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42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Großes Kino mit gutem Mix aus Nostlagie & Melancholie, 19. September 2003
Seit ich diesen Film gesehen haben, weiß ich mit Sicherheit. Das Deutsche Kino lebt, und es braucht sich nicht vor Hollywood zu verstecken. Denn ein guter Film glänzt nicht durch die Spezial Effekte, und durch ein großen Buget, sondern in erster Linie durch ein gutes Drehbuch. Dieses muss ein leidenschaftlicher und begnadeter Regisseur mit Phantasie und Einfühlungsvermögen umsetzen. Sind dann auch noch die Schauspieler mit Freude und Spielwitz dabei, sorgt der Schnitt, die gute Musik für den Erfolg. All das kommt in "Good bye Lenin" zusammen. Der Zusammenbruch der DDR und die Wiedervereinigung in einer genialen Weise anders wiedergegeben. Hier in diesem Film wurde die wende auf sympathische Weise vollzogen, auf eine sehr mitfühlende Weise. Der Film ist sehr "Art-Verwandt" mit der "Fabelhaften Welt der Amelie". Besonders die schön untermalte träumerische Klaviermusik hat mich stark an Amalie erinnert. Nur, muß denn in den ersten 10 Min. so viel geraucht werden, um die Zigarettenindustrie happy zu machen. Ich hoffe, dass solch gute „Directors", wie hier der Wolfgang Becker, es nicht mehr nötig haben von solch einer "ungesunden" Lobby gesponsert zu werden. Der Film bekommt unter anderem, wegen dieses Punktes "nur" 4 von 5 möglichen Punkten, und zweiten, etwas mehr "Witz" und Leichtigkeit hätte der manchmal doch in die Tragik "abrutschenden" Story gut getan! Nichts desto trotz: Der Film gehört zu den besseren, und überragt mit seiner kreativen Geschichte die effektprotzenden Filme aus den "States"!. Für mich die positive Filmüberraschung der letzten 2 Jahre.
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52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Großes Kino, das Unterrichtsstoff sein sollte....., 7. Mai 2003
Das habe ich noch nie, wirklich noch nie erlebt, dass ein vollbesetztes Kino bis zum letzten Wort des Abspanns, bis zum letzten Ton der Filmmusik wie versteinert sitzen blieb. Mich selbst hat der Film so tief angerührt, so authentisch zurückversetzt, dass ich meine Gefühle nicht ordnen konnte - aber warum auch? Gerade dieser Zustand, sich eben nicht unter Kontrolle zu haben, haben zu müssen, seinen Gefühlen freien Lauf lassen zu können, habe ich seit der Wende vermisst. Nun gut, da mag es Widerworte geben, von wegen DDR Staatsreglementierung und so - egal, ich rede von mir und noch nie hat es ein Film geschafft, mich so tief anzurühren. Ich wollte diesen Film nicht sehen, hatte mich gesperrt, aufgrund der oberflächlich albernen Auswahl von Szenen im Trailer und der Befürchtung, wieder so ein dümmliches Machwerk, wie Sonennallee vorgesetzt zu bekommen (ich weiss, wie erfolgreich der Film war, aber mich, als Ostberliner, der selbst stundenlange verzweifelte Spaziergänge entlang der Mauer hinter sich hat, der das Gefühl von eingesperrtsein nur zu genau kennt, hat er nur schockiert). - Doch wie so oft hatte auch dieser Film - zum Glück - viel viel mehr zu bieten, als es die Trailer-Produzenten zu zeigen wagten. Ich kann nur Danke sagen, Danke für so einen wertvollen Film, der es geschafft hat Erinnerungen, die weh und gut tun, so authentisch wachzurufen. Sollte ich es eines Tages wirklich schaffen, meinen Traum verwirklichen zu können, selbst einen Film zu drehen, sind die Darsteller in Good Bye Lenin, meine allererste Wahl. Hochachtung!
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Charmante Tragikkomödie, 4. November 2006
Eine Frau (Karin Sass) liegt im Koma, während sich um sie herum die Welt verändert. Es ist die Zeit der Wende. Nichts bleibt so wie es war. Die Mauer fällt, Regierungen kommen und gehen, der Westen zieht ins Land, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Als sie nach acht Monaten aufwacht, stehen ihre Kinder Alex (Daniel Brühl) und Ariane (Maria Simon) vor einem großen Problem. Schon die kleinste Aufregung kann für ihre herzkranke Mutter tödlich sein. Kurzerhand lassen sie die DDR in der mütterlichen Wohnung aus Ruinen wiederauferstehen.
Es ist ein Vergnügen der Inszenierung dieses originellen Szenarios beizuwohnen. Während ehemalige DDR-Bürger einen nostalgischen Blick zurück auf längst untergegangenen DDR-Produkte, sei es Möbel, Bücher, Bilder, Lebensmittel werfen können, öffnet sich dem nicht kundigen Rest eine deutsche Parallelwelt, voller exotischer Eigentümlichkeiten, zu der auch Pionierlieder und Eingaben zählen. Indem Wolfgang Becker seinen Protagonisten Alex vor immer neuen Problemen stellt, macht er sich auf eine liebevolle Weise lustig über den Alltag in der DDR. Sei es der Mangel an bestimmten Gegenstände oder Widersprüche des Staatsapparates.
Zugleich zeichnet Becker die Rasanz nach, mit der sich das Leben in der Wende für die Bürger der DDR änderte, während der Westen gespannt vor den Fernsehern die Änderungen verfolgte. Anhand des Mikrokosmos einer Wohngemeinschaft wird deutlich, welch entscheidender Lebenseinschnitt jene Monate für viele waren. Über Nacht änderten sich Lebensentwürfe, nicht immer zum Vorteil, besonders in beruflicher Hinsicht. Alte Gewohnheiten wurden eingestellt, viele neue Regeln mussten gelernt werden, manche ideologische Utopie aufgegeben werden. Die einen konnten sich mit der neuen Situation besser arrangieren, andere dagegen weniger.
Anhand der Figur der Mutter zeigt Becker aber auch, wie Menschen in der DDR versucht haben mit Beharrlichkeit und von Innen heraus zu reformieren und sei es durch das Verfassen humorvoller Eingaben.
Zahlreiche eingefügte Filmdokumente dienen als zeitlicher Orientierungskompass.
Es ist die Liebe Alex zu seiner Mutter, die im Sommer 1990 ein kleines Stück DDR am Leben lässt. Im Laufe der Zeit verselbstständigt sich seine Farce immer mehr. Am Ende steht dass Bild einer DDR, wie Alex sie gerne gesehen bzw. für seine Mutter gewünscht hätte.
"Good Bye, Lenin" ist eine charmante, sehenswerte Tragikkomödie über die Zeit des Umbruchs in der DDR, die durch eine erstklassige Besetzung besticht, allen voran Karin Sass und Daniel Brühl.
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