Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach phantastisch, 26. Dezember 2004
Die Orffschen Monteverdi-Bearbeitungen verdichten das originale Material, dessen Affektivität für den an romantische Opern gewöhnten Hörer nicht so ohne weiteres erfahrbar ist. Rezitative, wie man sie von barocken Opern oder Oratorien gewohnt ist, gibt es nicht, alles ist arios ausgeführt. Der bezaubernde grazile Eindruck Monteverdis bleibt erhalten, der harte Duktus des Orffschen Personalstils ist nicht spürbar. Mit der Bestzung Prey/Popp/Wagemann/Ridderbusch unter dem Dirigat von Eichhorn ist die Aufnahme ein Fest der Vokalmusik. Carl Orff selbst tritt zu Beginn der Oper als Sprecher auf.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine große Bereicherung, 16. Februar 2007
Die Beliebtheit von Carmina Burana und die Präsenz vielfältiger Interpretationen dieses Kantatenwerkes weltlicher Gesänge hat scheinbar andere Schöpfungen von Carl Orff aus dem Blickfeld geraten lassen, die über besondere Qualitäten verfügen und mehr als nur das Augenmerk verdienen. Im Jahr 1972 wurde Orpheus aufgenommen, die Aufnahme wurde inzwischen nach technischer Restaurierung erneut aufgelegt. Die Titelpartie wird von Hermann Prey in solch einzigartiger Weise dargeboten, dass ohne Übertreibung von der Vollkommenheit einer Rolleninterpretation gesprochen werden kann. Hermann Prey hat die Liebe zu Eurydike, die dem Totenreich entrissen schien, aber dann doch endgültig im Schattenreich verloren gegangen ist, die Sehnsucht und Trauer sowie den Schmerz auf das Eindruckvollste und Glaubwürdigste, was das Musiktheater zu bieten hat, geschildert, ohne in eine falsche Rührseligkeit zu verfallen. Mit Fug und Recht kann von einer Meisterleistung der Gesangs- und Darstellungskunst gesprochen werden. Wer in seinen Empfindungen nicht abgestumpft und wessen Herz nicht erkaltet ist, muss in jeder Phase der Handlung auf das Tiefste berührt sein. Das Werk scheint den Organisationen entgangen zu sein, die für die Vergabe von Preisen zuständig sind, denn es müsste eigentlich mit Preisen überhäuft werden. Aufgrund einer gewissen Spezialität des Handlungsthemas ist natürlich die Erreichung einer besonderen Popularität sicherlich nicht einfach. In den weiteren Rollen (Eurydike, Botin und Wächter) singen Lucia Popp, Rose Wagemann und Karl Ridderbusch, die mehr oder weniger leichtere Aufgaben haben, aber in hervorragender Weise zum Gelingen dieses Werkes ebenso beitragen, wie der Chor des Bayerischen Rundfunks unter Heinz Mende und das Münchner Rundfunkorchester unter Kurt Eichhorn. Von Carl Orff selbst, der nach der musikalischen Einleitung eine kurze Sprecherrolle hat, wurde die Aufnahme autorisiert.
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4.0 von 5 Sternen
Die einzige erhältliche Aufnahme - und dennoch perfekt. Als LP., 15. Mai 2009
Diese Aufnahme des Orff'schen Orpheus - das einzige Jugendwerk, das Orff, statt es zu vernichten, gleich dreimal überarbeitet hat, ist einzigartig. Und zwar nicht nur, weil es keine Konkurrenzaufnahme gibt, sondern auch, weil die Interpretation einfach großartig ist. Prey in Höchstform - und der Rest von Ensemble und Orchester stehen ihm in nichts nach.
Der Wermutstropfen: Der überarbeiteten CD-Version fehlt es gegenüber der alten LP-Fassung ein wenig an Charakter, analog ist Prey noch einmal so freudig, betrübt und überzeugend. Dafür hört man auf der LP den "Vorhall" lauter Stellen von der Bandkopie. Diese sind in der Überarbeitung aber leider nur gestrichen statt gefiltert, d.h. die insbesondere im 3. Satz dramaturgisch notwendigen Pausen sind kürzer - und damit ohne Effekt.
Deshalb höre ich lieber weiterhin die schon ziemlich betagte analoge Fassung der gleichen Aufnahme. Für alle, die das Werk neu entdecken, heisst es aber: Trotz Überarbeitung unbedingt reinhören und zugreifen.
Was wünscht sich der Mensch? Eine einwandfreie Überarbeitung, gepresst als hochwertigste LP. Die darf dann auch gerne etwas teurer sein.
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