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4.0 von 5 Sternen
Nichts ist so geil wie SNAP!, 2. August 2003
"Nichts war so geil wie SNAP!" hörte ich neulich Berlins Top-DJane Marusha in einer Retrospektive über die 90er sagen, und das kann wohl jeder halbwegs Pop-und Danceinteressierte nur bestätigen. 9 Jahre nach ihrem dritten und letzten offiziellen Studioalbum legen SNAP! nun ein weiteres Mal ein Best-of mit Remixen vor. Dieses Mal haben sie 13 Klassiker außer Haus gegeben, und sie völlig neu bearbeiten, einsingen, remixen lassen. Das Ergebnis ist kunterbunt, von großartig-gigantisch bis langweilig ist alles dabei."The Power" (of Bhangra) vereint den Ur-Klassiker mit Panjabi-Musik, Platz 21 in den Charts und hoher Club-Einsatz sprechen für den Track. Ich bin nicht so für dieses indische, aber das ist Geschmackssache. "Ooops Up"- von DJ Tomekk ver"kymnotize"t. Au weia, was hat der Möchtegern-Gangsta mit einer Girlgroup (NG3) aus dem Song gemacht. SKIP! "Mary" - Milky kommt mit einem modernen Clubmix daher, neu eingesunge Gesangspassagen ergänzen die Vocals. Sehr groovy! "The world in my hands" - von Fu Tourist schneller und fetter gemacht, recht weit weg vom Original, groovt aber. "Exterminate"- der Hammer des Albums. Xavier Naidoo singt mit Niki Harris im Duett unterlegt von irren Break-Beats. Ein wahres Gewitter, einmalig- der Hit des Albums!!! "Colour of love"- Youssou N'Dour und die zweitgeilste Nummer. 7 min abwechslungsreichster Mix mit Techno, Break-Beats, Ethno-Elementen, den Original-Vocals und Youssous Gesang. Geil!!! "Cult of SNAP!" - von Roy Malone kaum verändert dich am Original, die weiblichen Vocals sind weggefallen. "Rhythm is a dancer"- bekannter Mix von CJ Stone, Nr 7 in den Charts, kennt wohl jeder. "WHEN YOU'RE NEAR"- wow, ein neuer Song. Gänzlich unerwartet. Twin ist offenbar der Sänger, der mit einer Soulstimme einen eingängigen Popsong auf einen fetten Dancebeat legt. Klingt so vom Sound her wie SNAP! anno 92. Geil. "See the light"- schon als Single draußen. Rang 66, von den Italienern von Plaything gemixt. Nah am Original, aber geiler geworden. "Rame", "Green grass grows", "Eternity" und "Welcome to tomorrow" wurden von Techno-DJs jeweils clubbiger gemacht, und quasi geupdatet, was meistens nicht so gelungen ist. So ist "Eternity" im Original einfach nicht zu schlagen. Tom Novy liegt da ziemlich daneben. Fragma haben gar "tomorrow" nur neu eingesungen- und das wesentlich langweiliger als im Original. "Rame" ist nun etwas schneller. Diese 4 Mixes jedenfalls sind bestenfalls ganz nett. "Angel" - der Knaller zum Abschluß. War auf dem unveröffentlichten 2000er Album "One day on earth" enthalten. Leider floppte die Single "Gimme a thrill" und das Album kam nie raus. Dadurch sind 10 weitere SNAP! Titel nie erschienen. Wenigstens kommt nun "ANGEL" zur Veröffentlichung, ein Riesen-Hit, der auch als Single einschlagen könnte. Ein Gospel-Song mit einer großartigen Maxayn, heißen Raps von Turbo, Orgelmusik und einer geilen Drum. Besser gehts nicht. Noch zu CD 2. 10 Songs (warum nicht wenigstens alle 13 geremixten? ) im Original und als Bonus ein "The Power" Mix von 1990. hmm, da ich alle Songs schon xmal habe, ist diese zweite Scheibe irgendwie sinnlos. Für neue Fans vielleicht der Anreiz, sich auch die alten Sachen zu holen. Wenn man aber alle Alben, Singles und Best-of hat, ist diese zweite Scheibe entbehrlich. Daher ein Punkt Abzug. Fazit: ein breiteres Spektrum an Remixen hat man selten gehört. Für jeden ist was dabei, es lohnt sich einfach. Aber nun freue ich mich auf 2004, und die von Münzing und Anzilotti angekündigten neuen Großtaten von SNAP! SNAP! 4 ever!!!
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