gemisch aus Blues und einem Marsch singt Mos Def seine Strophe. 8. Sex, love & money Die erste Single-Auskopplung des Albums ist wieder ein klassisches Rap-Stück. Mos Def rappt auf einem Beat von Baby Dubb Warryn Campbell. Mos kann hier mal sein Können am Mic nochmal so richtig aufblitzen lassen. Der Beat überzeugt auch absolut. Der Bass wird neben den normalen Drums in erster Linie von einer Pauke geliefert, dazu gibt es kurze Stöße von Bläsern und vor allem eine Flöte, die die Strophen begleitet. Ein sehr guter Rap-Track. 9. Sunshine Kanye West Produktion Nummer 2 kommt so daher, wie man es in der letzten Zeit sehr oft von Kanye gehört hat. Der Beat wird um ein Sample aus einem Soul-Stück aufgebaut, dass jeder kennt. In diesem Fall "Let the sunshine in" von The Fifth Dimension, bzw. Diana Ross und den Supremes. Der Refrain wurde einfach gelassen, wie er auch im Original ist. Dazwischen flowed Mos Def exzellent über den sehr melodischen Beat. 10. Close edge Dieser Track ist der einzige des Albums, der mir nicht so richtig gefällt. Minnesota liefert einen Beat, der einerseits elektronisch ist, andererseits durchgehend von Bongo-Spiel begeleitet wird. Dieser Beat ist es auch, der dieses Lied irgendwie zu roh und leer klingen lässt. Im Refrain wird "The message" von Grandmaster Flash und den Furious Five gesampled. 11. The panties Jetzt kommen wir langsam in den Soul-Teil des Albums. Auch hier kommt die Musikalisierung von Minnesota. Der Beat beginnt sehr ruhig, und wird dann, wenn das Schlagzeug einsetzt, etwas schneller. Mos Def singt ein Liebslied. Ein sehr schönes Soul-Stück, dass mal wieder zeigt das Mos nicht nur sehr gut rappen, sondern auch gut singen kann. Allerdings ist das Lied für die Gesamtlänge von 4:11 Minuten etwas zu eintönig. 12. War "War" beginnt mit einem relativ harten Beat, und etwa in der Mitte des Stücks, nach einem kurzen Interlude, setzen dann Black Jack Johnson noch einmal ein, und liefern noch etwas mehr Härte. Produziert ist der Beat von Psycho Les von den Beatnuts. 13. Grown man business (Fresh vintage bottles)(w/ Minnesota) Bei diesem Track ist Minnesto nun nicht nur als Produzent, sondern auch mal als Rapper tätig. Der Beat beinhaltet ein Sample aus "Simon says" von Pharoahe Monch. 14. Modern Marvel Der wohl interessanteste Track des Albums könnte "Modern Marvel" sein. Dieser Tribute-Track an Marvin Gaye beginnt mit einem sehr verlangsamten und verfälschten Sample aus "What's going on". Mos Def singt darüber einen schönen Soul-Song. Nach ca. 2:30 Minuten wird der Track zunächst ausgeblendet, dann aber wieder eingeblendet und das Schlagzeug setzt ein. Der entstandene etwas schneller Beat hält sich bis ca. 5:50 Minuten. An dieser Stelle wird auch dieser Beat ausgeblendet, und dann wieder so eingeblendet, dass ein Rap-Beat, basierend auf "What's going on" entsteht. Ab hier rapt Mos Def dann auch über Marvin. Produziert ist auch dieser Track von Minnesota. 15. Life is real Mit einem typischen Rap-Song geht es weiter. Der Beat kommt von Molecules. Wer über die "Realness" von Mos Def und seiner Musik diskutieren möchte, kann sich diesen Track anhören. "What I spit and I write is real, because my life is real". 16. The easy spell Dieser Crossover Track ist geschrieben und produziert von Mos Def, der auch alle Instrumente spielt.Der größte Teil des Textes wird dabei gerappt. 17. The beggar Der letzte Track mit Beteiligung von Black Jack Johnson ist einer der schönsten Soul-Tracks, die das Album zu bieten hat. Der Beat ist dabei die ersten drei bis vier Minuten sehr simpel gehalten. Lediglich Schlagzeug und Orgel spielen. Dann setzt auch die Gitarre ein, hält sich aber sehr zurück. Der sehr romantische Song, ist das zweite Liebeslied des Albums. Erwähnenswert ist auch das sehr schöne Gitarren-Solo bei etwa 2:30 Minuten. 18. Champion requiem Nach dem gesprochenen Outro von Mos Def folgt der letzte Track dieses Albums. 88 Keys sitzt dabei an den Reglern. Zum Schluß gibt es noch einmal ein etwas härters Rap-Stück. Teile des Tracks sind Tributes an einige verstorbene Musiker wie Aaliyah, Left Eye, Jam Master Jay, BIG, 2Pac, Freaky Tah, Big L ... "Everything must come to an end". Gesamt: Erinnern wir uns zurück: 1998 veröffentlichte Rawkus Records, das wohl wichtigste Underground Rap-Label der späten 90er und der ersten Jahre des neuen Jahrtausends, das Album "Mos Def and Talib Kweli are Black Star". Dieses Album brachte zwei der wohl anerkanntesten Rapper der folgenden Zeit an die Öffentlichkeit. Das Black Star Album wurde schnell zu einem Meilenstein der Rap-Geschichte gemacht, und Mos Def und Talib Kweli begannen ihre Solo-Karrieren. Also Mos 1999 "Black on both sides" auf den Markt brachte, sein erstes Solo-Album, wurde er als der große Retter des wahren Hip-Hops gefeiert, und jeder Rap-Fan, der von seinem Fachwissen überzeugt war, nannte von da an Mos Def als einen seiner drei Lieblingskünstler. Exakt fünf Jahre (Der US-Release war auf den Tag genau fünf Jahre nach dem Release von „Black on both sides") nach diesem Album liefert Mos Def nun endlich sein zweites Solo-Album. Und für dieses Album, "The new danger" wird er jetzt von genau den Leuten kritisiert, die in ihm den wahren Retter der Hip-Hop Bewegung sahen. Da es seit 2002 schon Gerüchte darüber gab, dass Mos Def möglicherweise ein reines Rock-Album auf den Markt bringen wolle, war der erste Kritikpunkt schnell gefunden: Das Album ist viel zu sehr Rock, und viel zu wenig Rap. Diese Kritik stützt sich allerdings nur auf die genannten Gerüchte, und auf eine Meinung, die sich jemand nach dem hören der ersten vier Tracks gebildet hat. Denn ab dann gibt es kaum noch Rock. Dann gibt es noch die Gruppe, die sich "Reale Rap-Fans" nennt, und immer von "Realness", als Gegenstück zu "Sellout, Mainstream, Kommerz und Backpacker-Musik" sprechen. Diese "Fans" werfen dem Album vor, dass es nicht realer Hip-Hop ist, und Mos Def seine "realen" Fans verraten würde. Aber diese Menschen haben einfach mal wieder nichts verstanden.Ihre Meinung stützt sich in erster Linie auf Engstirnigkeit und Ignoranz. Kurz gesagt: Das Album ist für diese Leute zu Anspruchsvoll. Das Album hat viel zu bieten. Es gibt Jazz (Track #1), Soul (#11, #14, #17), Rock (#2, #4, #12), Crossover (#16) und sogar Blues (#6, #7). Aber vor allem bietet es Rap! (#3, #5, #8, #9, #10, #12, #13, #15, #18) Zu behaupten, dass das Album kein Rap-Album wäre, ist also falsch. Aber Mos Def zeigt hier, dass er kein eindimensionaler Musiker ist. Das er auch singen kann, hat er schon früher des öfteren aufblitzen lassen. Hier kann er das auf einigen Soul-Tracks so richtig zeigen. Er kann all Das musikalisch umsetzen, was er liebt, und was ihn geprägt hat. Mit Gästen wie Shuggie Otis und Paul Osher hat er zwei berühmte Blues/Soul/Funk Musiker der 70er in zwei seiner Songs eingebaut. Als Verehrer von Marvin Gaye, liefert der dem verstorbenen Soul-Sänger gleich einen exzellenten fast 10 minütigen Tribute-Song. Und als Fan der Rock-Musik, hat er sich mit der Band Black Jack Johnson einer verdammt gute Unterstützung an Board geholt. Die Band ist nach Jack Johnson benannt, dem ersten schwarzen Boxer, der den Weltmeistertitel im Schwergewicht erringen konnte. Das war 1908. Die Band ist besetzt mit Will Calhoun am Schlagzeug, er...
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