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41 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hörenswert und klanglich beeindruckend, 23. September 2004
Wenn man einmal den Werberummel und die unsinnigen "Callas-Vergleiche" beiseite lässt, erweist sich Anna Netrebko auch so als Sängerin mit beachtlichen stimmlichen Qualitäten. Dieses Recital ist besser zusammengestellt als das erste und bringt ihre Stärken eindrucksvoll zur Geltung. Mich überzeugt die Sängerin vor allem in langsamen, elegisch gefärbten Stücken wie den Wahnsinnsszenen aus "I Puritani" oder "Lucia di Lammermoor", weniger in "La Traviata". Der eigentliche Höhepunkt aber ist das "Ave Maria" aus Verdis "Otello", das sie sehr anrührend gestaltet. Bisweilen hat man den Eindruck, dass sie nicht ganz in ihren Rollen aufgeht. So singt sie die Arie der Lauretta aus "Gianni Schicchi" zwar makellos, aber man glaubt hier eine Diva zu hören, nicht ein junges Mädchen, das seinen Vater um den Finger wickelt. Auf einer Recital-Platte ist dies aber vertretbar. Die Orchesterbegleitung ist erstklassig und trägt zum hervorragenden Gesamteindruck bei.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anna Netrebko wird zu recht hochgelobt !!!, 11. Dezember 2007
Ich würde mich zwar nicht als Opernkennerin bezeichnen, sondern nur als Opernliebhaberin, aber soviel Musikverständnis besitze ich durchaus, um sagen zu können, das Anna Netrebko eine außergewöhnlich tolle Sängerin mit einer Wahnsinnsstimme ist. Mir hat sie bisher jedenfalls immer sehr gut gefallen !!!
Die hier vorliegende SACD "Sempre Libera" ist jedenfalls ein echter Hörgenuß u. eine schöne Auswahl an Stücken.
Meine Lieblinglieder auf dem hier vorliegenden Album sind "Sempre Libera" u. "Oh mio babbino caro", wenn Anna Netrebko vorallendingen letzteres Stück singt, dann tut sie das mit einem solchen Schmelz in der Stimme, der einem die Tränen in die Augen treibt, einfach herzzerreißend, auch wenn das jetzt kitschig klingt, aber es ist wirklich so !!! Und dafür liebe ich sie !!! Bravo, Bravissimo !!!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Liebe, Leidenschaft und Wahnsinn, 22. September 2008
Ich bin keine ausgesprochene Opernliebhaberin, aber an Anna Netrebko kommt man einfach nicht vorbei, oder? Sie singt auf dieser CD Ausschnitte aus Verdis "La Traviata" und "Otello", Bellinis "La sonnambula" (= Schlafwandlerin) und "I puritani", Donizettis "Lucia di Lammermoor" und als Zuckerl singt sie uns "O mio babbino caro" von Puccini, das ich einfach nur wunderbar finde und immer wieder anhören kann.
Die Netrebko singt Frauen, die in ihrem Leben hin und her gerissen sind zwischen Liebe, sexueller Freiheit und Entsagung. Die "Violetta" in La Traviata, eine an Schwindsucht erkrankte Kurtisane, die an der Liebe zweifelt; die "Amina" aus "La sonnambula", die die schlechte Angwohnheit hat, nachts in fremde Schlafzimmer zu schleichen; die "Elvira" aus "I puritani", die wahnsinnig geworden ist. Auch "Lucia di Lammermoor" ist wahnsinnig geworden - vor Kummer und "Desdemona" aus "Otello" ist von düsteren Vorahnungen erfüllt, weil sie von Otello öffentlich bloßgestellt wurde - sie will nur noch sterben.
Die Wahnsinnszene "Ardon gli incensi" von Lucia (Anspiel-Nr. 11) geht einem sehr nahe, finde ich. Nur mit der Glasharmonika begleitet singt die Netrebko die Koloraturen, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Diese höchste Anforderungen an die menschliche Stimme, meistert sie absolut glaubwürdig und singt das Stück wunderschön. Aber auch das sehr, sehr traurige "Piangea cantando nell'erma landa" (Anspiel-Nr. 14) der Desdemona in "Otello" ist ihr äußerst gelungen. Sie gefällt mir überhaupt in der Höhe besser als in den tieferen Lagen, die sie vielleicht nicht in voller Stärke ausfüllen kann.
Wenn ich eine Kritik an der Netrebko habe, dann ist es, dass sie den Text ziemlich verwischt und ihn nicht so deutlich, wie andere Sopranistinnen singt. Aber das ist beim Gesang und bei der Oper sowieso eine der höchsten Anforderungen. Außerdem muss man sich bei der Oper auf das Stück vorbereiten und nachlesen, um was es überhaupt geht, sonst hat man wenig davon. Klanglich und stimmlich ist Anna Netrebko aber ausgezeichnet! Und da sie auch noch so großartig aussieht, kann ich die Netrebkomanie schon auch ein wenig verstehen.
Das Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung von Clausio Abbado lässt nichts zu Wünschen übrig. Netrebko hat gesagt, dass sie sich bei diesem Orchester und Abbado so sicher fühlte, dass sie sich auch der großen Herausforderungen der Desdemona stellte.
Nicht nur für Netrebko-Fans ein Genuss!
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