Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr erschütternd und realistisch..., 9. Juli 2006
Einer der besten Filme, die ich bislang in diesem Jahr gesehen habe.
Die schauspielerische Leistung von Charlize Theron und Christina Ricci sowie die Tatsache, dass der Film auf wahre Begebenheiten basiert, machen ihn zu einem sehr bewegenden Film.
Alles beginnt ganz harmlos: Eine Prostituierte trifft ein junges Mädchen, die beiden verlieben sich... alles könnte so schön werden. Doch wie das Schicksal so spielt, möchte Aileen den Ausstieg aus der Sexszene schaffen, bekommt jedoch auf dem Arbeitsmarkt keine Chance und wendet sich wieder der Prostitution zu.
Als ein Mann versucht, sie beim Sexspiel umzubringen, greift Aileen zur Waffe und schießt- nicht zum letzten Mal in dem Film...
Wer die wahre Geschichte von Aileen Wuornos verfolgt hat, weiß, dass der Film den Weg der jungen Frau detailgetreu und wahrheitsnah nachzeichnet.
Keine ihrer Taten wird verharmlost, aber er wirft ein anderes Licht auf die Mörderin und zeigt so einen Blick auf eine verletzte Frau, die sich nach nichts anderem außer der großen Liebe sehnt.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vom Mensch zum Monster - eine moderne Tragödie, 6. September 2005
Psychothriller u.ä. sind Geschmackssache, aber dieser Film ist kein Psychothriller, sondern eine unter die Haut gehende Dokumentation, wie eine Person, die am Abgrund steht, den letzten Schritt geht. Am Anfang ist "das Monster" keineswegs ein Monster. Sie ist eine abgehärmte Frau, ausgenutzt und ohne festen Stand im Leben, die aber noch den Traum in sich trägt, ein "normales" Leben zu führen. Sie lernt die um viele Jahre jüngere Selby kennen und verliebt sich in sie. Für sie ist diese Liebe das Ticket in ein besseres Leben, sie schöpft daraus den Lebenswillen und die Kraft, mit ihrem bisherigen Leben zu brechen. Ganz anders sind Selbys Wünsche: Sie sieht die ältere Frau als die Möglichkeit, der Bevormundung ihrer Eltern zu entkommen und in den Genuss der lang erwarteten Freiheit der Erwachsenenwelt zu gelangen. Unerbittlich führen diese beiden unterschiedlichen Haltungen in das Desaster, nutzt Selby skrupelos die Ergebenheit Aileens aus, gerät Aileen immer tiefer in die psychische Abhängigkeit und tut schließlich alles, um die Liebe Selbys zu erhalten. Innerlich zerbricht sie, als sie von Selby kein Verständnis für ihre Situation nach dem Missbrauch und ihrem Mord im Affekt erhält, sondern nur noch mehr Forderungen. Die Geschichte erinnert an die klassischen Tragödien, die Charaktere haben nie die Chance, den Verlauf ins Gute zu wenden. In der Präzision der Darstellung ist dieser Film berückend, in seiner Komplexität zutiefst traurig. Einer der besten Filme, die ich gesehen habe, und alle Auszeichnungen wert.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Für Hollywood Verhältnisse Top Leistung...., 1. Oktober 2004
Man mag gar nicht glauben, dass dies eine Hollywood Produktion sein soll, soweit ab vom typischen Mainstream Kitsch....so wurde er jedenfalls vermarktet. Der Film basiert auf der wahren Geschichte der ersten amerikanischen Serienkillerin Aileen Wuornos, die dort in den Medien als eiskalte Killerin verschrien wurde. Patty Jenkins, die die andere Seite der Medallie zeigen wollte, hat sich mit diesem Vorhaben eine schwere Last aufgeladen. Wie soll man die Menschlichkeit einer Mörderin darstellen, ohne dabei ihre Taten zu verharmlosen ? Nun im Großen und Ganzen gelingt es P. Jenkins diese schwierige Aufgabe zu meistern. Sie schafft es teilweise, die Geschichte mit der nötigen Distanz, ohne Klischees, zu erzählen. Doch wird dem kritischen Zuschauer auch nicht der dezente amerikanische Einfluss entgehen. Der Film suggeriert nur (pseudo)psychologische Erklärungen ohne dabei seine Thesen wirklich zu untermauern. So wird die Kindheit von Aileen Wuornos geradezu im Schnelldurchgang abgespeist, wobei diese gerade die Grundlage für den Versuch bildet, die Täterin auch als Opfer darzustellen. Und hat man letztendlich keine Beweise um seine Position zu untermauern, bedient man sich der Liebe. Mit Liebe lässt so ziemlich jegliche Art von Verhalten erklären, und erspart somit einem, die weitere Suche nach anderen Motiven. Damit hat Patty Jenkins der Geschichte teilweise ihre Komplexität genommen und sich so wieder dem amerikanischem Filmstandard angenähert. (Weshalb es einen Stern Abzug gibt.) Auf jeden Fall ist die schauspielerische Leistung von Charlize Theron hervorzuheben, die hier eine Glanzleistung abgeliefert hat. Eine ebenfalls eindrucksvolle Leistung vollbringt Christina Ricci. Hut ab.... Fazit: Am Hollywood Maßstab gemessen ein gewagter und schonungsloser Film. Ein Film der auf jedenfall einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt, und sich somit auf keinen Fall für 'ne gemütliche Videorunde eignet.
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