Aus der Amazon-Redaktion
Nach langer Wartezeit die eigentlich die ganze fünfte Staffel lang dauerte verabredet sich Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker) wieder. Zu Beginn der sechsten Staffel der beliebten Serie von HBO versuchen Carrie und ihr viel versprechender neuer Lover Berger (Ron Livingston) vergangene Beziehungen hinter sich zu lassen und es miteinander zu versuchen. Dies gelingt mit gemischten Resultaten (bis hin zu Bergers bemerkenswertem Abgang), aber wenigstens ist Carrie wieder mit dabei, und sie findet Gefallen an dem Besucher einer Hochzeitsparty, einem alten Schwarm aus High-School-Zeiten (David Duchovny) oder einem superberühmten Maler (Mikhail Baryshnikov). Während Carrie ordentlich abräumt, lassen es ihre Freundinnen vergleichsweise ruhiger angehen. Miranda (Cynthia Nixon) stellt fest, dass ihre Beziehung zum Fernsehprogrammiersystem TiVo es nicht mit Mister Perfekt (der unglaublich charmante Blair Underwood) aufnehmen kann, der in ihrem Haus einzieht. Charlottes (Kristin Davis) Gefühle gegenüber ihrem Freund (Evan Handler, vielleicht der bei den Fans beliebteste Freund) nach dem Motto Gegensätze ziehen sich an entwickeln sich weiter, aber sie müssen noch einige Sachen ausbügeln. Am Überraschendsten ist Samanthas (Kim Cattrall) heiße Beziehung mit dem knackigen und als Bedienung arbeitenden Schauspieler Smith Jerrod (Jason Lewis), die sich trotz Samanthas besten Absichten in etwas Ähnliches wie eine Liebesbeziehung verwandelt.
Vor Beginn der sechsten Staffel schlug es wie eine Bombe ein: es wurde angekündigt, dass es sich dabei um die letzte Staffel handeln sollte. Die Fans, die sich gerade von der belanglosen fünften Staffel erholten (schließlich wurde ja fast die halbe Besetzung schwanger), standen völlig neben sich. Aber es sollte eine lange Staffel werden, denn diese zwölf Episoden bereiteten den Grund für die finalen acht Folgen, die anschließend ausgestrahlt wurden. Dieses Dutzend Episoden sind ein Beispiel für das Erwachsenwerden der Serie: es gibt keine schlechte Folge, wobei alte Flammen wie Mr. Big (Chris Noth) und Steve (David Eigenberg) bei ihren Auftritten einen tieferen Eindruck hinterlassen. Und dennoch ist die Serie immer noch sehr lustig. Berger ist wirklich der humorvollste von Carries Beaus (seine Einführung bei Prada ist ein echter Klassiker), Jarrods ernsthafte Absichten gegenüber Samantha verursachen bei ihr die unmöglichsten Verwirrungen und Charlottes Absicht, dem Judentum beizutreten, passt hervorragend zu ihrer Rolle. Die Anschlussepisode ist "Das Recht auf Schuhe, in der Carrie bei einer Party ihre teuren und geliebten Manolo Blahniks verliert. Die komödiantischen Aspekte vermischen sich mit ernsthaften Überlegungen, wie die Gesellschaft Singles, Paare und Eltern betrachtet (und die beiden letzteren mit Geschenken versieht). Carries Art, wie sie ihr Singleleben feiert, stellt ein weiteres Juwel in dieser bemerkenswerten Serie dar. Doug Thomas
Movieman.de
Die letzte Staffel der Serie ("Endlich", mögen alle Männer aufstöhnen, die es nicht mehr ertragen, Dienstag-Abend keine einzige Frau ansprechbar vorzufinden) erreicht noch einmal einen Hauch des Glanzes, den die ersten beiden Seasons vorgaben. Es gibt wieder Tempo und das jazzige Flair ist wieder da. Thematisiert werden nicht nur Sexual-Praktiken, sondern die Phänomene des Zeitgeistes. Sprachlich wieder etwas treffender, inhaltlich auf die große Frage "Mr. Big & Carrie oder nicht?" zusteuernd, höherklassige TV-Unterhaltung. Fazit: sehenswert
Moviemans Kommentar zur DVD: Artefaktreiches Bild, müder Surroundklang, keine Extras: etwas traurig
Bild: So richtig überzeugend sieht die Abtastung nicht aus. Gegenüber der ersten Staffel sind die Mattscheibeneffekte etwas zurückgefahren worden, aber eleminiert sind sie keineswegs. Immernoch sehen Gesichter wie unter einem starren Schleier aus (Folge 5, 00.04.42). Die Schärfe ist einen Hauch erhöht worden, aber knackig kann man das noch nicht nennen. Das ist enttäuschend, denn auch die Farben leiden so und können sich nicht richtig entfalten. Hintergründe erscheinen unruhig und weisen eine zarte Klötzchenbildung auf. Schade....
Ton: Trotz Surround-Sound: mehr als gefühltes Stereo ist das nicht. Die Kulisse ist akustisch kaum umgebend. Selbst die Krankenhaus-Ambienz bei 00.09.56 (Folge 7) bleibt arg frontal und zurückhaltend. Gut, wir haben es nur mit TV-Sound zu tun und Kinoklang ist vielleicht gar nicht gefragt, aber etwas breiter könnte die Kulisse sich schon geben und auch die Musik könnte transparenter wirken.
Extras: Das ist armselig: keine Doku, kein Episode-Guide...nicht! --movieman.de