Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Angelehnt an (mindestens) eine reale Begebenheit - Ciao Amigos ;-) , 1. Oktober 2008
Lust auf 79 Minuten Bayern-Klischee vom Feinsten? Ja - o.k., sofort zugreifen und vor allen Dingen nach dem Hauptfilm das komplette Bonusprogramm der DVD anschauen - lohnt sich wirklich!
Zur Handlung:
Unweit der stark befahrenen Autobahn ragt der für Bayern typische Zwiebelturm einer kleinen Dorfkirche in den Himmel - die Finanzlage der Gemeinde ist mehr als angespannt - Bürgermeister Matthias verfolgt visionäre Ziele - seiner Meinung nach braucht der verschlafene Ort im Voralpenland Bayerns dringend eine Autobahnausfahrt - welche die Reisenden von der Autobahn direkt in den geplanten "Händlegrill" locken soll - wohlgemerkt geht es dem Ortsvorsteher dabei um keine gewöhnliche Imbissbude - er denkt an ein "Gastronomierelebnis" in XXL-Format, 12.000 Händl am Tag - mindestens!
Der Film bedient von der ersten Sekunde an jedes nur denkbare Klischee bezüglich des Freistaates Bayern, dessen liebenswerten Einwohner und der "Amigos" - Bürgermeister Matthias ist sich zwar, dank einer kleinen Parteispende, längst mit dem befreundeten Landrat einig, hat jedoch bislang die Rechnung ohne die kämpferische Bäuerin Magdalena Trenner gemacht - das resolute Weibsbild möchte nämlich keinen Quadratmeter Boden abgeben - Land, welches für das Vorhaben jedoch dringend gebraucht wird - kein Land - keine Ausfahrt und somit auch kein Reichtum für die Gemeindekasse...
Im Laufe der Handlung erfährt die alleinstehende Bauersfrau Unterstützung durch den umherziehenden, wohnsitzlosen, Holzschnitzer Johannes und den aus Afrika stammenden Asylbewerber Theophile - zusammen bilden die drei eine recht ungewöhnliche WG, welche sich gegen den von Seiten des Bürgermeisters / Landrates wachsenden Druck zur Wehr setzt.
Unterforderte Dorfpolizisten, ein mit Kircheneigentum handelnder Pfarrer und engstirnige Bauern ergänzen letztlich die bunte Dorfgemeinschaft.
Ich hätte dem Treiben tatsächlich viiiiel länger zuschauen können - eine Serie in dem Format im TV und ich würde mit meinem Vorsatz, TV-Serien zu meiden, sofort brechen!
Bei den Schauspielern handelt es sich überwiegend um Neulinge vor der Kamera - ein Teil der Truppe hatte vorab Erfahrungen auf Bühnen regionaler Theaterprojekte gesammelt und trotzdem, oder vielleicht gerade aus dem Grund, wirkt der Film unheimlich lebendig, mag die Handlung an mancher Stelle etwas überzogen wirken, egal - unterm Strich bietet sich Ihnen hier die Chance, eine wirklich sehenswerte Heimat-Satire erleben zu dürfen!
Zum Bonusprogramm:
Sie haben hier u.a. Gelgenheit den kompletten Film erneut anzuschauen - Spielszenen und Dialoge der Schauspieler werden dabei jedoch von den Machern des Films 1:1(überlagert) kommentiert - die Kommentatoren sind während der eingespielten Kommentare übrigens unüberhörbar mit einem zünftigen Weißwurstessen beschäftigt....
Dem Bonusprogramm ist auch die Info zu entnehmen, dass Thomas Kronthaler (Regie / Drehbuch) durch das umstrittene Bauvorhaben eines Burgerproduzenten, inzwischen am Irschenberg gelegen, auf die Idee kam, diesen Film zu produzieren....
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auch für "Preußen" empfehlenswert!, 9. März 2003
Dieser Film zeigt herrlich die Verwicklungen einer süddeutschen Kleinstadt, in der Bürgermeister, Pfarrer und Co. jeweils ihr eigenes Süppchen kochen.Auch für Preußen geeignet - denn so geht es auch Norden zu... Kauftipp - besonders für alle, die der bayerischen Sprache mächtig sind!
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Weiß-Blauer Himmel und Maffia, 7. Januar 2004
Oder: Bayern, so wie es wirklich ist? Die für ein bayerisches Dorf so typische „Heilige Dreifaltigkeit", bestehend aus dem Dorfpfarrer, dem Dorfpolizisten und dem Bürgermeister, treibt auch in Daxenbrunn ihr Unwesen.Herrlich wie Kronthaler die einzelnen Charaktere darstellt. Den Dorfpfarrer, der den „pekuniären Versuchungen" des irdischen Daseins nie widerstehen kann und der in der Kirche den großen Seelenretter spielt, bezeichnet ein kleiner Bub mit „oide Sau" und trifft dabei den Nagel auf den Kopf, wie der Fortgang der Geschichte zeigen wird. Der Kreis der Korrupten wird um zwei Polizisten erweitert, die während ihrer Streifenfahrt im Auftrag des Bürgermeisters auf Rehjagd gehen und nach erfolgreicher Jagd gemeinsam kantieren: „Heit gibt's Rehragout...". Der Bürgermeister selbst hat letztlich nach Bestechung im Landtag eine Autobahnausfahrt für den Ort durchgesetzt. Aber da gibt es noch die „oide Trennerin", (gespielt von Maria Singer in Bestform), die ihren Grund, auf dem eine Hendlstation errichtet werden soll, einfach nicht hergeben will und die Machenschaften der anderen nicht nur genau durchschaut, sondern ihnen auch mit Waffeneinsatz begegnet. Herrlich die Szene, in der Franz-Josef Strauß (als Foto in der Sakristei des Dorfpfarrers) zu diesem spricht. Wie bei „Don Camillo und Peppone", wenn Gott zu Don Camillo sprach. Nur dass Gott immer zum Guten ermahnend, zu Don Camillo sprach. Leider gibt es zu diesem bayerischen Meisterwerk keine hochdeutschen Untertitel, was unsere preussischen Filmfans sicher bedauern werden. Trotzdem, dieser Film ist ein absolutes Muss auch für alle „Jenseits des Weißwurstäquators Lebenden". Also Leid, DVD kaffa und oschaugn, mehr sog i ned!
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