Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
EIN ABSOLUTES MUß !!!, 18. Februar 2005
"Taking Sides-Der Fall Furtwängler". Wenn man diesen Filmtitel hört denkt man zunächst an alles Mögliche, jedoch nicht an einen Film, der meines Erachtens nach, einer der besten Filme aller Zeiten ist. Kaum ein anderer Film, der sich mit der direkten Nachkriegszeit, oder gar mit den Nürnberger Prozessen beschäftigte, ist so nüchtern und/oder objektiv mit dem Thema "NAZIVERBRECHEN" umgegangen wie "Taking-Sides". Sicherlich liegt deser Umstand daran, daß der Dirigent Furtwängler keine Greultaten begangen hat, sondern sich lediglich seiner "Muse" der Musik ergeben hat, wenn auch zu einer unwirtlichen und unmenschlichen Epoche. Ist Furtwängler nun schuldig ? Schuldig weil er für Hitler dirigiert hat ohne sich gegen das Regime zu wehren oder nur zu emigrieren. Für Major Arnold ist die Frage schnell und eindeutig geklärt. Doch ist es so einfach ?. Für ihn ist die gesamte deutsche Intelligenzschicht, die sich nicht gegen Hitler auflehnte automatisch schuldig. Er hat einen Job und er will den "Bandleader des Teufels" hinter Gitter bringen. Dieser Film ist nicht der wöchentliche "Popcorn-Film" der leichte Filmkost bietet und bei dem Gut und Böse klar getrennt sind. Dieser Film lässt dem Zuschauer alle Möglichkeiten der Parteinahme offen, ohne Vorgaben zu leisten und ohne schlechtes Gewissen zu betreiben. Der Zuschauer selbst ist gefragt und hinterfragt, die trefflich geführten Dialoge zu analysieren und zu bewerten. Ich garantiere Ihnen, daß wenn Sie diesen Film in einer kleineren oder grösseren Gruppe schauen, danach noch einiges an Gesprächsbedarf anliegt. Tun Sie sich einmal etwas Gutes und schauen Sie sich diesen Film an. Sie werden wie ich begeistert sein. VERSPROCHEN
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Culture and Justice - Two Worlds Apart, 20. Oktober 2003
Die europaeische Filmproduktion "Taking Sides" (Regie: Istvan Szabo) hat in den USA groesstenteils gute bis sehr gute Kritiken bekommen. Grundlage fuer den Film ist ein Theaterstueck. Die Handlung spielt in Berlin zur Zeit des Nuernberger Prozesses und besteht im wesentlichen aus den Gespraechen zwischen US Major Steve Arnold (Harvey Keitel) und dem Dirigenten Wilhelm Furtwaengler (Stellan Skarsgard), den der Major in Nuernberg vor Gericht bringen soll. Die Frage, um die sich der Film dreht und die natuerlich offen bleibt, ist dieselbe wie in "Mephisto" (auch von Szabo): Ist der Kuenstler (wie Furtwaengler oder Gustaf Gruendgens), der im dritten Reich seiner Kunst weiter nachging (anstatt zu emigrieren und/oder in den Widerstand zu gehen), schuldig? Diesen Film als Deutsche, die in den USA lebt, zu sehen, hinterlaesst einen starken Zwiespalt. Ich habe wirklich Probleme, mich auf eine "Seite" zu stellen. Harvey Keitel und Stellan Skarsgard spielen ihre Rollen brilliant. Mortiz Bleibtreu und Birgit Minichmayer als Nebendarsteller haben mir auch sehr gut gefallen. Leider kommt die Musik meiner Meinung nach zu kurz in dem Film. Immerhin geht es hier um den Dirigenten Furtwaengler, von dem man sicher behaupten kann, dass die Musik in seinem Leben eine absolut zentrale Rolle gespielt hat. Ohne die Musik zum Thema zu machen, kann man der Person Furtwaengler nicht nahe kommen. (Vielleicht lag aber auch eine Absicht darin.) Alles in allem ein gutes Kammerstueck.Meine Gesamtwertung: sehenswert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gute Verfilmung eines Theaterstücks, 15. Oktober 2003
Taking Sides dreht sich um die Frage ob Musik politisch ist oder nicht, bzw. ob sich Furtwängler schuldig gemacht hat, weil er für Hitler Konzerte dirigiert hat. Der amerikanische Major, der den Fall nach dem Krieg zu untersuchen hat, nennt Furtwängler "den Bandleader des Teufels". Der Film ist gut gemacht und Harvey Keitel glänzt in der Hauptrolle des US Majors Steve Arnold, ebenso wie Stellan Skarsgård als Furtwängler. Moritz Bleibtreu und Birgit Minichmayr haben nette Nebenrollen. Das Skript geht auf ein sehr gutes Theaterstück von Ronald Harwood zurück, daher auch der kammerspielartige Charkter des Films. Dafür sind die Dialoge jedoch treffsicher und überzeugend. Das Ganz ist natürlich nichts für Aktionfans, aber wer bei einem Film mitdenken will, ist hier gut bedient. Es ist erstaunlich, wie wenig sentimental der Film ist (im Vergleich zu anderen Filmen, die sich um das Dritte Reich drehen).
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