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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ein gamesweplay.de Tipp, 20. März 2004
Haltbarkeit:3.0 von 5 Sternen Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen
Erstmals hat sich ein großer Verlag an eine ganz besondere Aufgabe herangewagt: aus einem strategischen Computerspiel ein Brettspiel zu machen. Klaus Teuber, der Star-Autor des Hauses Kosmos, hat das PC-Spiel Anno 1503 auf das Brett gebracht. Klaus Teuber hat das Spiel in nur wenigen Monaten bis zur Produktionsreife entwickelt. Dabei hat er auf seinen Mega-Seller Die Siedler von Catan an einzelnen Punkten zurückgreifen können, obwohl Anno 1503 ein völlig anderes Entwicklungsspiel ist. Der Start ist ähnlich wie bei den Siedlern. Eine SpielerIn würfelt, und das Würfelergebnis zählt für alle. Jede SpielerIn hat mehrere Produktionsstätten, die bei einer bestimmten Würfelzahl aktiviert werden. So bekommen die SpielerInnen unterschiedliche Warenkärtchen: Holz, Bausteine, Tuch oder Werkzeug. Bei Anno 1503 findet der Handel nicht zwischen den SpielerInnen statt. Sondern ich handele mit dem Pionier und dem Siedler, welche sich auf meiner Insel angesiedelt haben. Meine Inselbewohner kaufen meine Rohstoffe, für die sie Gold bezahlen. Und für dieses Gold kann ich wiederum beliebige Handelswaren kaufen. Ziel ist es, meine Insel so weit zu entwickeln, dass ich letztlich drei Siegpunkte habe. Fünf Möglichkeiten gibt es, an Siegpunkte zu kommen: - Ich habe 30 Stück Gold gesammelt. - Ich drei meiner Inselbewohner zu Kaufleuten gemacht. Das geschieht, in dem ich aus einem Pionier gegen Bezahlung einer bestimmten Warenkombination einen Siedler mache, daraus anschließend einen Bürger und zum Schluss die Stufe des Kaufmanns. - Sobald ich mehr als drei Inselbewohner - die ich zuerst als Pioniere einsetze - habe, stelle ich öffentliche Gebäude auf meine Insel: Kirche, Schule, Badhaus, Werft und so weiter. Diese bieten mir Vorteile im weiteren Spielverlauf und für vier dieser Gebäude gibt es den begehrten Siegpunkt. - Ich finde vier Kontore, die für mich zusätzliche Warenproduktion bedeuten oder - ich entdecke drei Handelsverträge, mit denen ich Waren zu einem günstigeren Goldpreis kaufen kann. Kontore und Handelsverträge gibt es auf den Inseln. Diese liegen verdeckt auf dem Spielbrett. Ich erreiche sie mit meiner Schiffsfigur. Es ist gar nicht so einfach, an die Siegpunkte zu kommen. Sowohl die öffentlichen Gebäude, als auch die Inselplättchen sind recht knapp und sind entsprechend umkämpft. Wenn eine 6 gewürfelt wird, gibt es außerdem die Gefahr einer Feuerbrunst oder eines Piratenüberfalls. Leider ist die grafische Gestaltung des Spiels wenig hilfreich. Vieles ist viel zu klein gedruckt. Und durch die schlechte Druckqualität bleibt einiges, das hilfreich auf den Plättchen abgebildet ist, unerkannt. Hinzu kommt eine schlechte Stanzqualität, die zumindest die Plättchen der Erstauflage ziemlich zerfetzt aussehen lässt. Anno 1503 ist ein spannendes Spiel. Auch wenn manches an Die Siedler von Catan erinnert, entwickelt sich das Spielgefühl jedoch schnell in eine andere Richtung. Dadurch, dass hier nicht getauscht werden kann, ist Anno 1503 längst nicht so kommunikativ. Es erinnert mehr an die Teuber-Klassiker Die Entdecker, das Sternenschiff Catan und das Siedler-Kartenspiel für zwei Personen. Anno 1503 bietet folglich auch mit nur zwei Spielern reichlich Spielspaß.
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