Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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65 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
die Legende von dem, was wirklich wichtig ist: :, 29. Januar 2005
LEBEN, LIEBEN, LACHEN. Und eine Mitgliedschaft im Videoclub.-- So die Untertitelung dieses genialen, vielschichtigen Werkes von Terry Gilliam, in dem soviel Lebensweisheit steckt, dass es eine Freude ist. Der Film ist voller Symbolik, vieles erschließt sich erst bei mehrmaligem Ansehen...-zum Inhalt: Jack Lucas (hervorragend gespielt von Jeff Bridges) ist ein erfolgreicher Radiomoderator, seine Sendungen gestaltet er locker-flapsig und sehr zynisch. So sagt Lucas eines Tages während der Sendung unbedacht zu einem labilen Anrufer, er solle Schluß machen mit den Leuten, die ihn ablehnen und quälen. Gesagt, getan - der labile Anrufer schnappt sich ein Gewehr und erschießt die Besucher einer Yuppie-Bar. Dadurch ist nicht nur Jacks Karriere, sondern auch sein Leben ruiniert. Er ist völlig am Boden, die Schuld erdrückt ihn, als ihm ein seltsamer Penner das Leben rettet. Dieser Penner heißt Parry (genial gespielt von Robin Williams) und zwischen Parrys und Jacks Leben erschließt sich ein besonderer Zusammenhang. Mehr wird hier nicht verraten, nur soviel: der Film wirft die Schuldfrage auf und er zeigt z.B. warum jemand zum Penner und obdachlos werden kann. Zudem wird die Frage der Medienverantwortung angerissen und vieles vieles mehr. Der Film ist so vielschichtig, dass er wirklich unheimlich viele Lebensbereiche abdeckt und zurecht wurde dieses Werk 1991 Gewinner des Silbernen Löwen in Venedig und für 5 Oscars nominiert. Mercedes Ruehl gewann die begehrte Trophäe als beste Nebendarstellerin. Verdient hätte ihn hier jeder gehabt, Bridges und Williams spielen die Rollen ihres Lebens, der Film ist göttlich (nicht nur der Gral) und zeitlos! Ungewöhnlich, geistreich, rührend, fesselnd und komisch zugleich! Ein Fantasy-Erlebnis der Extraklasse! I like New York in June...how about you ? -- I like this film forever...one of my all-time-favourites!****
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tragisch und wunderschön zugleich, 27. September 2006
Ein Film der an die Nieren geht, der aber auch die Hoffnung auf ein Happy End beinhaltet. Robin Williams brilliert als traumatisierter Obdachloser Parry, dessen Leben durch den Mord an seiner Frau ausser Kontrolle geraten ist. Jeff Bridges, ebenfalls großartig, spielt den Radiomoderator Jack Lucas, der bedenkenlos und unüberlegt durch seine zynischen Kommentare das Unheil heraufbeschwört hat. Erst nach und nach erschließt sich dem Zuschauer der Zusammenhang zwischen diesen beiden und es entwickelt sich eine Geschichte voller Tragik und Komik. Neben den Hauptdarstellern sind auch die Nebenrollen perfekt besetzt: Mercedes Ruehl spielt die Lebensgefährtin von Lucas und mit Amanda Plummer bekommt der Film eine wunderschöne und rührende Liebesgeschichte obendrein.
Ein eher unspektakulärer Film, der einen jedoch in ein Wechselbad der Stimmungen taucht und auch lange nach dem Abspann nicht loslässt. Ein Film, der in jede Sammlung gehört!
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Über die Tragik und Albernheit des Lebens: ein Jahrhundertwerk, 13. Mai 2007
Jack Lucas (Jeff Bridges) ist Radiomoderator. In seiner allabendlichen Show rufen die verschiedensten Menschen an. Neurotiker, Seelisch geplagte und einfach nur Kaputte. Alle sind in irgendeiner Form auf der Suche nach Beistand. Jack ist hierfür aber eigentlich der falsche Mann, denn wir merken sehr schnell, dass ihm die Bedürfnisse seiner Zuhörer am XXXXX vorbeigehen und er für Geld sogar seine Oma verkaufen würde. Eines Tages empfiehlt er einem Anrufer gedankenlos, seinen Frust und seine Aggression nach außen hin auszuleben - ein folgenschwerer Tipp, denn der besagte Anrufer startet einen Amoklauf. Ab diesem Augenblick geht es bergab mit Jack. Seine Unfähigkeit, sich selbst ins Gesicht zu sehen und die volle Verantwortung für das tragische Geschehen zu übernehmen, führt ihn zum Alkohol und zur Selbstzerstörung.
Parry (Robin Williams) war Dozent an der Universität und gerade frisch verheiratet, als er Zeuge des besagten Amoklaufs wurde. Seine Frau hatte allerdings weniger Glück als er und gehörte zu denjenigen, die grundlos niedergemeztelt wurden. Als Reaktion auf dieses Trauma hin verlor Parry den Verstand. Fortan vegetiert er als Penner vor sich hin und ist einzig und allein von der fixen Idee besessen, den heiligen Gral zu finden. Dies ist aber beinahe aussichtlos, denn immer, wenn er seinem Gral näherzukommen scheint, spielt ihm das Trauma einen Streich und gaukelt ihm ein furchtbares berittenes Monster vor, das beinahe unbesiegbar scheint.
Diese Zusammenhänge erschließen sich dem Zuseher ganz langsam mit dem Fortschreiten des Films. Zunächst wird Jack, der schon bereit ist, mit seinem Leben abzuschließen, beinahe Opfer eines tätlichen Übergriffs. Nur Parrys beherztem Eingreifen hat er es zu verdanken, dass er am Leben bleibt. Und nun schließt sich der Kreis: Parry ist überzeugt davon, dass nur Jack in der Lage ist, ihn bei seiner Suche nach dem Gral zu helfen. Diesem schmeckt diese Vorstellung zunächst überhaupt nicht, wird er doch mit etwas konfrontriert, das unter Litern Schnaps und seinem Zynismus verborgen ist: seine verlorene Menschlichkeit.
Schließlich hilft er Parry doch noch, allerdings zunächst aus recht egoistischen Motiven: er will den stinkenden Penner einfach loswerden. Aber umso mehr er Parry kennenlernt, desto stärker meldet sich die unterdrückte Seite seiner selbst. Er hilft Parry, ganz langsam ins normale Leben zurückzufinden und schreitet, ohne es zu merken, auf seinem persönlichen Kreuzweg voran.
"König der Fischer" ist ein großer Film, der es schafft, die Tragik und Albernheit des Lebens miteinander zu verbinden. Die kleinen Eigenheiten und Schrullen von Parry werden von dem göttlich spielenden Robin Williams unglaublich humorvoll und grotesk wiedergegeben. Für uns Zuseher bietet der Film ein Wechselbad der Gefühle. Von befreitem Lachen bis hin zum Bangen um Parrys Leben ist alles dabei.
Parry hält schließlich seinen Gral in den Händen und ist von seinem Trauma befreit. Auch Jack wird erlöst. Alles andere als dieses im besten Sinne des Wortes "glückliche" Ende hätte den Film zerstört. Es gibt Filme, die Hoffnung machen. Der "König der Fischer" ist einer der besten von Ihnen.
Eine großartige Story, großartige Schauspieler und eine derart filmisch inszenierte Lebendigkeit und Freude am Leben rechtfertigen eigentlich 100 Sterne, leider darf ich nur 5 vergeben.
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