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42 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein guter Film mit Schwächen in der technischen Umsetzung!, 25. Februar 2003
"ES" gehört sicherlich zu den bekanntesten und besten Verfilmungen des Roman Autors Stephen Kings neben solchen Klassikern wie "Shining" oder "Misery" - wobei das wirklich Beeindruckende an diesem Werk ist, dass es sich eigentlich "nur" um eine TV-Produktion und nicht um einen Kino Film handelt. Das merkt man dem 3-stündigen Horror Epos jedoch nicht an. Die Schauspieler, allen voran der in dieser Rolle so herrlich diabolisch agierende Tim Curry (vielen sicher bekannt u.a. aus der "Rocky Horror Picture Show") als die Verkörperung des Bösen, spielen sicher und überzeugend ihren Part - insbesondere auch die jugendlichen Schauspieler. Hier wurde beim Casting gut gewählt. Wer das Buch kennt wird feststellen, dass eine über 1200 Seiten umfassende Romanvorlage natürlich nur mit Abstrichen verfilmt werden kann. Viele Kleinigkeiten, die im Buch eine tiefer gehende Identifizierung mit den Charakteren ermöglichten oder mehr über den Ursprung des Bösen verrieten, konnten ganz einfach aus Zeitgründen nicht untergebracht werden. Mich hat es jedoch nicht sonderlich gestört, was aber vielleicht damit zusammenhängt, dass ich das Buch erst gelesen habe, nachdem ich durch den Film darauf neugierig geworden bin. Lediglich vom Ende des Films bin ich retrospektiv etwas enttäuscht, nachdem ich das Buch nun kenne. Im Film ist der letzte Kampf der "Club der Verlierer" gegen das Böse (und insbesondere die Art, wie "Es" dargestellt wurde) derart dilettantisch, dass ich mir hier mehr Liebe zum Detail gewünscht hätte. Nun, wie schon erwähnt, es handelte sich um eine TV-Produktion und da sind Budgets nun mal beschränkt. Alles in allem trotzdem ein toller, teils subtiler Horror-Film. Ich will nicht verschweigen, dass ich damals mit 16 Jahren, als ich ihn zum ersten Mal sah, Nächte lang Angst hatte, ein wahnsinniger Clown würde plötzlich in meinem Schlafzimmer stehen (bin in Punkto Horror Filme nicht so abgehärtet). Ich empfehle die "FSK 16" hier ernst zu nehmen und den Film nicht zu jungem Publikum zugänglich zu machen. Zur DVD: Die DVD kommt im "Ivy Hill Snapper Case" daher, typisch für eine Midprice-DVD von Warner Home Entertainment. Schade, dass man dem Film keine edlere und robustere Amaray Hülle spendiert hat, aber die sind im Einkauf wohl auch ein paar Cent teurer. Die DVD ansich ist eine sog. DVD-10. Das bedeutet "double sided - single layer". Im Gegensatz zu den heutigen Standard DVD's (Typ 9) haben diese den Nachteil, dass man aufgrund der beschränkten Kapazität einer nur 1-schichtigen DVD nach der Hälfte des Films diese wenden muß. Bei "ES" fällt das nicht ganz so störend aus, da der Film ursprünglich auch als 2-Teiler gedreht wurde und der Wechsel genau nach Ende des ersten Abschnitts erfolgte. Trotzdem eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Auch hier wurde gespart. Schade, dass solche kleinen Mängel in der technischen Umsetzung vorliegen. Wenn man im Hintergrund behält, dass es sich hier um eine TV Produktion handelt, die zudem schon 13 Jahre auf dem Buckel hat, kann man über das Bild nicht meckern, zumal er im 16:9 Format vorliegt. Die Farben sind kräftig, die Schärfe und Details bewegen sich im durchschnittlichen Bereich. Sehr solide. Der Ton ist in drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Spanisch) jeweils in DD 2.0 anwählbar. Insbesondere ist es schön, den Film mal in der Original Fassung zu erleben. Untertitel sind optional zuschaltbar. Sowohl in Deutsch und Englisch sind die Stimmen klar zu verstehen, jedoch vermisst man wirklichen Surround Sound. In erster Linie kommt der Klang aus den Front Lautsprechern, der Bassbereich kommt nur in seltenen Momenten zum Einsatz - meist dann, wenn "ES" auftritt und die Musik etwas "beängstigender" wird. Alles in allem nicht wirklich gut aber akzeptabel. Im Punkto Bonus-Material befindet sich ein informativer und lustiger Audio Kommentar von Regisseur und Darstellern auf der DVD, den es sich anzuschauen lohnt. Das war's dann aber auch schon, von ein paar überflüssigen Text-Tafeln einmal abgesehen. Zugegebenermaßen ist das nicht viel, aber für eine TV-Produktion gibt es in der Regel kein "Making-Of", insbesondere nicht, wenn das Budget derart limitiert war, wie bei einem solchen Horror-Film. Nichtsdestotrotz schön, dass es überhaupt einen Audio Kommentar gibt. Fazit: Eine wirklich gute TV-Produktion, die verständlicherweise an die Roman-Vorlage nicht herankommt. Trotz Schwächen in der technischen Umsetzung als Midprice DVD ein Schnäppchen.
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