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Moviemans Kommentar zur DVD: Die Gesamtnote ist in vorliegenden Fall wahrlich gemein, denn das Mastering ist ausgezeichnet, nur das Quellmaterial war bewußt von ästhetischer Srperrigkeit. Der Film - und hier dürfen wir auf unsere zahlreichen Artikel diesbezüglich verweisen - ist ein absolut sehenswertes Melodram, das formal als homemade-Musical daherkommt, in der von-Trier-üblichen, strapaziösen Videoästhetik.
Bild: Die Videoproduktion, die auf CinemaScope formatiert wurde, kann natürlich keine 35mm-Film-Werte bieten. Die Farben sind als Stilmittel flau gehalten und werden nur in den Musical-Nummern etwas intensiver (00.38.30) . Das Mastering kommt mit dem trüben Ausgangsmaterial sehr gut zurecht und scheint nur die Fehler des Produktionsprozeßes, die als künstlerische Stilmittel nicht angetastet werden, wiederzugeben, aber keinesfalls zu verstärken. Die Schärfewerte sind mäßig, was sich in recht geringer Detailtiefe zeigt (00.16.04, Laub). Gesichter weisen in Schwenks oft leichte Nachzieher auf, die aber auch am Videomaterial zu liegen scheinen (00.25.30), ebenfalls darauf zurückzuführen sind die in dunklen Szenen sich verstärkenden Rauschwerte (00.13.20). Sehr gelungenes Mastering naturgemäß unbefriedigenden Quellmaterials.
Ton: Ebenso wie in der Bildbewertung hat man es auch beim Ton mit stilistisch grob gehaltenem Material zu tun. Die Aufnahmen sind weitestgehend mit Liveton versehen, der für die Kinoauswertung wenig aufgearbeitet worden ist. Direktionale Effekte sind kaum wahrzunehmen, etwa die Schritte einer nach links gehenden Person (00.14.35), die mittig bleiben. Die Ambienz bleibt stark centerorientiert (00.17.30, Umweltgeräusche) und wird nur in der Songmischung (00.38.30) etwas weiträumiger. Die Dynamik der Tonspuren bleibt eng beschränkt und läßt auch einen durch das Bild fahrenden Zug nicht besonders breit-frequent erscheinen (00.31.58). Dem DVD-Mastering ist es gelungen, die Natur der Kinotonspur zu erhalten und so eine werkkonforme Arbeit geliefert zu haben. --movieman.de
VideoMarkt
Amerika, Mitte der 60er Jahre: Die tschechische Einwanderin Selma arbeitet von früh bis spät. Nicht nur, um sich und ihren 10-jährigen Sohn Gene zu versorgen, sondern vor allem um für dessen Operation zu sparen, die ihn vor dem eigenen Schicksal bewahren soll: allmähliches Erblinden. Einziger Trost für Selma ist Musik, die ihr die harte Arbeit in der Fabrik erleichtert. Als sie dem verschuldeten Nachbarn unvorsichtigerweise von ihrem Geld erzählt, bestiehlt der sie und tritt damit eine Ereignis-Lawine los, die Selma in eine aussichtslose Lage bringt...