Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Beethovens 32 Sonaten zum Superpreis, 17. Mai 2007
Eigentlich waren es nur der extrem günstige Preis (je nach Anbieter 10 Euro) und meine Neugier, die mich bewogen haben, die Aufnahme neben die Kassetten von Gulda, Backhaus, Schnabel, Brendel und anderen Heroen stellen zu wollen. Wenn's nichts taugt, ist auch nicht viel verloren.
Aber schon beim ersten Hereinhören war ich von der Aufnahme dieser mir bis dato völlig unbekannten Pianistin absolut fasziniert. Ein grundehrliches Spiel mit sauberer Technik und emotional wie dynamisch ausgewogener Gestaltung und einem sehr männlich-zupackenden Ton haben mich sehr schnell überzeugt. Ich habe noch nicht alle Sonaten gehört - viele aber mehrfach und immer wieder mit anderen Aufnahmen verglichen, die bei mir bisher als referenz galten.
Hier blenden nicht ständig irgendwelche genialischen Phrasen und Klangexperimente, die Defizite in anderen Bereichen verschleiern. Den vermeintlichen Mangel an Kunststückchen tauscht man gegen eine erstaunlich tiefe und eigenständige, selbstverständlich wirkende Spielweise ein.
Die Aufnahme hat Chancen, sich in kurzer Zeit an einen vorderen Platz im Regal zu schieben!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
hörbar - aber mit vergleichsweise wenig Pfiff, 13. September 2009
Zweifellos spielt hier ein "Profi". Aber langt es, eine versierte Pianistin, die mehrere Preise gewann und an der Royal Academy of Music in Kopenhagen lehrt, eine Gesamtausgabe der Sonaten einspielen zu lassen, damit diese auf CD als Empfehlung gelten darf? Trotz des niedrigen Preises kann ich diese Gesamtaufnahme nicht recht empfehlen, weil mir hinter dem technisch sehr sauberen Spiel das Emotionale, das Empfindsame, das oft Drängende oder auch Stürmische der Werke zu kurz kommt. Alle Sonaten werden in einem (auch in der Lautstärke) gleichartig akademisch-herben Vortrag präsentiert, wodurch mir der einzigartige Charakter jedes einzelnen Werkes zu wenig betont wird. Praktisch alle Klaviersonaten wirken auf mich etwas "spröde" gegenüber den vielen hochkarätigen Einspielungen, seien es Gesamtaufnahmen vom klassisch wirkenden John Lill Klaviersonaten 1-32 (Ga), die teils romantisch-melancholischen bis empfindsam-charmanten Darbietungen Claudio Arraus Klaviersonaten 1-32 (Ga), legendäre Dokumente des Vladimir Horowitz (RCA), Rudolf Serkin, Robert Casadesus oder diejenigen von Christina Ortiz, aber auch weniger bekannten wie Daniela Ruso im Niedrigpreis-Sektor, Originalklangaufnahmen mit Steven Lubin - sie alle sprechen mich mehr an, weil die Noten mit einem so unabdingbarem "Atem" erfüllt werden. Schließlich ist dieser Zyklus hörbar, aber für mich gerade als Gesamtausgabe verzichtbar. Auch eine Einzel-CD, z.B.Beethoven Klavierson.7,8+31, würde meines Erachtens einen geeigneten, in Anbetracht der relativen Gleichartigkeit der Sonaten mit Anne Oland innerhalb der GA genügenden und sicher nicht "schlechten" Einblick geben. Die Aufnahmen entstanden 1995 - 2002.
Unter demselben EAN-Code (40112222008668) habe ich übrigens vorbildlich editierte CDs von TIM (Hamburg) als Lizenzausgabe von Classico im Schuber mit 10 Crystal-Boxen und jeweiligem deutsch-englischen Heftchen und mit Portraitfotos von Anne Oland.
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4.0 von 5 Sternen
Bemerkenswert, 2. September 2009
Begeisternd an Anne Oelands Spiel ist v.a. ihr wunderbar herb-ruppiger, ja mitunter sogar grober Zugriff auf die Beethovenschen Klaviersonaten. Auch wenn sie dabei zwar nie die Höhen von Wilhelm Kempff, Wilhelm Backhaus oder Elly Ney erreicht, so befriedigen ihre unprätentiösen und sehr musikalischen Interpretationen doch völlig. Lediglich die Wahl des in den Höhen recht schepprig-klirrenden Instrumentes ist etwas unglücklich geraten.
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