Das Label über die CD
Marcel Barsotti gehört zu den aufstrebenden Filmkomponisten Deutschlands. Nach sechs Jahren Ausbildung in Komposition, Klavier und Klarinette am Richard Strauß Konservatorium in München und bei dem renommierten amerikanischen Komponisten George Byrd startete Barsotti 1996 seine Laufbahn als Filmkomponist, zunächst für Fernsehproduktionen. 1998 folgten die ersten Kinofilme Für Immer und Immer (Hark Bohm), Sirga die Löwin (Luc Besson Produktion) und die Konsalik Verfilmungen. Seinen Durchbruch erreichte Marcel Barsotti im Jahr 2000 mit dem Kinofilm Dolphins von Farhad Yawari, der u.a. mit dem Robert Redford Palm Spring Award ausgezeichnet wurde. Danach folgten über 30 Filmmusiken wie Grüne Wüste, Das Tor des Feuers, Operation Rubikon und viele andere. Im Jahr 2003 schrieb Marcel Barsotti die Musik zu seinem ersten internationalen Kinofilm The Poet von Paul Hills.
Der Künstler über die CD
Vor einigen Jahren hatte ein befreundeter Regisseur mich zur Premiere seines Kinofilmes Grüne Wüste eingeladen. Die Musik gefiel mir so gut, dass mir den ganzen Abend sowohl das Thema als auch die Instrumentierung nicht mehr aus dem Kopf gingen. Sie hatten so eine einfache Leichtigkeit. Als Marcel und ich mit den Musiken zu Das Wunder von Bern begannen, lag mir besonders am Herzen, dass der Film von einem großen, aber leichten Hauptthema getragen wird. Da gab es von Marcel diese kleine Violinensequenz, die ich sehr mochte und immer wieder im Kopf hatte. Darauf baute er das Hauptthema auf, welches wieder diese Leichtigkeit hatte und unverkennbar seine Handschrift war. Meine Lieblingssequenz im Film ist das Dramathema während der Szene am Bahnhof, als der Vater nach Jahren der Gefangenschaft nach Hause zurückkehrt. Diese schweren und tragenden Streicher finde ich wunderbar und sehr einfühlsam vom Orchester gespielt, man fühlt sich, als sei man selbst dabei. Mir hat die Arbeit mit Marcel sehr gefallen, weil er einen immer wieder mit neuen Variationen überrascht und man nie so genau weiß, welcher Akkord nun der nächste sein wird. Ich kann mir zu meinen Film keinen besseren Score vorstellen.
Sönke Wortmann