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Tour de France Soundtracks
 
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Tour de France Soundtracks

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Produktinformation

  • Audio CD (4. August 2003)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Klingklang (EMI)
  • Kopiergeschützt (Was bedeutet das?)
  • ASIN: B0000A5BXT
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (67 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 76.631 in Musik (Die Bestseller Musik)

 
1. Prologue
2. Tour de France Etape 1
3. Tour de France Etape 2
4. Tour de France Etape 3
5. Chrono
6. Vitamin
7. Aero Dynamik
8. Titanium
9. Elektro Kardiogramm
10. La Forme
11. Regeneration
12. Tour de France

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Egal, was war und egal, was noch kommt: Kraftwerk ist der wichtigste deutsche Musikbetrag seit Beethoven und Karlheinz Stockhausen. Die beiden Musikstudenten Ralf Hütter und Florian Schneider, die sich 1968 an der Akademie Remscheid kennen lernten, können auf einen unglaublichen Gesamtkatalog zurückblicken. Lange, lange leistete die Düsseldorfer Gruppe gegen alle Trends Pionierarbeit, selten klang elektronische Musik so inhuman, maschinenhaft und ergreifend.

Irgendwann aber müssen auch Pioniere erkennen, dass der Boden, den sie eroberten, fruchtbar machten und bestellten, von anderen weiter veredelt wird. Vielleicht haben sich die publikumsscheuen Kraftwerk seit 1986 nach Electric Cafe auch deshalb rar gemacht. The Mix (1991) war ja nur eine -- wenn auch gelungene -- Aufarbeitung alter Hits und Expo 2000 höchstens eine Momentaufnahme. Nun also kehren sie mit Tour De France Soundtracks, nach Autobahn und Trans Europa Express der letzte Teil einer losen Trilogie, endlich wieder zurück.

Passend für die Anhänger von Fahrradrennen zum 100-jährigen Jubiläum der Tour de France, einer ungemein aufregenden und spannenden obendrein. Kraftwerk haben ihr Album fast parallel konzipiert. Es gibt einen Prolog, Etappen und einen Einblick in technische Bereiche. Erst einmal aber beginnt Tour De France Soundtracks nach dem "Prologue" mit einer kleinen Enttäuschung, denn die ersten drei Etappen decken sich doch sehr mit der vorab erschienenen Single "Tour De France 03". Dann aber rollen sie das Feld von hinten auf. Die Texte bestehen wie immer aus losen Begriffen, die sich zu einer Assoziationskette verbinden.

Musikalisch aber verwerfen Kraftwerk alle Bedenken. Hütter und Schneider (weitere Mitglieder sind Fritz Hilpert und Henning Schmitz) gehen auf das Rentenalter zu, und doch überraschen die "alten Männer" mit frischen Sounds. Die typischen Kraftwerk-Klänge und -Soundscapes und prägnanten Melodien werden in die Ist-Zeit transformiert. Sie paaren und vermischen sich insbesondere mit minimalem Techno und reduzierten Elektronik-Sounds sowie punktgenau platzierten Rhythmen. Das kann nach The Modernist, Plastikman, Pole, Kevin Saunderson etc. natürlich nicht mehr innovativ klingen. Trotzdem überraschen Kraftwerk mit einem Album, das sich voll auf der Höhe der Zeit befindet. --Sven Niechziol



kulturnews.de

Angeblich arbeiten sie bis zu 16 Stunden am Tag im Studio. Und nichts vom Output werde verworfen, sondern veröffentlicht. Fragt sich nur, warum es 17 Jahre lang nicht zu einem Album reichte. Was also treiben Kraftwerk wirklich den ganzen Tag im Studio ... ? Jeden Juli jedenfalls kucken sie Fernsehen, die Tour de France (schon 1983 erschien eine gleichnamige Single). Alle fahren Rad, alle sind fasziniert von der austarierten Wechselwirkung zwischen Mensch und Maschine, und austariert ist auch ihr filigraner Elektropop. Das Kapriziöse, Kleinteilige, Hippelige: Das haben sie erfunden - und mit unwiderstehlich monotonen Slogans ("Fahrn, fahrn, fahrn ...") in den Mainstream überführt, ohne es sich mit der Avantgarde zu verscherzen. Einiges davon klappt noch immer, auch wenn sie die unwiderstehlichen Slogans im Materialwagen liegen ließen. Das Meisterliche am neuen Album liegt in der Kraft, mit der es die Techno-€ra - die Kraftwerk ja boykottierte - weiterhin souverän ignoriert und sich selbst als Marke definiert. Und es liegt in einer abgeklärten Andeutung: Wir haben der Maschine den Pop entlockt und uns Menschen das Maschinelle; wir haben die Elektronik minimalisiert, längst bevor ihr ein Knacken zum Beat hochgeloopt habt. Wir lächeln euch zu, sagen sie. Von hoch oben, vom Gipfel des Tourmalet. (mw)

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59 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Minimalistisch, brillant, mit einem Gefühl der Leichtigkeit, 1. Februar 2004
Kraftwerk wurden in ihrer fast 35-jährigen Schaffenszeit seit jeher mit Vorurteilen konfrontiert. Als sie "Trans Europa Express" herausbrachten, hieß es: "Was beschäftigt Ihr euch mit so altem Zeugs wie dem TEE, das ist doch Vergangenheit." Als "Computerwelt" erschien - übrigens 2 Jahre vor Markteinführung des Personal Computers - nannte man sie "Knöpfchendreher".

Dabei realisierten Kraftwerk stets mit klarem Fokus ihre musikalische Vorstellung davon, wie Mensch und Maschine auf harmonische und produktive Weise zur Einheit werden können. Auf "Tour de France" ist es der Mensch, der sich aus eigener Kraft bewegt, in geschmeidiger Zusammenarbeit mit einer Maschine, dem Fahrrad.

Diese "Soundtracks" vermitteln wirklich etwas von jener Leichtigkeit der Bewegungen, mit denen ein gut trainierter Mensch Etappen der "Tour de France" bewältigt. Nur wer wie die Herren Hütter, Schneider, Hilpert und Schmitz selber begeisterter Radsport-Amateur ist, wird das geschmeidige Wohlgefühl und den Flow-Zustand nachvollziehen können, der hier elektronisch vertont wurde - musikalisch brillant und produktionstechnisch sowieso "state of the art". Eine CD, die sich meistens erst nach mehrmaligem Hören erschließen wird.

Dass die Kraftwerker für sich selber Radfahren als eine Art Gesundheitsprogramm praktizieren, macht ihren Gedanken von der Mensch-Maschine-Einheit nur umso glaubwürdiger: Sieht man, wieviele Menschen in der Musikwelt ausgebrannt sind oder ihre Kräfte und Kreativität verschlissen haben, wirken die Kraftwerker auch noch nach Jahrzehnten "voller Energie". Nicht viele Musiker absolvieren mit fast 60 Jahren noch einmal eine ausgedehnte Welttournee mit einem derart perfektem Zusammenspiel von Musik, Klang und Optik. Ein weiterer bedeutender Mosaikstein im Gesamtkunstwerk "Kraftwerk".
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Alte Liebe rostet nicht!, 12. August 2003
.
Stell Dir vor, Du triffst nach 17 Jahren Deine grosse Liebe wieder - und es funkt gewaltig!

Das erste Date nach langer Zeit beginnt mit Schwierigkeiten: Längst habt Ihr euch weit voneinander entfernt - euch aus den Augen verloren. Kurze Treffen im „Elektrischen Cafe", im „Mix" oder auf der „Expo" zwar, aber Ihr sprecht nicht mehr die gleiche Sprache - nichts ist, wie es einmal wahr ...

Und dann das: Zufällig hörst Du, „Sie ist wieder in der Stadt, möchte Dich unbedingt sehen, sich mit Dir treffen!" - und aufgeregt fragst Du Dich, wie sie wohl aussieht, ob sie sich verändert hat und was sie Dir zu sagen hat, nach all den Jahren ...

Gut sieht sie aus - Ihr sprecht über alte Zeiten: Da war doch mal die Geschichte mit dem Modell, was ist aus dem eigentlich geworden? Dann das Ding im TEE, weisst Du noch? Und erst die vielen Mails am Heimcomputer ... Ja, es war eine aufregende Zeit, damals ...

Schnell wechselt Ihr das Thema: Klar fährst Du Rad! Natürlich hast Du Dir die 100. Tour im Fernsehen angeschaut! Und ganz sicher weisst Du alles über Form, Aerodynamik und Technik!

Plötzlich seid Ihr eins - alle Streitereien längst vergessen ... Langsam nimmst Du sie in den Arm. Und eigentlich hat sie sich überhaupt nicht verändert! Stiller ist Sie geworden, älter, ja reifer - doch ist sie immer noch so schön, so schlagfertig wie früher ...

Das wichtigste aber: Die Dame hat Sex - und ihren Mädchennamen behalten: Kraftwerk! Und schnell gehört Sie wie früher zu Deinem Leben: Ihr sitzt gemeinsam vorm Rechner, fahrt zusammen Auto, schlaft zusammen ein ...

Und Du weisst: Du wirst sie nie wieder verlassen ...

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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen The electronica album of the Decade !, 30. Juli 2003
KRAFTWERK ist zurück!

Es ist schon unglaublich wie GENIAL die Götter zurück kommen. Das Album ist nicht nur für alle Kraftwerk- Fans zu empfehlen, sondern für alle die mal echten elektronischen Pop vom Feinsten hören wollen!

Prologue, Tour De France (Etape 1), Tour De France (Etape 2), Tour De France (Etape 3), Chrono bilden eine Einheit.
Prologue ist bekannt aus der Long Distance Version 2.
Etape 1 und 2 sind ähnlich wie auf der Maxi, nur länger.
Etape 2 ist die Long Version ohne Intro! Etape 3 enthält in den letzten zwei Minuten eine anderes Thema, was das Stück gegenüber der Maxi Version um 100 Fach verbessert!
Vitamin ist das erste große Highlight der Lp. Ralfs deutscher Gesang untermalt mit einer eingehenden Melodie.
Aero Dynamik und Titanium bilden wiederum eine Einheit. Eine tiefe Vocoder Stimme die das Wort "Aero Dynamik" spricht, die in beiden Titeln mit französischen "Wortfetzten" unterstützt werden! Ein weiterer Höhepunkt der LP!
Ein weiterer Kraftwerk typischer Song folgt: "Elektro Kadiogramm". Eine deutsche Stiomme singt Elektro eine amerikanische singt "Electro Kadiogramm" (=ein "funky" Track)!
La Forme und Regeneration bilden ebenfalls eine Einheit!
Der letzte Track der CD/LP ist ein Update der 83er Version. Gegenüber der alten Version klingt es "cleaner".

Insgesamt ist dies eine sehr gelungene LP. Alle die an elektronische Musik interessiert sind, kommen nicht an diesem KRAFT- Werk vorbei. Alle die die Single nicht gut fanden werden überrascht und überwältigt sein.

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