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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klassiker in toller Bildqualität, 3. März 2003
Die Handlung von Formicula ist simpel: Riesenameisen bedrohen die Welt. Aber was für ein Film! Ok, die Ameisen sehen für Jurassic-Park-verwöhnte Augen eher lustig aus, aber das schmälert das Filmerlebnis nicht im Geringsten. Was hier mit einfachsten Mittel an Spannung und Atmosphäre aufgebaut wird, daran können sich moderne Filmemacher mehr als nur eine Scheibe abschneiden. Soviel zum Film, den sollte inzwischen sowieso jeder schon einmal im Fernsehen gesehen haben.Wichtiger ist hier die Umsetzung auf DVD. Das wichtigste ist natürlich erst einmal das Bild und da wurde ich sehr positiv überrascht. Ich hätte nie gedacht, daß man aus einem 50 Jahre alten Film so eine hervorragende Bildqualität herausholen kann. Entweder hatte Warner ein sehr gut erhaltenes Master irgendwo in den Archiven, oder sie sind Meister im Restaurieren. Der Kontrast ausgewogen, gute Schärfe, kein Rauschen, keine Dropouts ... man könnte meinen, der Film wäre erst vor kurzem gedreht worden. Der Ton ist zwar nur in Mono, aber ebenfalls sehr gut gelungen und ohne Rauschen. Die Ausstattung ist typisch Warner, wenig (und in diesem Fall uninteressante) Extras wie etwa eine Fotogalerie und ein Trailer. Hier kann die DVD nicht Punkten. Dafür ist alles vorhanden, was meiner Meinung nach zum Standard bei einer DVD gehören sollte (es aber leider bei vielen anderen DVD's nicht ist), nämlich Orginalton und Untertitel in Deutsch und Englisch. Zusätzlich ist der Ton noch in Spanisch enthalten und Untertitel sind in weiteren zehn Sprachen wählbar. Ich kann den Film nur jedem empfehlen, er ist einer der großen Klassiker und auch heute noch absolut sehenswert.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Krabbelmonster auf großem Fuß, 25. Juni 2007
Stellen Sie sich vor, Sie sind in der Wüste. Ein unheimliches, schrilles Zirpen erfüllt die Luft, ohne dass Sie lokalisieren können, woher es kommt oder was es überhaupt verursacht. Da erscheint plötzlich über dem Kamm einer Düne der gigantische Kopf einer Riesenameise...
"Formicula" gilt neben dem ein Jahr später entstandenen "Tarantula" als der beste und beliebteste Film über monströses Krabbelgetier. Und das mit Recht. Allein der mysteriöse Anfang sorgt für Spannung und Gänsehaut: Zwei Polizisten kommen an einen zerstörten Laden am Rande der Wüste. Während der eine Polizist wieder in die Stadt fährt, bleibt der andere als Wachtposten vor Ort. Da hört er dieses bizarre und immer lauter werdende Gezirpe und geht durch die aufgerissene, vollkommen zerstörte Hauswand hinaus. Dann hört man Schüsse. Schreie. Das Zirpen schwillt mehr und mehr an... Man sitzt gebannt und starr in seinem Sessel und kann kaum erwarten zu sehen, welche Kreaturen diese unwirklichen Geräusche verursachen.
Weitere Highlights sind der Kampf auf dem Schiff und die Ameisen in der Kanalisiation.
Um die Wirkung des Films möglichst nicht zu verschenken, hielt Warner Brothers damals sehr viel vom Inhalt und von den Details geheim. Selbst die Plakatwerbung verriet nicht wirklich viel. Man wollte die Zuschauer mit voller Wucht treffen... Der Film wurde durch die wahnsinnig spannende Story und die spektakulären Tricks ein großer Hit und löste eine Reihe zahlreicher Krabbelmonsterfilme aus.
James Arness spielt eine der Hauptrollen. 1951 war er in "Das Ding aus einer anderen Welt" eben jenes Ding, und Jahre später sollte er als Marshal Matt Dillon in "Rauchende Colts" berühmt werden.
Wer aufmerksam hinguckt, entdeckt auch Leonard Nimoy in einer Szene (er hat nur ein paar Zeilen Text), der später als Mr.Spock in die Fernsehgeschichte eingehen sollte.
Es gibt zu diesem Film eine sehr nette Anekdote:
Während einer Drehpause in der Wüste ging Regisseur Gordon Douglas zurück zur Straße, die in der Nähe verlief. Er setzte sich auf einen Stein am Straßenrand und begann, seine Brote zu essen. Kurz darauf kommt ein Auto vorbei. Recht flott unterwegs. Plötzlich jedoch bremst der Wagen scharf. Der Fahrer springt raus, die Augen schreckgeweitet. Er starrt an Douglas vorbei und deutet in die Wüste.
"Was ist das?", fragt er entsetzt.
Douglas dreht sich kauend um und sieht auf einem Hügel eines der riesigen Ameisenmodelle stehen.
"Eine Riesenameise", sagt er trocken.
Der Fahrer rennt zurück zum Wagen und gibt Vollgas.
Tja, was der wohl in der Stadt erzählt hat...
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sie kommen!, 4. März 2008
Als Kind war ich begeisterter Monster- und Science-Fiction-Film-Fan. Ich liebte die Sonntagsvorstellungen und machte Jagd auf Aushangfotos und Filmplakate. Das ist zwar lange her, doch auch heute noch hat das (mein) Kind im Manne eine Menge Spaß damit. Und Formicula (Originaltitel: Them!), der 1954 in die US-amerikanischen und 1960 in die deutschen Kinos kam, macht eine Menge Spaß! Regisseur Gordon Douglas, keineswegs ein Genre-Filmemacher, schuf das erste Bug-Movie und den ersten Film überhaupt um, durch Atomstrahlen mutierte Tiere, dicht gefolgt vom Ur-Godzilla und Jack Arnolds Tarantula.
Douglas war bereits als Qualitätsarbeiter etabliert, drehte Western, Krimis und Komödien und hatte schon mit Stan Laurel und Oliver Hardy, Randolph Scott, James Cagney und Gregory Peck gearbeitet (seine Kariere begann übrigens mit einigen Episoden der "Kleinen Strolche"). Später folgten Filme mit Elvis Presly, Frank Sinatra und Jerry Lewis.
Ursprünglich sollte der Film in Farbe und 3-D gedreht werden, doch - glücklicherweise - entschied Warner Brothers in letzter Minute ihn "nur" in s/w zu produzieren. Mit Them! lieferte Gordon Douglas nicht nur einen ungemein spannenden und handwerklich hervorragend gemachten Film ab, sondern auch eine Blaupause für unzählige spätere Filme, sodass man Them! durchaus als Schlüsselfilm bezeichnen darf. Noch heute, nach über 50 Jahren, funktioniert dieser Film - neben den guten Darstellern, einem schlüssigen Drehbuch und der überzeugenden Inszenierung ist dies nicht zuletzt dem, für die damalige Zeit überragenden, Sounddesign zu verdanken.
Die DVD bietet eine hervorragende Bild- und Tonqualität, das Menu ist in liebevollem Retro-Design gehalten, lediglich das magere Bonusmaterial und das schlecht gemachte Cover trüben den Eindruck ein wenig. Doch das tut dem Gesamtbild keinen Abbruch. Der Freund und die Freundin alter Klassiker ist gut beraten hier zuzuschlagen - uneingeschränkt empfehlenswert!
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