Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Film=Buch! Klasse!, 4. August 2006
Der Film ist schon deshalb sehr gut, weil er sich sehr an die Buchvorlage von Bret Easton Ellis hält und die verworrenen Handlungsstränge fast 1:1 übernimmt. Wenn man ein Freund von den Ellis Büchern ist, sollte man sich den Film unbedingt zu Gemüte führen, denn hier werden nicht wichtige Teile des Buches rausgekürzt(American Psycho) oder die gesamte Geschichte total verfremdet und mit schmierigen Hollywoodkitsch verziert(Unter Null). Allein die Szene wie Victor durch Europa reist ist es Wert den Film anzuschauen. Wer allerdings aufgrund des Dawson Creek´s Schauspielers einen vergnüglichen, romantischen College Film erwartet, sollte lieber die Finger hiervon lassen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Mensch wird niemals einen anderen Menschen wirklich kennen..., 30. März 2009
...so ähnlich leutet wohl die zentrale Aussage dieses sehr speziellen Filmes.
Die Handlung:
Paul Denton fühlt sich zu Sean Bateman hingezogen. Dessen Signale interpretiert er nach seinem Geschmack, und merkt so nicht, dass er keine Chance hat. Sean Bateman (Bruder von Patrick Bateman - der Figur aus einem anderen Ellis-Roman namens "American Psycho") steht in Sachen Gefühlslosigkeit seinem Bruder in nichts nach und ist ständig auf der Suche nach "Frischfleisch". Er bezeichnet sich selbst als emotionalen Vampir, wobei es ihn aber magisch zu Lauren Hynde hinzieht...vor allem, weil diese noch Jungfrau ist, und ihn deren Unschuld fasziniert. Er glaubt auch, immer wieder von ihr Liebesbriefe zu erhalten, welche mit violettem Papier, silbernem Glitzer und Parfüm nicht geizen. Lauren Hynde wiederum wäre zwar an Sean Bateman interessiert, vermisst aber ihren (Ex-?) Freund Victor, welcher zur Zeit - ohne dass sie es weiss - mit halb Europa vögelt...
Wie das ganze ausgeht?
Dies verrät uns Lauren bereits in den ersten Sekunden des Filmes, welcher auch gleich das Ende darstellt:
"It's a story that might bore you, but you don't have to listen, because I always knew it was going to be like that."
Review:
Wir befinden uns in dem Mikrokosmos einer x-beliebigen US-Highschool...nur dass dort niemand etwas von einem Musical wissen will:
Hier regiert alleine der Drang nach SEX, DRUGS & ROCK'N'ROLL - jedenfalls wird dies so immer wieder von den Figuren propagiert...und auch vorgelebt.
Was erwartet man für Entwicklungen innerhalb eines Filmes, welcher diese zutiefst instinktiven Bedürfnisse so drastisch wie möglich darstellt?
Viel Sex? Check!
Drogenmissbrauch? Check!
Wechselnde Partner? Check!
Der gelegentliche BloJob für bessere Noten? Check!
Betrügereien? Check!
Liebeskummer? Check!
Selbstmord? Check!
Gewalt und Schlägereien? Check!
Dann fragen wir mal anders herum:
Gibt es erfreuliche Dinge in diesem Film?
Höchstens die Erkenntnis, dass man selbst sehr viel anders als die Menschen im Film ist...doch halt! Sind wir das wirklich? Oder reden wir uns das nur ein?
Gelegenheit macht bekanntlich Liebe. In der heutigen Zeit kann man aber sehr wohl auch die LIEBE durch SEX ersetzen, denn in einer verrohenden Konsumgesellschaft können immer weniger Menschen "NEIN" sagen. Das wandelt diese Täter zwar noch lange nicht in Opfer, doch verändert es die Sichtweise auf diese Dinge doch erheblich.
So könnte ich von Punkt zu Punkt immer weiter sinnieren, was irgendwann zwangsläufig in einem heillosen Durcheinander an Eindrücken und Aussagen enden würde.
Genau dieser aus der Geschichte resultierende Umstand wird von Regisseur Roger Avary stark unterstrichen:
Gleich zu Beginn erleben wir ein Wechselspiel zwischen vorwärts und rückwärts ablaufenden Szenen. Immer wieder wird im Verlauf des Filmes auf dieses Mittel zurückgegriffen, was das Ganze zumindest schon einmal recht interessant wirken lässt. Allerdings gibt es auch Momente, in denen dies auch übertrieben wird, und als Zuschauer ist man deswegen nicht immer sicher, WANN man sich jetzt befindet. Am Ende geht das Spiel jedoch wieder komplett auf, und man hat ein vollständiges Gesamtbild vor Augen, welches sich nun setzen und seine Wirkung entfalten muss (hätte ich den Film gleich im Anschluss bewertet, wären nicht mehr als 3/5 Sternen drin gelegen...ich brauchte ein paar Tage, um mir einen Reim auf das Gesehene zu machen, und mit jedem Gedanken wuchs auch die Überzeugung etwas Spezielles gesehen zu haben).
Sehr schön fand ich auch die vereinzelten Kameraspielchen, als in einer Szene zum Beispiel Lauren und Sean im Gang auf einander zu gehen: erst ein Wechsel zwischen den beiden, dann ein Split-Screen als sie miteinander reden, bevor beide Kameras sich so zueinander drehen, dass ein einziges Bild entsteht. Das ist zwar nicht absolut innovativ, doch hatte ich das so noch nie gesehen und es passte sehr gut zur Szene. Dazu dann noch kleine Details, wie eine Schneeflocke, welche auf einer Wange landet und sich in eine Träne verwandelt - was auch wieder optimal in den Kontext passte - einfach schön, ohne dass es um schöne Dinge gehen würde.
Auch die Darsteller wissen allesamt zu überzeugen und bringen ihre zerissenen Charaktere sehr glaubhaft auf den Bildschirm.
Alles in allem ist dies ein ziemlich sinnloser Film...doch genau darum geht es:
Das sinnlose Leben der Protagonisten, welche aus sinnlosen Gründen sinnlosen Dingen hinterherrennen und dabei das Wesentliche vollkommen ausser Acht lassen. So kann es sein, dass ein erfolgreicher Selbstmord kaum Reaktionen hervorruft, ein Misslungener dafür umso mehr...zumindest gemessen an dem, was dem Zuschauer gezeigt wird.
Einer der Höhepunkte ist die Montage gegen Schluss, in welcher wir den kompletten Europa-Aufenthalt von Victor im Zeitraffer zu sehen bekommen. Diese wirft den Zuschauer zuerst komplett aus dem Film raus, überrollt ihn, um ihn danach irgendwo zwischen Lachen und Weinen zurückzulassen...und während die letzten Wendungen über einen hereinprasseln, ist man selbst inzwischen dermassen verroht worden, dass man sich erst wieder ausnüchtern muss, um das Ganze richtig interpretieren zu können.
Ein paar kleinere Abzüge muss ich dennoch machen, da der Film kaum Überraschungen bietet und es nicht immer einfach ist, am Ball zu bleiben...und schlussendlich bietet er für meinen Geschmack zu typische Charaktere, die man fast so erwartet. Im Gegensatz dazu stehen dann wieder sehr nette und funktionierende Regie-Spielchen, und eine der eindrücklichsten Selbsmordszenen überhaupt. Aber wie gesagt: gleich nach dem Film habe ich mich nur gefragt, was das denn nun sollte...jetzt sehe ich mehr...aber ob ich mir den Film jemals wieder ansehen werde? Time will tell...
Von mir gibt es für diese vielen Eindrücke jedenfalls gute 4 von 5 Sternen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Einmal anders, 29. Juni 2004
Die Story des Films ist meiner Meinung nach relativ seicht. Eine Story wie es sie schon oft gegeben hat: US College -> Drogen, Sex, Alkohol und Beziehungsprobleme. Doch in diesem Film wird diese Story nicht einfach abgespielt sondern auf sehr interessante Weise aufbereitet. Es läuft nicht alles ganz chronologisch ab (aber auch nicht so extrem wie bei Memento :-) ) und Szenen werden rückwerts abgespielt. Weiters gibt es ziemlich coole Dialoge bzw. Gedanken (v.a. von Sean). Das ganze ist mit einer kreativen Kameraführung und guter Filmmusik vermischt. Für mich ist es ein super Film der sich trotz seiner eigentlich Schlichten Story eindeutig von einem 0815 Film abhebt -> auf jeden Fall empfehlenswert
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