Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Una alegría para todos oídos!, 3. August 2003
In ihrer spanischen Heimat gelten Ojos De Brujo als "Die jungen Wilden von Barcelona". Ihre Musik, von der spanischen Musikpresse auch gerne als "Barcelona Mestiza" oder "Barcelona Zona Bastarda" bezeichnet, steht für einen sich immer mehr durchsetzenden Trend, traditionelle Musikstile wie Rumba oder Flamenco mit elektronischen Beats zu fusionieren. Ihr erstes Album "Vengue" verkaufte sich allein in Spanien über 20.000 mal. Mit "Bari" - so der Titel ihres zweiten und neusten Albums, wollen die 9 Musiker, die sich selbst eher als ein Musikerkollektiv denn als feste Band sehen, an ihren eigenen Erfolg anknüpfen und das europäische Festland jenseits der Iberischen Halbinsel im Sturm erobern. Schon beim ersten "Reinhören", kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass ihnen dies durchaus gelingen könnte. Viele der Musiker haben zuvor in Rock-, Hip Hop- oder Funkbands gespielt. Ramón, der Gitarrist ist ein echter "Gitano" - ein Meister der Flamenco-Gitarre und Sängerin Marina "La Canillas" hat die Grazie und das Feuer einer spanischen "Bailadora". "Bari" interpretiert die Geschichte der Gipsy's und ihrem Flamenco und überzeugt vom ersten Track an durch die rhythmischen und positiven Vibes, die sich immer wieder über das gesamte Album bestätigen. Ein Album das zeigt, dass traditionelle Musik nicht an Qualität und Spannung verliert, wenn man sie intelligent mit modernen Elementen verbindet. So klingt Flamenco für das 21. Jahrhundert.
|
|
|
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DER WEG NACH INDIEN UND ZURÜCK, 13. Januar 2007
Ich bin keine grosse Flamencoliebhaberin, aber ich bin Spanierin, von daher habe ich das Vergnügen die spanische Sprache verstehen zu können und das ist gut so, denn bei diesem Werk von OJOS DE BRUJO (dIE aUGEN DES zAUBERERS) Barí, ist es besser man versteht spanisch, denn das allergrösste an dieser CD sind ihre Texte. Die Musik natürlich auch, selbstverständlich, aber wer der spanischen Sprache nicht mächtig ist, sollte sich die entsprechende Übersetzung besorgen.
Themen wie Tiempo de Soleá - Soleá Zeiten, etwa traurige Zeiten.
"Rodeá de tanta gente y yo me siento tan sola"
Soviele Menschen um mich herum und ich fühle mich so allein.
Mi corazón es como una bomba, pum, pum, de relojería fina a punto de estallar"
Mein Herz gleicht einer PräzisionsZeitbombe, es explodiert in jeder Sekunde.
"Extranjera y con papeles caducaós"
Wie ein Ausländer mit abgelaufenem Visum.
"Y es que no hay son ni guaguancó que me consuele, el tiempo es de soleá y a mi me duele"
Nichts kann mich trösten, wir leben in SoleáZeiten und es tut mir weh.
"Voy por las calles escuchando los quejíos, el futuro en cada esquina, pende de un hilo"
Ich laufe durch die Strassen und höre das Jammern, die Zukunft an jeder Ecke, hängt am seidenem Faden.
"Y entre apretones de mano se juegan el destino de la tierra y de los seres que en ella vivimos"
Sie spielen mit dem Schicksal der Erde und der Wesen in ihr mit einem blossem Händeschütteln.
"No conocen el respeto, les sigue un oscuro sino. Con lo linda que es la vida,¿en qué la habéis convertido?"
Sie respektieren Nichts, eine böse Macht folgt Ihnen. Das Leben ist so wunderschön, was habt ihr daraus gemacht?
"Detrás de las cuatro paredes, por el callejón de atrás. Soleá y martinete, las cartas están marcás"
Hinter den vier Wänden, durch die Hintergasse, nichts als Soleá und martinetes, die Karten sind gezinkt.
Und so weiter und so folgt. Das ist die Strassenlyrik der Zaubereraugen, einmalig. Es gibt ein Stück "Quién engaña , no gana"" Wer trügt, gewinnt nie" Das ist ein purer Rap mit einer spärlichen Hintergrundmusik, die das gesprochene Wort von Marina, Sängerin und Frontfrau der Truppe, begleitet.
Auch da sollte man sich die Übersetzung besorgen, traumhafter Text.
Schon das Introstück ist ein wahres Kunstwerk von Instrumenten und Scatgesang, die einzigen übersetzbaren Worte von Marina sind "Creando ambiente" "Wir machen Stimmung" und das ist die pure, reine Wahrheit.
"Naita" bedeutet ganz einfach "Nichts" und es geht im Stück ganz einfach um die ganz alltäglichen Ungerechtigkeiten:
"La sangre se me rebela cuando me pongo a pensar, que aquí unos tienen de tó, y otros no tienen de ná"
Mein Blut wird rebellisch wenn ich nur daran denke, dass manche hier gar Nichts besitzen und andere widerum, alles.
"Tanguillo de María" Ein argentinischer Tango ist das hier nicht, es ist ein Flamencotangolein (tanguillo)eine der vielen Richtungen im Flamencowirrwarr und die sogenannte María ist hier niemand anders als die bekannte Mary Jane oder auch MariJuana, ein Loblied auf das grünste Gras, das einem schwindelig macht.
Zambra (Zigeunerparty) ist ein furioses Minimalgesangs- und Grossinstrumentalwerk. Es fängt leise und bescheiden an, mit Gitarrengeklänge und es explodiert irgendwann mit Ragagesang aus Indien.
Höchst empfehlenswert!!!!!
Im Grunde genommen ist jedes Stück ein kleines Meisterstück in sich und die Spannweite der Fusionsmusik aus Barcelona von den BaríZigeunern ist eine Weltreise, von Spanien über der New Yorker Hip Hop und RapKultur, bis hin nach Indien, zu den mytischen Ragagesang, es ist alles vorhanden.
|
|
|
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mehr als Flamenco, 15. Juli 2003
Ojos De Brujo aus Barcelona liefern mit 'Bari' ein sehr vielseitiges Album ab. Die Songs basieren auf traditionellem Flamenco in diversen Spielarten und wurden sehr hörenswert mit Funk, Latin, Reggae und HipHop zeitgemäß und teilweise gar DJ-tauglich angereichert. Heisse Rhythmen sind garantiert und machen die Musik zu einem ungewöhnlich abwechslungsreichen Hörerlebnis.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|