Aus der Amazon.de-Redaktion
Auch wenn die Caesars in Schweden beheimatet sind, sie klingen nach England und Farfisa-Punk. 1999 in Stockholm unter dem Namen Caesars Palace gegründet, haben die vier Skandinavier bereits drei, in der Heimat hochdotierte Longplayer auf dem Buckel.
39 Minutes Of Bliss ist weniger ein konzeptionelles Album, denn eine Zusammenstellung erwähnter drei Werke und gleichzeitig das Europa-Debüt der Combo. Fuzzige Gitarren und eine knarzige Farfisa-Orgel bilden die Basis zu einem 60er-Garagenrock inklusive Rückkopplung, der mit Pop, Psychodelic und Punk aufgepeppt wird.
Unterhaltsam ist dies durchaus, wenn auch bei näherer Betrachtung nicht sonderlich originell, nimmt man als Messlatte Überflieger wie die White Stripes. Nichtsdestotrotz kann man mit den Caesars seine Freude haben, zumal die Veröffentlichung genau zur rechten Zeit auf einer großen Welle reiten kann. Glaubwürdiger als manch andere, später formierte Combo gleichen Genres geben sich die Mannen überdies. Hier darf, ja, muss die Produktion dünn und alt tönen, und das Ergebnis klingt in vorliegendem Fall nicht einmal bemüht. --Felix von Vietsch