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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Auf der Suche nach Fox Mulder, 8. April 2006
In der 8. Staffel veränderte sich vieles im "Akte-X"-Universum: Fox Mulder ist verschwunden, vermutlich von Außerirdischen entführt, Dana Scully hat sich zur Gläubigen gewandelt und erwartet mysteriöserweise ein Kind, A.D. Skinner unterstützt Scully bei ihrer Suche nach Mulder, während der neue Deputy Director Kersh den Helden das Leben schwer macht. Mit Robert Patrick als Agent John Doggett kommt zudem ein neuer Hauptdarsteller ins Spiel. Der skeptische Doggett soll zunächst Mulder wiederfinden, wird dann aber Scullys neuer Partner. Nach der streckenweise eher langweiligen oder in Selbstparodie versumpften 7. Staffel besannen sich Carter und Co. wieder auf die düsteren und atmosphärischen Anfänge der Serie. Das Unheimliche bahnte sich wieder seinen Weg und machte viele Folgen der 8. Staffel zu einem echten Genuß.Die Mythologie wird in diesem Jahr natürlich von Mulders Entführung bestimmt, wobei schon die äußerst dynamische Doppelfolge "Verschwunden" / "Gibson Praise" mit einigen Überraschungen aufwarten kann. "Der Seelenesser" reicht in die Wochen vor Mulders Entführung zurück und erzählt eine Art "vergessenes" Kapitel der Vorgeschichte. In "Frucht des Leibes" wird Scully Teil eines ausgeklügelten Experiments, das ihre Schwangerschaft erklären könnte. In der spannenden, wenn auch leider nicht allzu logischen Trilogie "Es ist zu spät" / "Lebendig tot" / "Drei Worte" kehrt Mulder unverhofft zurück, während Scully sich durch ihre Schwangerschaft weitestgehend ins Private zurückziehen muß. Mulder und Doggett haben noch schwierigere Probleme miteinander zu bewältigen, aber Doggett wird durch die Einblicke in das Übernatürliche allmählich zu einem echten X-Akten-Ermittler. In "Sie kommen" bekommt er es mit Mulder sogar mit dem schwarzen Öl zu tun, das seit der 6. Staffel keine Erwähnung mehr gefunden hatte. Das Finale der 8. Staffel in der Doppelfolge "Einer von vielen" / "William", das in der Geburt von Scullys Baby gipfelt, bietet sogar noch einmal eine Spannung, die vielen Mythologie-Folgen der vorangegangenen Staffeln gefehlt hat. Die "Monster der Woche" überzeugen auch nicht immer, allerdings finden sich genug spannende und unheimliche Geschichten: In "Gesteinigt" verschlägt es Scully in ein mysteriöses Dorf in der Wüste, dessen Bewohner ein bizarres Geheimnis verbergen. "Billy" erzählt die Geschichte der Entführung eines 7-Jährigen, der 10 Jahre später unverhofft zurückkehrt ... nicht einen Tag gealtert! "Rückwärts" erzählt die Geschichte eines Freundes von Doggett, der Tag für Tag in der Zeit zurückzureisen scheint. "Via Negativa" erweist sich als wahrer Alptraum im Stil eines David Lynch. "Underground" präsentiert sich als Variation der typischen "Akte-X"-Parasiten-Geschichten. "Feuer und Asche" konzentriert sich auf eine Geschichte um die Natur des Bösen, in der die in "Es ist zu spät" eingeführte Agentin Monica Reyes eine Schlüsselrolle spielt. "Augenlicht" kombiniert effektvoll eine Horrorgeschichte mit Mulders lakonischem Humor. Überhaupt gibt es in dieser 8. Staffel nur wenig zu lachen, allerdings ist diese Rückkehr zum Stil vergangener Jahre überaus willkommen. Was dem Team Doggett und Scully jedoch eindeutig fehlt, ist die Fähigkeit Mulders, zu jedem unerklärbaren Ereignis eine mögliche Erklärung zu finden. In vielen Fällen bleiben die Vorgänge unerklärt, was zumindest gewöhnungsbedürftig ist. Allerdings bringt Robert Patrick genug frischen Wind und Energie in die Serie, um dieses Manko auszugleichen. Die Autoren - mit den Neuzugängen Greg Walker und Steven Maeda - taten jedoch ihr bestes, um die Abwesenheit Mulders durch gute Geschichten auszugleichen. Einige der 21 Folgen werden aber auch durch Patricks Energie nicht besser: "Klauen und Zähne" ist echtes einfallsloses 08/15-"Akte X" und das geschmacklose "Hier und nicht hier" verleiht dem Begriff Arschkriecher sogar eine neue Dimension. Die DVD-Box enthält wie schon die vorangegangenen wieder eine Dokumentation, geschnittene Szenen, Werbespots, Audiokommentare und Erläuterungen zu Spezialeffekten, sowie Profile über Alex Krycek, Gibson Praise und John Doggett. Ein bizarrer Fehler im Begleitheft der Box stellt die falsche Reihenfolge der Episoden dar. Wer also wissen will, welche Folge auf welcher DVD zu finden ist, muß die Auflistung auf der Box selbst verwenden. Die Vorspänne von "Hier und nicht hier" und "Lebendig tot" wurden vertauscht (bezüglich Duchovnys Beteiligung) und der Vorspann von "Sie kommen" läuft zu schnell ab, wobei die dabei entstandene "Lücke" durch die ersten Bilder von "Gibson Praise" gefüllt wird. Diese Produktionsfehler der DVD stören zwar nicht allzu sehr, ärgerlich weil vermeidbar sind sie trotzdem. Trotz gravierender Logikprobleme in der Mythologie, Duchovnys "Teilausstieg" und der gewöhnungsbedürftigen neuen Hauptfigur Doggett macht auch die 8. Staffel viel Spaß und hätte das (beinahe) perfekte Ende der Serie abgegeben. Schließlich bietet das Ende von "William" einen versöhnlichen Abschluß, der trotz allem die Bühne für einen weiteren Spielfilm hätte bereiten können. Einiger mißlungener Folgen zum Trotz ist dies eine noch recht überzeugende "Akte-X"-Staffel.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist..., 2. März 2004
Von Ein Kunde
..., denn das Staffelfinale der guten 8 Season ist das beste der gesamten Show. Es ist erstaunlich was Chris Carter & Co im achten Jahr noch alles auf die Beine gestellt haben. Weniger Comedie als in Season 6+7, dafür wieder mehr Mysterie wie in den früheren Staffeln. Das übergeordnete Thema der Season hätte auch heissen können: "Auf der Suche nach Mr. Mulder".Ersatzmann Doggett hat den wohl denkwürdigsten Einstand in der Show und schlägt sich auch den Rest der Staffel recht wacker. Allerdings werden eingefleischte Fans ein wenig wehmütig an die gemeinsamen Zeiten von Scully und Mulder zurückdenken, was nur gegen Ende der Staffel vorkommt. Die Chemie zwischen den beiden stimmte einfach und machte einen grossen Teil der Faszination der Show aus. Gerade daran dürfte auch die 9. Staffel gelitten haben. Mulder: überhaupt nicht mehr dabei, Scully: Mutter und Nebendarstellerin, Doggett+Reyes bemüht, aber letztendlich erfolglos. Um auf die Einleitung zurückzukommen, die 8. Staffel wäre das bessere Ende der Show gewesen, denn hier wurde trotz der Veränderungen innerhalb der Show noch mal alles aufgeboten. Die DVD Features unterscheiden sich nicht von den bisherigen Staffeln und sind eher bescheiden. Vergleichbare Staffelboxen (Star Trek: The Next Generation, Star Trek: Deep Space Nine) bieten einiges mehr an Bonusmaterial. Für Fans ein Muss (für manchen eventuell auch nur zur Vervollständigung der Season-Sammlung), für Genreliebhaber eine eindeutige Kaufempfehlung.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Alle negativ-Erwartungen wurden enttäuscht, 22. Januar 2005
nachdem ich das grosse Finale der gesamten Serie gesehen hatte (Die Wahrheit 1 und 2) hatte ich mir von den Doggett-Reyes Folgen wenig erwartet. Umso überraschter war ich, als ich die ersten Folgen von Staffel 8 anschaute. Dogett ist erstaunlich trickreich eingeführt - er ist keineswegs ein "Ersatz" für Mulder (denn den kann es gar nicht geben, genausowenig wie Old Firehand ein Ersatz für Winnetou wäre), sondern eine eigenständige Persönlichkeit, die sich mit Engagement und viel Einfühlungsvermögen einbringt. War Mulder mehr der selbstironische und selbstzweifelnde Idealist, der stets gegen die Windmühlen der Ignoranz als auch gegen die notorische Skepsis seiner Partnerin Scully zu kämpfen hatte; ein absolut untypischer 'Agent', der seine Fälle mehr mit Intuition und Phantasie zu lösen pflegte (sofern von Lösungen überhaupt die Rede sein kann), so überzeugt Dogett als eine toughe, herzliche und tiefsinnige Figur. Er redet nicht besonders viel, sondern drückt sehr viel Herz und Mut, aber auch Nachdenklichkeit allein durch seine gemeisselte Mimik aus. Ein brillianter Schauspieler, von weitaus höherem Können als Duchovny! Die Chemie zwischen der Figur Scully ist eine ganz besondere: kein verschwiegenes Techtelmechtel, keine Agape, die Liebe aus Freundschaft wachsen lässt, sondern eine echte Kameradschaft, ein Füreinander-Einstehen aus selbstverständlichem Lebensprinzip. Und: die Spannung hat sich nun gedreht, ein genialer Schachzug, denn nun ist Scully die Gläubige und Doggett muss konvertiert werden. Verblüffungseffekte am laufenden Band - ein zunächst smarter und vom Leben gehärteter Agent gerät an den Rand seines Fassungsvermögens. Das kommt noch spassiger daher, als die schleichende Missionierung einer wissenschaftlich denkenden Ärztin. Also: auch wenn ich Mulder als Figur wirklich liebe (allein sein Wortwitz ist unschlagbar) so macht mir Dogett als Actionfigur doch eine Menge Spass. Diese Staffel lohnt sich absolut für jeden Fan. Bei der neunten hört der Spass leider langsam aber sicher auf...
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