Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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56 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Enya war gestern!, 28. August 2004
Enya war gestern! Wer Loreena McKennitt kennt, wird dem sicherlich zustimmen, spätestens nach dem Album "The Mask and Mirror" wird man wohl kaum mehr drumherumkommen. Das musikalische Niveau der kanadischen Sängerin ist höher angesetzt, die Stimme ist klar und facettenreich und lässt Enya im direkten Vergleich wie eine sprichwörtliche "Seusel-Tante" abblitzen. Die wahre "Queen" des Celtic offenbart sich hier. Ohne die Bedeutung von "The Visit", dem vorangehenden Album, herunterspielen zu wollen, bedeutet "The Mask and Mirror" eine gewaltige Steigerung in der Entwicklung von Loreena McKennitts Musik. Das liegt v.a. daran, dass hier eindeutig zu Tage tritt, was sich bei "The Visit" erst vorsichtig andeutet: Der Einfluss orientalischer Klänge, der den Stil auf voll und ganz positive Art und Weise verändert und viel mehr noch bereichert. Denn nun endlich beginnt die Künstlerin mit ihrer Gruppe diese aufregenden Klänge aus Nordafrika sowie dem vorwiegend islamischen Kulturkreis mit jenen keltischen Ursprungs aus Europas nördlichen Regionen zu verbinden. Das Ergebnis ist ein farbenprächtiges und einzigartiges musikalisches Feuerwerk, dass nicht von ungefähr nach seiner Veröffentlichung diese spezielle Musiksparte beeindruckte. Loreena McKennitts Leben ist so eng mit der Musik verwoben, dass ein musikalischer Fehltritt der Sängerin unmöglich erscheint -und ist! "The Mask and Mirror" ist ein starkes Album, das sich einen Schritt weiter in eine neue Richtung bewegt und somit McKennitts Talent verdeutlicht. Denn man merkt recht schnell, dass sie mehr will. Während viele Künstler oftmals in ihrem gewohnten musikalischen Umfeld verbleiben und in Folge dessen nicht selten uninteressant werden, ist es die unerschöpfliche Kreativität, die Loreena McKennitt antreibt, neue Möglichkeiten auszuschöpfen, bisher unbekannte Weisen und Stile einzuarbeiten und ganz einfach ihren eigenen Weg zu gehen. "The Mask and Mirror" beginnt mit dem Stück "The Mystic's Dream", das seinem Titel in allen Bereichen gerecht wird: Mystisch-verzaubernd schafft es eine träumerische Atmosphäre, in der nichts ummöglich ist. Loreena McKennitt nimmt den Hörer mit auf eine Reise; eine Reise, die für jeden anders verlaufen wird. Es ist bereits der Charme dieses Liedes, der Lust auf "mehr" macht. Kaum verwunderlich ist also, dass gerade "The Mystic's Dream" zur musikalischen Untermalung des Trailers zu "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" verwendet wurde. Die Magie des ersten Liedes aber mündet bereits in einen weiteren Höhepunkt: "The Bonny Swans", die Vertonung eines traditionellen Gedichtes, erzählt eine fesselnde Geschichte, die durch die dazu komponierte Musik förmlich vor den Augen des Hörers "gemalt" wird. Trotz der über 7-minütigen Länge ist dieses Lied nie langweilig oder eintönig, sondern schließt mit einem wunderschönen Geigen-Solo, das dieses harmonisch einwandfreie Stück gelungen abrundet. Übrigens ist "The Bonny Swans" ein gutes Beispiel für die langen Werke, von denen mindestens eines auf beinahe jedem Album von Loreena McKennitt zu finden ist. Der Kontrast zur heutigen populären Musikrichtung ist klar: Keine dümmlichen 2-Zeilentexte, umrahmt von stupiden dutzendweise wiederholten Refrains, sondern niveauvolle Lieder, die die Person ansprechen und nicht oberflächlich vorbeiziehen, um bald unbeachtet in den Annalen der Musikgeschichte zu verhallen. "The Dark Night of the Soul" ist ein recht einfaches Werk, in dem Loreena McKennitts Stimme und der fabelhafte Gesang besonders im Vordergrund stehen. Emotionen werden eindringlich dargestellt und eine gewisse Traurigkeit schwingt in der Musik mit. "Marakesh Night Market" ist zwar meiner Meinung nach nicht das schönste Stück auf "The Mask and Mirror", aber durchaus das bedeutendste, denn dies ist das Manifesto des keltisch-orientalischen Stils, den die Künstlerin weiter verfolgen wird. Es entführt den Zuhörer selbst in jene Nacht voll orientalischen Charmes und munterer Geschäftigkeit. Ein grandioser Schritt, mutig gewagt, aber letztendlich erfolgreich und bereichernd! "Santiago" ist ein wundervolles Stück, in dem die orientalischen Instrumente weiterhin starken Einfluss auf die Stimmung nehmen, zusammen mit McKennitts Gesang fühlt man sich an einen Tanz erinnert. Jedoch auch und v.a. ein Lied, in dem sich die Geige, eines der wichtigsten Instrumente in der Gruppe, endlich mit voller Kraft und Leidenschaft austoben kann. "The Two Trees", erneut eine Gedichtvertonung, besticht durch den leichten Gesang und die von der musikalischen Umrahmung vermittelten Stimmung, die sich mit der in den Texten in vollendeter Harmonie verbindet. Die keltischen Klänge treten hier wieder in den Vordergrund, ein weiteres Indiz für die Abwechslung, die das Album bietet. Die Tagebuchauszüge im Booklet verstärken den persönlichen Anspruch und verdeutlichen Quellen der Inspiration, wie sie nur Loreena McKennitt in vollem Maße nutzen kann.Das bisher stärkste Album Loreena McKennitts endet mit einem Auszug aus dem Werk Shakespears, eines der größten Schriftsteller der Geschichte. Hier dürfen sich zwei große Künstler stolz die Hände reichen!
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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klasse, auch der Sound.., 18. Oktober 2004
McKennitts Reisen durch Spanien und Marokko würzen dieses Album mit einem deutlichen mediterranen Flair, vom Eröffnungsstück "The Mystic's Dream" mit seinen tänzerischen Schlagzeug-Arrangements bis zu "Marrakesh Night Market", "Full Circle" und dem Instrumentalbeitrag "Santiago". "Marrakesh Night Market" ist eine besonders starke Leistung mit einer interessanten musikalischen Struktur: Balalaika, Udu-Trommel und Dumbek werden parallel zum Synthesizer gespielt. Wie gewöhnlich hat McKennitt ein Gedicht vertont, dieses Mal "The Two Trees" von William Butler Yeats mit wunderschönen Pfeifentönen als Einführung. Dann ist noch "The Bonny Swans" zu nennen, ein traditionelles Gedicht, und die CD schließt mit Shakespeare, wo McKennitt einige von Prosperos Worten aus The Tempest selbst vertont. Auszüge aus McKennitts Tagebüchern, die in der CD-Beilage enthalten sind, sorgen für eine interessante Lektüre, da diese über das Quellenmaterial und die Inspiration für jeden Song aufklären. --Genevieve Williams
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vollkommene Schönheit, 6. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Unter allen schönen Alben von Loreena McKennitt ist dies das Schönste. Hier befaßt sie sich neben irisch-keltischen Mythen mit islami- scher Mystik und arabischer Kultur, die sie auf verschiedenen Reisen durch Spanien und Marokko kennengelernt hat (worüber das ausführliche Booklet Auskunft gibt). Das Ergebnis kann man in acht - teilweise bis zu neun Minuten langen - Songs hören. McKennitt verbindet hier teilweise iri- sche Melodik mit exotischen orientalischen Klängen und treibenderRhythmik - diese Fusion gelingt perfekt. Thematisch spürt sie dem Sufismus und christlicher Mystik nach , bzw. den Verbindun- gen zwischen beiden Glaubenswelten. Die Musik ist von vollkommener Schönheit - melodiös, gefühlvoll, dann wieder unwiderstehlich rhythmisch , dargeboten von einem Potpourri akustischer Instrumente (Dudelsack, Cello, Balalaika, Streicher usw.). Der Klang ist kristallklar. Und über allem schwebt die Stimme von Loreena McKennitt - emotional, kraftvoll, raumgreifend , perfekt. Ein Muß !
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