Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klangmassive im Wohnzimmer, 31. Juli 2004
Die Interpretation von Klemperer lässt in jeder Hinsicht aufhorchen. Die Klangmassen Bruckners werden vom New Philharmonia Orchestra in aller Eleganz und in strahlendem Samt-Bläserglanz herausgewuchtet. Dabei bleibt das Klangbild stets transparent und einzelne Nebenstimmen sind im Gesamtklang immer präsent. Besonders gelungen sind die rhythmische Durchgestaltung der Partitur, aufbauend auf den Generalbässen, die zugleich lässige und strenge agogische Formung der sinfonischen Abläufe und die mitreißende Umsetzung sämtlicher Melodien. Das gleiche Gespür Klemperers & New Philharmonias für musikalische Architekturen in Partituren zeichnet die Wiedergabe von Glucks 'Iphigenien'-Ouvertüre und Humperdincks 'Hänsel und Gretel'-Ouvertüre aus. Drei hervorragende excellente Aufnahmen, die vollkommen zu recht 2003 in der EMI-Serie 'Great Recordings of the Cenntury' erschienen sind.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Faszinierender Bruckner, 14. September 2006
Otto Klemperers Interpretation von Bruckners 6. Symphonie beeindruckt immer wieder aufs Neue. Der große Dirigent geht das Werk mit Ernst und Ruhe an, hält seine eingeschlagenen Tempi unbeirrt durch, führt das Orchester zu großartigen Steigerungen und beweist eindrucksvoll, daß die Symphonie den berühmteren Schwesterwerken Nr. 4 und 7 an Wert in keiner Weise nachsteht. Schon der Kopfsatz "Maestoso" ist von ganz einzigartiger Wirkung. Das nachfolgende Adagio wird unter einen herrlichen Spannungsbogen gestellt, so daß sich der Untertitel "Sehr feierlich" wie von selbst einstellt. Die beiden Schlußsätze fügen sich bruchlos in Klemperers Gesamtkonzept ein. Ein Erlebnis!
Der Klang der Aufnahme aus 1964 wurde digital neu abgemischt und genügt höchsten Ansprüchen. Selbst neuere, technisch modernere Aufnahmen, z.B. von Herbert von Karajan oder Günter Wand, können den Wert von Klemperers Einspielung nicht schmälern.
Um die CD angemessen zu füllen, wurden noch die Ouvertüren zu Glucks "Iphigenie" und Humperdincks "Hänsel und Gretel" angefügt, willkommene Zugaben, die Klemperers herausragenden Rang eindrucksvoll unterstreichen. Das Textheft wird geschmückt vom Original-Cover der LP-Ausgabe und enthält wertvolle Beiträge.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bruckner 6 mit Klemperer - an dieser Aufnahme führt kein Weg vorbei !!!, 17. März 2007
Wer sich Bruckners sechste Symphonie diskographisch erschliessen will, kommt an dieser Aufnahme von 1964 nicht vorbei, sie kann in dieser Überarbeitung auch klanglich heutigen Ansprüchen genügen. Klemperer liebte das Werk und hatte es schon jahrelang bei seinen Live-Auftritten mit im Gepäck, er hätte es gerne auch schon früher adäquat aufgenommen. EMI-Chef Walter Legge vertröstete ihn aber mehrfach, die sechste war die am seltensten aufgeführte Bruckner-Symphonie und man befürchtete wohl einen Ladenhüter. Erst nach der Auflösung des Philharmonia Orchesters 1964 und dessen Wiederauferstehung als New Philharmonia Orchestra wurde diese Einspielung möglich (zudem Legge sich gleichzeitig ins Private zurückzog).
Nach der mit mathematischer Exaktheit kalkulierten fünften Symphonie zog es Bruckner offenbar zu mehr fliessenden und tänzerischen Klängen hin, perfekt wurde dies mit der siebten Symphonie erreicht, und die "kleine" sechste - da muß man sich keinen Illusionen hingeben - trägt hier sicher auch die Funktion einer Zwischenstufe. Der erste Satz und das Finale erinnern mit ihren klar akzentuierten Bläsersätzen noch stark an den Vorgänger, das Adagio nimmt die Stimmung des berühmten zweiten Satzes der siebten vorweg. Trotzdem wäre es zu kurz gegriffen, sie als zweitklassig abzutun und auf ihre Zwischenstellung zu reduzieren. Sie ist absolut hörenswert und verfügt als eine von Bruckners kürzesten Symphonien in ihrer Komprimiertheit über einen unglaublichen Melodienreichtum und eine vielfältige und kontrastreiche, rhythmische Palette. Sie ist wie geschaffen für den Bruckner-Einstieg, bevor man sich an monumentalere Werke wie die Nos. 5 oder 8 heranwagt.
Mir ist keine Aufnahme bekannt, die es im ersten Satz an Schneidigkeit und militärischer Präzision - und einem Höchstmaß an Spannung - mit dieser aufnehmen kann, und die die betörend schönen Klanggewebe des zweiten Satzes in eine derartige Vergeistigung überführt. Präzise und mit wuchtigen Bläserattacken kontrastiert dagegen das Scherzo, und im Finale, das von seiner Anlage her wie das anderer Bruckner-Symphonien nicht ganz unproblematisch geraten ist, stehen sich Mysterium und dramatischer Ausbruch packend gegenüber. Die beiden vorangestellten Ouvertüren von Humperdinck und Gluck sind weitere Glanzlichter, die die CD nicht nur sinnvoll ergänzen, sondern geradezu perfektionieren. Ein Muss !!!
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