Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
85 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Biographie zum Mitfühlen, 28. Mai 2005
Frida Kahlo war wohl außergewöhnlich, auch ohne eine Verfilmung. Eine Frau, die von Kind an mit einem Makel leben musste - ein Bein war krankheitsbedingt zu dünn - wird als junge Frau durch einen Busunfall mit unzähligen Knochenbrüchen verletzt. Gegen die Vorhersagen ihrer Ärzte und nach zig Operationen lernt sie erneut zu gehen. Malerei und Politik begleiten sie durch ihr Leben. Die Hochzeit des "Elefanten" und der "Taube" sorgt für schöne Momente und Niederschläge. Ihr Mann, der berühmte, große, fette und permanent untreue Wandmaler Diego Rivera betrügt die kleine, zierliche und später auch freizügige Frida mit Modellen und Geldgeberinnen gleichermaßen. Frida reist zuerst an seiner Seite durch die Welt, später als eingenständige Künstlerin alleine. Zurück in Mexiko nehmen Frida und Diego den Abtrünnigen Altkommunisten Leo Trotzki und seine Frau auf. Eine Affäre zwischen Frida und Trotzki fand wohl statt. Von dem rauschenden Zusammentreffen mit Picasso in Paris wird im Film allerdings nichts erzählt."Salma verkörpert die Grazie Fridas wie keine andere", berichteten Verwandte der Künstlerin nach der Premiere. Der Film hält sich deutlich an biografische Daten, füllt die Lücken jedoch gekonnt auf. Dadurch wird die Zerrissenheit des Lebens von Frida Kahlo gut gezeichnet und dennoch wirkt dieser Film trotz der 118 Minuten nicht langatmig. Die Bonus-DVD gibt einige Hintergrundinformationen leider etwas unstrukturiert, hätte aber unter anderem die Chronologie des Lebens von Frida Kahlo mit berühmten Personen, denen sie begegnet ist füllen können. Alles in allem ein überzeugender Film mit schönen Bildern und leidenschaftlichen Emotionen. Eine wirkliche Biographie zum Mitfühlen. 5 Sterne für den Film - 3 Sterne für die Bonus DVD.
|
|
|
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Feuerwerk an Farbe, Emotionen und Phantasie, 4. Dezember 2007
Ehrlich gesagt habe ich selten einen so bewegenden Film gesehen. Ich verstehe nicht so viel von Kunst, aber ich weiß, was mich mitreißt. Zuerst habe ich diesen Film zufällig im Fernsehen gesehen, seine Farbigkeit und die pure Erotik haben mich ergriffen, die Wucht der Geschichte, die ich noch nie gehört hatte, und die Präsenz der Künstler haben einen so tiefen Eindruck bei mir hinterlassen, dass ich meine ganze Familie damit infiziert habe. Ich kaufe selten Film-DVDs, aber diese war ein Muss. Als völlig Unwissende habe ich mich jetzt mit meinem Mann gemeinsam mit dem Leben der Frida Kahlo beschäftigt. Wichtig für uns waren ihre Beweggründe. Ihre tiefe Liebe zu Diego und zum Leben bzw. zu dem, was sie aus ihren Gefühlen heraus gelebt hat, getanzt hat, gemalt hat, das beeindruckte uns, weil wir selbst gern leben, tanzen und malen, trinken, feiern, lieben, nur nicht mit dem Hintergrund von so viel körperlichem Leid!
Jede noch so kleine Rolle in diesem herrlichen Film ist eine Omage: an das Leben einer außergewöhnlichen Künstlerin, an die politische Bewegung in Mexiko, an das Leben als Fest, an die Liebe, an die Beziehungen zwischen außergewöhnlichen Menschen. Auch wenn man von Kunst, und hier speziell von Malerei nicht die geringste Ahnung hat, besticht der Film. Einmal fühlt man sich in einen Comic versetzt, das nächste Mal in einen Bildband über Malerei, sofort merkt man aber, dass die Regisseurin den Zuschauer austrickst und man in einem lebendigen Film gefangen ist. So leidvoll das Leben der Frida Kahlo gewesen ist, mit so viel schwarzem Humor, wilder Leidenschaft und Trotz hat sie es genommen, angesichts der Zeiepoche sehr fortschrittlich. Es gibt viele Menschen, die die Werke der Frida Kahlo als schrecklich bezeichnen. Hat man den Film mit dem Herzen gesehen, sich in diese Frau hineinversetzt, dann findet man sie einfach nur faszinierend schön. Wer vor dem Film mit Salma Hajek nichts von Frida und Diego wusste, wird angesteckt, mehr zu erfahren in den vielen schönen Büchern, die über die beiden geschreiben worden sind.
Sehr lohnenswert ist auch das Bonusmaterial. Hier wird man noch tiefer in das Leben der echten Frida hineingezogen.
|
|
|
20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Frida, 3. Mai 2006
'Frida' ist ein großartiger Film, der das Leben der Künstlerin Frida Kahlo vom tragischen Unfall in der Jugend bis zu ihrem Tod begleitet. Ein Film wie die Bilderwelt Kahlos, wie die Künstlerin selbst, möchte man sagen: sinnlich, farbenfroh, ständig schwankend zwischen überschwänglichem Glück und tiefgreifendem Schmerz.
Hauptdarstellerin Salma Hayek merkt man jede Sekunde an, wie sehr ihr die Rolle der Frida am Herzen liegt. Sie verkörpert vor allem eins: die Leidenschaft, mit der Frida Kahlo ihr Leben lebte und die oft genug im wahrsten Sinne des Wortes 'Leiden' bedeutete.
Es macht einfach Freude, sich den Film anzusehen und zusammen mit Frida durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens zu gehen, zu sehen, wie sie trotz aller Tiefschläge nie ihren Lebensmut verliert, wie sie Verletzungen, Krankheit und die Untreue ihres Mannes wegsteckt und sich als Malerin, bekennende Marxistin und schlichtweg starke Persönlichkeit einen Namen macht.
Mag sein, dass der Film stellenweise beschönigt oder übertreibt. Doch als Gesamtwerk ist er eine würdige Hommage an Frida Kahlo und wenn man sich von ihrer Persönlichkeit genauso begeistern lässt wie ich, will man nach dem Film sicher mehr über Malerin und Werk erfahren.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|