Aus der Amazon.de-Redaktion
Auch die vierte Platte der Sammlung, die vom "Festival d'Ambronay" produziert wird, bestätigt dessen Ruf als Entdeckungshort unbekannten und mitreißenden Terrains der Alten Musik. Nach der bemerkenswerten
Vespro a voce sola bleiben wir im Italien der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, der Übergangsphase zur Barockmusik.
Aber dieses Mal werden wir ausschließlich zu einem Fest eingeladen, das sich ganz dem reichhaltigen Repertoire der Instrumentalmusik widmet, die sich in dieser Phase allmählich entfaltet. Komponisten, die schon bald berühmt werden sollten, wie Frescobaldi und Merula, werden mit ebenso originellen Musikern wie Buonamente oder Castaldi kombiniert. Einerseits kann man die "reine Musik" der neuen Chaconnes, Sonaten, Canzones und Toccatas erleben, andererseits die faszinierenden und virtuosen "Miniaturen" von damals bekannten Gesangsmelodien wie "Questa bella sirena".
Es ist wirklich ein Sirenengesang, den uns das Ensemble La Turbulente hier bietet. Ganz abgesehen von ihrer unwiderstehlichen Virtuosität verführen diese Künstler durch ihre intime Kenntnis der italienischen Besonderheiten dieser Musik. Diese Fähigkeit wird übrigens im Begleittext von Frédérique Thouvenot und Susi Möhlmeier treffend beschrieben: "... eine tief empfundene Eleganz, zurückhaltend und natürlich. Sie vermittelt eine wunderbare, nachdenkliche Art, die Lebenssituation von Menschen zu beschreiben. All dies in einer Seelenlandschaft, die mit den Schattierungen des venezianischen Lichts harmoniert, aber auch mit der sanften Milde der Toskana oder den geheimnisvollen Kräften Neapels." --Ambronay/Naive