Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Berauschend, 21. Juli 2007
Morgan Sullivan (NORTHAM) könnte ein glücklich verheirateter, höherer Angestellter im Betrieb seines Schwiegervaters sein, doch eine innere Stimme drängt ihn, bürgerliche Sicherheiten zu vernachlässigen und die extremen beruflichen und privaten Herausforderungen zu suchen. Solch eine Chance ergibt sich, als der mächtige Konzern Digicorp Technology ihn engagiert, um ihn als Industriespion unter neuer Identität auf den Konkurrenten Sunways Systems anzusetzen. Als Jack Thursby soll er auf Kongressen Vorträge aufzeichnen. Doch dass das noch ein Vorwand ist, merkt er, als er Zeuge einer Massengehirnwäsche wird.
Cypher ist ein moderner Spionagefilm, der sowohl an aktuelle Filmgrößen wie Matrix oder Equilibrium erinnert, als auch als Hommage an die Wurzeln der Spionagethriller in den 60er-Jahren gesehen werden kann. Mit sehr geringem Budget gelingt es dem Regisseur Vincenzo Natali bei seiner erst zweiten Produktion abermals, eine klaustrophobische Spannung und in einer kafkaesquen Handlung zu inszenieren. Wie schon bei "Cube" braucht der Betrachter der Szenerie sehr viel Phantasie und trotzdem wird er nicht einmal am Ende gänzlich auf die Lösung aller Handlungsstränge kommen.
Natali, der sich nach seinem Überraschungserfolg von "Cube" immerhin fast fünf Jahre Zeit ließ um seinen nächsten Film zu drehen, wartete offenbar auf das richtige Drehbuch, anstatt sich einem Schnellschuss mit einem Durchschnittsstoff zu leisten. Und der Erfolg gibt ihm abermals Recht. Nach Cube hat man noch von einem Zufallstreffer sprechen können. Nach seiner Ablehnung von Hypercube unkten viele, dass er wohl zu feig sei. Nun weiß man mit Sicherheit, dass der Mann etwas auf dem Kasten hat, und dass man sich seinen Namen auf alle Fälle merken wird müssen.
Bleibt noch anzumerken,dass der Film auf keinen Fall etwas für Popkornkino-Fans ist,da er für eine solche Zielgruppe einfach das entsprechende "Niveau" nicht bietet und somit eher für Zuschauer geeignet,die noch mitdenken möchten...
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anspruchsvoller Sci-Fi-Thriller auch ohne teure Stars, 16. August 2007
Die Riege der Schauspieler in diesem Film ist eher unbekannt; zumindest galt das zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Lucy Liu hat ja zwischenzeitlich deutlich an Bekanntheit zugelegt.
Die Welt dieses Thrillers ist eine beklemmende Vision, die von der Herrschaft der Großkonzerne ausgeht. Kein neues Konzept, wahrlich nicht; aber sehr gut umgesetzt.
Die Geschichte ist intelligent und steckt voller überraschender Wendungen, die dem Zuschauer mehr als einmal das Gefühl vermitteln, dass nichts ist, wie es scheint - oder vielleicht doch, und dann doch wieder nicht...
Schlussendlich muss man den Film bis zum grandiosen Ende sehen, um die überraschende Auflösung zu erleben.
Wie bereits in der Überschrift angedeutet: Es ist ein Sci-Fi-Thriller. Die "Technik der Zukunft" steht hier aber nicht im Mittelpunkt der Betrachtung, sondern ist Mittel zum Zweck, um die Welt von Cypher zum Leben zu erwecken.
Das "Anspruchsvoll" leitet sich schon alleine daraus ab, dass dieser Film nicht als "Hirn aus, Füße hoch, zudröhnen lassen"-Film funktioniert. Er besteht nicht aus einer Reihe Popcorn-tauglicher Kampfszenen, die lose aneinandergereiht werden, sondern fordert zum Mitdenken auf. Das ist nötig, will man die Geschichte komplett verstehen; und Cypher versteht es auch gut, zum Vorausdenken zu animieren. Schon bald stellt man fest, dass man darüber nachdenkt, wo die nächste Intrige, die nächste Überraschung, die nächste Wende warten könnte, und was noch alles ganz anders ist, als es den Anschein hat.
Wer Filme mit interessanter Story und guter Atmosphäre mag, wird hier sicher nicht enttäuscht werden.
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43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klasse Idee & Umsetzung, 19. Januar 2004
Von Ein Kunde
Cypher gehört zu den wenigen Filmen, die mir nach dem Betrachten ein "WOW, was für ein (guter) Film" entlockten.Es kommt allerdings entscheidend auf die Erwartungshaltung an. Wer einen Action-Streifen erwartet könnte enttäuscht werden (so wie diejenigen, die der Meinung sind, daß die wenige "Action" den Film auch nicht besser macht) - Cypher ist kein Action Film und wurde auch nicht als solcher konzipiert. Wie man dem Audiokommentar von Regisseur Natalie entnehmen kann, hat er den Film auch einigen großen Studios "angeboten". Diese wollten daraus allerdings einen (wie sollte es anders sein) Sci-Fi Action Blockbuster machen, was Natalie Gott sei Dank ablehnte (sinnenleerte Action Blockbuster gibt es ja mehr als genug). Was mich besonders an Cypher fasziniert hat, ist die sehr komplexe Story, die auf einem exzellenten Drehbuch basiert (interessante Infos hierzu finden sich ebenfalls im Bonusmaterial). Das Timing paßt perfekt zum Film - man wird von Beginn an nicht zu schnell mit Informationen überschüttet, so daß man der Story gut folgen kann. Wer bereit ist die vorhandenen Hirnwindungen auch zu benutzen, kann der komplexen Story bis zum Schluß gut folgen. Wer allerdings eine "Gehirn-auf-Durchzug-Handlung" (ist ja manchmal auch nicht schlecht) bevorzugt, wird diese dann ganz schnell nur noch als "Identitätenwirrwar" empfinden. Aufgrund der Komplexität des Drehbuchs hat Natalie übrigens darauf bestanden, daß der Drehbuchautor während der gesamten Dreharbieten anwesend ist. Ebenfalls sehr beeindruckt hat mich der Look des Films. Dieser ist sehr unterkühlt - was sich aber im Verlauf des Films zunehmend ändert und im direkten Zusammenhang mit der "Verwandlung" der Hauptfigur steht. Die Kulissen sind gleichermaßen beeindruckend. Es wurde darauf geachtet den Film möglichst "zeitlos" zu gestalten. In Anbetracht des Budgets ist das Ergebnis überaus gut gelungen. Aufgrund des geringen Budgets hat mich die gebotene Bild- und Tonqualität überrascht. Das Bild bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau und weist einige Produktionen, die wesentlich mehr Geld zur Verfügung hatten, in die Schranken. Der Ton weiß ebenfalls zu gefallen. Da es sich bei Cypher aber um einen eindeutig Dialog-lastigen Film handelt, kann man kein Surround-Feuerwerk erwarten. Da wo es notwendig ist, wird man aber nicht enttäuscht. Der Subwoofer zum Beispiel bekommt zwar nicht allzu viel zu tun, aber wenn, dann richtig !! Mein persönliches Fazit lautet daher: "WOW, was für ein (guter) Film."
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