Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich auch mit englischer Tonspur, 17. Mai 2004
Als Extra findet sich ein wirklich gutes "Making of" auf der DVD, das Terry Gilliam selbst während der Dreharbeiten in Auftrag gegeben hatte und so das wirkliche "Making of 12 Monkeys" zeigt, keine Beweihräucherung seitens der Stars, wieviel Spasss (mit 3 "s") sie beim Dreh hatten und wie wundervoll doch der Regisseur ist. NEIN, diese 90 minütige Dokumentation (übrigens deutsch synchronisiert, wo nötig) zeigt den Dreh, wie er wohl wirklich war, die Akribie des Regisseurs, Meinungsverschiedenheiten, Probleme beim Dreh, Fehleinschätzungen, Sarkasmus und was so alles passieren kann, wenn man auch schonmal den Überblick verliert. Ich wünschte, Making of's würden immer ihrem Namen so gerecht werden, wie hier. Zum Film: Wer den Film noch nicht kennt, dem sei nur soviel gesagt: 12 Monkeys ist ein düsterer Zeitreise-Science-Fiction Film im Stile von "Brazil" oder "König der Fischer", in dem Bruce Willis mal nicht in "Stirb Langsam" Manier alles fest im Griff hat und wo ihm auch schon mal der Sabber aus dem Mund läuft, weil er in einer psychiatrischen Klinik mit Medikamenten vollgepumpt wurde. Er schlägt sich durch ein logisches und vielleicht erst beim zweiten oder dritten Sehen überall nachvollziehbares dramatisches Zeitreiseabenteuer, indem aufgrund der Story das Essen einer Spinne durchaus Sinn macht. Brad Pitt liefert in seiner manisch hyperaktiven Rolle eine abstossende aber oscarreife Leistung. Wer auch die Skurrilität Terry Gilliams mag, kommt an diesem Film nicht vorbei. Helden sind bei Terry Gilliam meistens diejenigen, die trotz aller Widrigkeiten und psychologischen Barrieren verzweifelt versuchen, ihren Weg weiter zu gehen, bis zur letzten Konsequenz. 5 STERNE
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kunst oder Kommerz, frei oder unfrei ?, 28. November 2006
Der Film "Twelve Monkeys" ist 1995 entstanden und basiert auf dem Kurzfilm "La Jetée" (deutscher Titel: Am Rande des Rollfelds), den Chris Marker 1962 während des Kalten Krieges gedreht hatte. Markers Film handelt von einem Mann, der nach dem dritten Weltkrieg mit Hilfe einer Zeitmaschine in die Vergangenheit geschickt wird, um Lebensmittel und Gebrauchsgüter aus der Zeit vor dem Krieg zu beschaffen. Dabei verliebt er sich und möchte nicht mehr in die trostlose Zukunft zurückkehren. Der Film ist nur 26 Minuten lang und besteht visuell nur aus einer Folge von Standbildern in schwarz/weiss.
David Peoples, Drehbuchautor von Filmen wie "Blade Runner" und "Erbarmungslos", hat Anfang der Neunziger mit seiner Frau Janet das Script zu "Twelve Monkeys" geschrieben, bei dem ihm "La Jetee" als Inspirationsquelle gedient hat. Dem Regisseur Terry Gilliam ("Brothers Grimm", "Brazil") gefiel das Drehbuch auf Anhieb und realisierte den Film.
Handlung: Im Gegensatz zu dem Kurzfilm spielt "Twelve Monkeys" nach einer biologischen Katastrophe im Jahr 2035. Ein geheimnisvoller Virus hat mehr als fünf Milliarden Menschen in den Jahren 1996/97 dahingerafft. Die Überlebenden haben sich unter die Erdoberfläche zurückgezogen und leben nun seit über 30 Jahren im Untergrund. Die von einer immer wiederkehrenden Kindheitserinnerung albträumende Haupfigur James Cole (Bruce Willis), ein Strafgefangener in einem der unterirdischen Gefängnisse, soll mit Hilfe einer Zeitmaschine in das Jahr 1996 geschickt werden, damit er Informationen über den Virus sammeln kann. Wissenschaftler wollen mit Hilfe dieser Informationen ein mögliches Gegenmittel entwickeln. Als er bei seiner Reise in der Vergangenheit der Psychiaterin Kathryn Railly (Madeleine Stowe) begegnet, verliebt er sich in sie. Er findet heraus, dass die Freisetzung des Virus im Zusammenhang mit Jeffrey Goines (Brad Pitt) steht, welcher der Anführer einer radikalen Umweltgruppe namens "Twelve Monkeys" ist. Cole wird auf seinen Reisen in die Vergangenheit immer süchtiger nach dieser Epoche und möchte nicht mehr in die menschenfeindliche Zukunft zurückkehren.
Gilliam stellt die Umgebung des Jahres 2035 auf sehr bizarre und abstruse Weise dar. Die Gerätschaften, die die Menschen benutzen, scheinen direkt aus einem Albtraum zu stammen. Die Farben, die der Kameramann verwendet, sind überwiegend schmutzig-braun sowie gelb und rostfarben. Die Vergangenheit der Neunziger wird dagegen in einem Blau-Ton gehalten, der im Gegensatz zur Zukunft die saubere Luft assoziieren soll.
Auch in der Vergangenheit wird James Cole von den Behörden gejagt, die ihn für verrückt halten und ihn zunächst erfolgreich in eine Psychiatrie einsperren. So verliert James immer mehr den Boden unter den Füßen. Schließlich ist er soweit, dass er nicht mehr weiss, ob er nicht vielleicht doch gestört ist und es in Wirklichkeit gar keine Virus-Infektionen gegeben hat und er sich das alles nur einbildet. Erst gegen Ende des Films erkennt er, dass er sich nicht gegen seine Bestimmung auflehnen kann und in dem Moment, wo sich sein Schicksal erfüllt, erfaßt er die Bedeutung seiner Kindheitserinnerung, was schließlich zu seiner Erlösung führt.
Die Aussage des Films ist, dass kein Mensch wirklich frei ist. Wahre Freiheit ist unerreichbar. Auch die Zeit zwängt uns in ein starres Korsett, aus dem es kein Entrinnen gibt. Nur in unserer Phantasie können wir uns selbst verwirklichen, ansonsten sind wir, genau wie der bemitleidenswerte Protagonist James Cole, einem totalitären System aus Zeit, Umwelt und menschlicher Politik ausgeliefert.
Bonusmaterial: Auf der DVD befindet sich eine interessante Dokumentation zu den Dreharbeiten, die Gilliam eigens produzieren ließ, um den Reifeprozess des Projektes zu dokumentieren. Der Titel lautet der "Der Hamster-Faktor" und spielt auf Gilliams Perfektionismus beim Filmemachen an. Wohltuend bei diesem MakingOf ist, dass es sehr offen auf den Produktions-Prozess der Filmentstehung eingeht und dabei Hollywood als rein auf Gewinn orientiertes System entlarvt.
Fazit: Kunst oder Kommerz? Dieser Film ist beides! Terry Gilliam ist meines Erachtens sein bester Film gelungen. Durch die gelungene Symbiose von Anspruch und Unterhaltung ist "Twelve Monkeys" ein Meilenstein des fantastischen Films. Vielleicht der beste Film zum Thema Zeitreisen überhaupt.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
gute Science-Fiction mit vielen Anspielungen, 2. März 2006
° ´12 Monkeys´ ist einer der genialsten Science-Fiction-Thriller mit Realitätsbezug. Im Jahr 2035 leben die Menschen unter der Erde, aus Angst vor Viren. Bereits 1996 wurden Milliarden von einer Virus-Pandemie dahingerafft, deren Ursache noch immer unklar ist. Also schicken Wissenschaftler einen ´Freiwilligen´, den Strafgefangenen James Cole, zurück ins Jahr 1996. Der jedoch landet im Jahr 1990, wo man ihn mit seiner Geschichte kurzerhand für verrückt erklärt und in die Psychiatrie einliefert. Coleman selbst zweifelt zwischendurch selbst an seinem Wissen um die Zukunft und seinen eigenen Geisteszustand. Der Rufer in der Dunkelheit eben. Dennoch erfährt er von der ´Armee der 12 Monkeys´, vermutet dahinter die Urheber der Viruspandemie und wird ins Jahr 2035 zurückgeholt. Um mehr über diese Armee herauszufinden geht’s erneut zurück, irrtümlicherweise doch erstmal ins Gewirr des 1. Weltkriegs, dann nach 1996. …. Viele Zeitsprünge also, die für Verwirrung sorgen und erst am Ende zusammenkommen zu einem überraschenden Ausgang. Einfach ist ´12 Monkeys´ sicher nicht, Anspielungen auf mögliche Gefahren der Gentechnik und diesbezüglich gern überhörte Warner gibt’s zur Genüge. Das Thema Zeitreisen spielt natürlich auch eine Rolle und inwiefern der Lauf der Geschichte denn wirklich veränderbar ist. Anspruchsvolle Science-Fiction also mit einem absolut genial überzeugenden Bruce Willis und einem fast genauso guten Brad Pitt. Absolut sehenswert!!!~
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