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Doktor Schiwago
 
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Doktor Schiwago (Gebundene Ausgabe)

von Boris L. Pasternak (Autor)
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 638 Seiten
  • Verlag: S. Fischer; Auflage: Sonderausg., 111. - 130. Tsd. (1968)
  • ASIN: B0000BSYBL
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 1.026.432 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Audiobook-Rezensionen

Der Krieg, die Oktoberrevolution mit all ihren Schrecken und Platitüden und eine tragische, schicksalhafte Liebe sind die weltberühmten Themen dieses Buches. 1957 erschien der Roman, an dem Pasternak ein halbes Leben gearbeitet hatte, in Italien; in der Sowjetunion durfte er nicht veröffentlicht werden. 1958 lehnte Boris Pasternak aus politischen Gründen den Nobelpreis für Literatur ab. Bis zu seinem Tod 1960 blieb er isoliert. Der Mediziner und Dichter Jurij Schiwago wollte losgelöst von der bolschewistischen Revolution und ihrer Ideologie sein eigenes Leben leben und muss am Ende erkennen, dass er gescheitert ist. Auch wenn er auf seinem Weg seine große Liebe gefunden hat. Denn dem Zauber Laras, die als sehr junges Mädchen vom Freund ihrer Mutter verführt wurde, ist er von Anfang an erlegen. Beide sind verheiratet: Sie mit einem orthodoxen Revolutionär, er mit Tonja, neben der er aufgewachsen ist.

Das Nebeneinander von Tagebuchnotizen, Gedichten, Monologen, Ausschnitten aus dem Leben der einzelnen Figuren und philosophischen Reflexionen wird im Hörspiel weniger verwirrend als im Roman selbst vermittelt. Die unterschiedlichen Stimmen verdeutlichen ganz natürlich die verschiedenen Perspektiven. Als unerlässlicher Erzähler führt Gert Westphal durch die Jahre von 1904 bis kurz vor Stalins Tod. Eine Produktion verschiedener Rundfunkanstalten von 1958. Hörspiel, Spieldauer: ca. 260 Minuten, 3 MC oder 4 CD. Mit Booklet.

-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

"Sie liebten einander, weil alles ringsum es wollte: die Erde unter ihren Füßen, der Himmel über ihren Köpfen, die Wolken und die Bäume." Das Leben des Jurij Schiwago verspricht eine glänzende Karriere. Sein Medizinstudium schließt er mit Bravour ab, heiratet in eine wohlhabende und angesehene Familie ein, ist aller materieller Sorgen enthoben. Doch der Krieg, den er als Arzt in vorderster Linie mitmacht, erschüttert die gutbürgerliche Idylle der Schiwagos, und die bolschewikische Oktoberrevolution schließlich zerstört sie. Die Familie zieht sich aufs Land zurück, entflieht dem durch Revolution und Razzien heimgesuchten Moskau, erschafft sich dort "eine eigene Welt - wie Robinson." Doch als Schiwago die schöne Lara wiedertrifft, erhält diese Idylle einen ersten Sprung. Denn von dieser Frau wird er nicht mehr loskommen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Naja...gut..., 9. Mai 2009
Von deathdealer92618 (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Diese Rezension stammt von: Doktor Schiwago (Taschenbuch)
Die Handlung des Romans beginnt 1903 und endet 1929 bzw. 1943, wenn man den Epilog mitrechnet. In dieser wirren und gefährlichen Zeit in Russland spielt sich die Liebesgeschichte zwischen dem Arzt Juri Schiwago und Lara Antipova ab. Beide eigentlich mit anderen Partnern verheiratet, lernen sie sich während des 1. Weltkrieges kennen (begegnet sind sie sich allerdings schon vorher), in dem Schiwago als Arzt gebraucht wird und Lara freiwillig als Krankenschwester arbeitet. Allerdings trennen sich ihre Wege, als er wieder nach Moskau zu seiner Familie geht und sie mit ihrem Kind zurück nach Sibirien zieht. Im Laufe des Romans werden die beiden sich noch mehrere Male wiederfinden und wieder verlieren. Letztgenanntes irgendwann für immer und das auch fast noch aus freien Stücken. Aber sie kämpfen beide so lange es geht.
Doch Doktor Schiwago ist natürlich mehr als "nur" eine Liebesgeschichte. Vielmehr versuchte Boris Pasternak ein Bild seines Heimatlandes im oben erwähnten Zeitraum zu erschaffen. Die Wirren des Krieges und der Revolution, Entbehrungen, politische Kehrtwendungen und die Unmöglichkeit gegen diesen Strudel anzukämpfen, auch als aufrichtiger Mensch. Aber dazu haben die anderen Rezensenten schon genügend geschrieben und eigentlich dürfte der Inhalt ohnehin den meisten bekannt sein.
Kommen wir also zur Kritik: Es wundert mich immer noch ein bisschen, dass ich diesem Buch nicht mehr Sterne geben kann! Denn eigentlich ist es doch ein typisches Stück russischer Literatur. Wie man es von vielen Landsmännern Pasternaks kennt holt auch er sehr weit aus. Viele Personen mit den verschiedensten (politischen) Ansichten werden eingeführt, die Landschaften und Leute mit all ihren Eigenheiten werden eingehend beschrieben, über viele Seiten werden Gedanken und Begebenheiten erzählt, die im ersten Moment ganz und gar unwichtig erscheinen, es aber überhaupt nicht sind. Ich mag das eigentlich sehr gern, aber "Doktor Schiwago" hat mich schlicht und ergreifend einfach nicht gefesselt. In wirklich guten Büchern, gerade von dieser Dicke, kann man regelrecht versinken, man ist drin, man nimmt Anteil und begleitet die Figuren, man will immer weiter lesen, im besten Falle riecht, schmeckt, fühlt und sieht man alles was beschrieben wird. Dieses Buch hat mich aber weitestgehend kalt gelassen. Es war ganz schön zu lesen, aber es hat mich nicht "reingezogen". Ich las es (und ich habe für meine Verhältnisse sehr lange für die 750 Seiten gebraucht!), ich schlug es zu und das war es dann. Wie gesagt, Pasternak macht eigentlich nicht viel falsch, höchstens diese sehr abrupte Erzählweise, die keinen wirklich schönen Lesefluss zulässt, kann ich ihm vorwerfen (Tolstoi, Dostojewski und auch Solschenizyn waren meiner Meinung nach die deutlich besseren Erzähler!), aber das Buch hat mich einfach nicht begeistert.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Das ist Russland, 2. Januar 2007
Diese Rezension stammt von: Doktor Schiwago (Taschenbuch)
Es nicht gelesen zu haben, ist eine jener Bildungslücken gewesen, die
ich ungern offen lasse.

Was für ein Land! Was für Menschen! Dr Schiwago entstammt der
Oberschicht des vorrevolutionieren Russland. Er ist ein sensibler,
universell begabter Mann mit Interesse sowohl an Poesie und
Naturbeobachtung, als auch an den Naturwissenschaften. Sein Verhalten
und sein Charakter wird von ethischen und humanitären Maßstäben
bestimmt. Folgerichtig wird er Arzt.

Die grausame Geschichte Russlands verhindert eine glanzvolle
Karriere, die seinen Begabungen entsprochen hätte. Er wird im ersten
Weltkrieg als Frontarzt zwangsverpflichtet, dann bricht die russische
Revolution aus. Es gibt bittere Hungersnöte in kalten Wintern. Er
flüchtet mit seiner Familie in den Ural, wird von Partisanen
entführt und gezwungen, ihr Feldarzt zu werden und und und ...

Der Roman ist auch ein Liebesgeschichte, aber er ist vor allem eine
Geschichte Russlands. Tragik ist nicht der richtige Ausdruck für das
Geschehen, weil ihm dazu die Unvermeidlichkeit fehlt. Es sind stets
Menschen, die entscheiden, und sie könnten auch anders. In der Weite
langer kalter Winter bewegt sich eine leidgeprüften Volksseele auf
einen Abgrund zu.


Langsam zieht die Revolution herauf, der Bürgerkrieg. Er kündigt sich
erst durch unheilvolle Vorzeichen an, wird dann allmählich stärker,
grausamer allumfassender. Der Krieg verbündet sich mit der Tundra und
ihrer Winterkälte, mit den Eitelkeiten und den Dummheit der Menschen,
er zerstört uralte Traditionen und gewachsene Strukturen.

In alledem versucht Schiwago, sich seine Menschlichkeit zu
bewahren. In einem Güterwaggon reist er nach Sibirien, muss die
Geleise vom Schnee freischaufeln und kann dabei (einer völlig
ungewissen Zukunft entgegensehend) dennoch die Schönheit der
Scheelandschaft genießen und Gedichte schreiben.


Er liebt Lara, die er von Jugend auf kennt und mit der er erst viel
später zusammenkommt. In dieser Liebe findet der Roman seinen Höhepunkt,
denn sie kann sich in der neuen nachrevolutionären Zeit nicht erfüllen:
Regimeterror und Denunziantentum lassen nicht mehr zu, dass blüht, was
blühen möchte. Seine nicht-proletarische Herkunft und sein lebenslanges
Ringen um Familienglück, ja nur ums nackte Überleben, haben genügt, ihn
zu einer unerwünschten Person werden zu lassen, die jederzeit mit
ihrer Verhaftung rechnen muss.

Lara und Schiwago lieben sich trotzdem. Sie leben den unmöglichen
Traum, flüchten in die Einsamkeit, Wölfe schleichen ums Haus und
es ist klar, es wird nicht gehen. Letztlich ist es Laras Wunsch,
einfach nur zu überleben, der beide wieder auseinandertreibt.
Sie sind noch nicht mal vierzig Jahre alt. Da ist es einfach noch zu
früh zum Sterben.

Lara ist der schöne Engel in diesem Roman, aber sie ist auch ein Opfer
ihrer Weiblichkeit und der Willkür eines Mannes, der sie in jungen
Jahren verführt und manipuliert. Tugendhaftigkeit und Sinnlichkeit
vereinen sich in ihr, ohne zu einem Widerspruch zu führen: Letztlich
strebt auch sie wie Schiwago nur nach Normalität und Liebe. Auch sie
ist ein Spielball der Zeitgeschichte, der immer dann wieder
fortgetragen wird, wenn er gerade einmal zur Ruhe gekommen ist.


Die Hauptfiguren des Romans wollen einfach nur leben, die Betonung
liegt auf einfach. Das korreliert mit der Aussage Pasternaks, der sich
schon früh vorgenommen hatte, ein "ganz einfaches" Buch zu schreiben.
Damit wollte er wohl auch ausdrücken, dass es vom theoretischen
Ballast des Zeitgeistes frei sein sollte. Es sollte ein Buch sein,
dass die Geschichte so erzählt, wie sie gewesen ist, und wie sie
empfunden worden ist, und nicht mehr. Das ist ihm sicher gelungen,
obwohl Pasternaks poetisches Naturell ihn daran hindert, zum
vollkommenen Realisten zu werden.

Trotzdem gibt es Stellen in dem Buch, in denen Weltanschauliches und
explizit Politisches einfließt. Das macht das Buch erst Recht zu einem
russisches Buch, denn es verankert sich dadurch in der Tradition
russischer Romanliteratur: Diese hatte immer schon eine Tendenz, das
menschliche Einzelschicksal in einen geschichtlichen oder
gesellschaftlichen Kontext einzubinden. Man denke nur an Tolstois
"Krieg und Frieden", man denke auch an Dostojewski.

Die großen Romane Russlands sind immer Romane, in denen man
gewissermaßen durch ein mit Eisblumen der Fantasie bewachsenes Fenster
einen Blick auf das dunkle kalte Land und seine warmen Menschen
werfen kann.

Ja, in Doktor Schiwago brennt die Glut des eisernen Ofens im
russischen Haus. Der Sturm der Zeit weht das Dach davon, und darunter
frieren die Menschen. Sie haben es schwer, sie leiden, sie lieben und
kämpfen. Der Ofen brennt weiter und Schneeflocken fliegen darauf. Das
ist für mich Russland.

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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein halbes Jahrhundert russische Geschichte, 9. Januar 2003
Von Fritz von Dobitzki "portos47" (Hildesheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Diese Rezension stammt von: Doktor Schiwago. 4 CDs. (Audio CD)
Jeder, der das Buch "Doktor Schiwago" von Boris Pasternak gelesen hat, wird bestätigen, daß es durch die vielen Notizen und Briefe und die damit verbundenen Zeitsprünge nicht gerade leicht zu lesen ist. Es erfordert in jedem Fall die volle Konzentration des Lesers, damit er der Handlung folgen kann. Es ist kein Buch, daß man so nebenbei lesen kann.

Ernst Schnabel konnte sich deshalb nicht wortwörtlich an die Romanvorlage halten und hat ein selbständiges Hörspiel geschrieben. Hätte er sich detailgetreu an das Buch gehalten, wäre es zu einem heillosen Durcheinander gekommen und der Mißerfolg vorprogrammiert gewesen.

Im Gegensatz zum berühmten Film (mit mit Omar Sharif, Julie Christie und Geraldine Chaplin) hält sich Regisseur Otto Kurth zumindest sinngemäß an den Roman.

Die Hauptverantwortung legt Schnabel in die Hände von Gert Westphal, der als Erzähler durch die Handlung führt und die Geschichte chronologisch, für jedermann verständlich, erzählt.

Die Sprecher (u.a. Bernhard Minetti, Ludwig Cremer und Klaus-Jürgen Wussow) sind großartig. Das Hörspiel stammt aus dem Jahre 1958; der Klangteppich ist, wie damals üblich, eher etwas gedämpft. In diesem Fall ist es eher vorteilhaft, da das Hörspiel von den Dialogen lebt und der Hörer nicht unnötig abgelenkt wird.

Die Hörqualität ist altersbedingt sehr gut. Ein Nachregulierung der Lautstärke ist m.E. nicht erforderlich.

Das Hörspiel ist rundum sehr empfehelnswert.

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4.0 von 5 Sternen Poesie und Zeitgeschichte
"...Alles wahrhaft Große ist ohne Anfang wie das Weltall. Es ist plötzlich da, ohne Entstehung, als wäre es schon immer dagewesen oder vom Himmel gefallen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Tanja Heckendorn veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Ich hätte mehr erwartet!
Hm! Doktor Shiwago..Meine Mutter hat gesagt das ich es lesen sollte.
Das erste was mich stört an dem Buch ist: Ich war immer verwirrt! Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von M. Wimmer veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Marburg
Gerade in marburg lernen sie sich kennen unvorstellbar den ich selber wohne hier und finde es super das ein buch sich auf die unistadt beziet toll
und auch sonst historisch... Lesen Sie weiter...
Am 20. Dezember 2005 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen UNBEDINGT LESEN
Doktor Schiwago ist nicht unbedingt leicht zu lesen: sehr viele Charaktere, mehrere Handlungsstränge, philosohische Einschübe. Lesen Sie weiter...
Am 23. Mai 2005 veröffentlicht

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Gute Gedanken - Ideen, die einen faszinieren und zum Nachdenken anregen - nicht zuletzt eine wunderbare Sprache - aber keine geschichte, die sich fassen lässt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Februar 2004 von IronCrane

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Nach zwei wunderbaren "Hörbucherlebnissen" war ich voll freudiger Erwartung, als ich Doktor Schiwago erhielt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Dezember 2002 von Martine Jacobsen

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