Video Jakob Kurzinhalt
Berliner Philharmoniker - Claudio Abbado Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphony No. 6 in F major, Op. 68
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Moviemans Kommentar zur DVD: Auch wegen des wunderbaren Specials der Dirigentenkamera im Multiangle-Modus (man sieht auf Wunsch permanent während der 6. Symphonie Abbado in einer Halbnaheinstellung) und der grazilen und zugleich kraftvollen Akustik verdient die Disc die Höchstnote - wir übersehen einfach einmal die paar kleinen Artefakte. Abbados Interpretation begeistert durch eine nie gehörte Tempikontrastierung (besonders in der 1. Symph.) und ein ansonsten außergewöhnlich stringentes und rasantes Dirigat. Die 6. Symphonie wurde selten mit mehr Lebensfreude und mit weniger Verkitschung aufgeführt. Ein Höhepunkt ist das Allegro Vivace des 4.Satzes der 8. Symph., dessen forciertes Tempo schlicht werktreu zu sein scheint.Die Laufzeitangabe auf dem Cover macht die Produktion übrigens um 40 Minuten kürzer als sie ist (75 Minuten für drei Symphonien könnte auf den Kunden verstörend wirken bei aller Rasanz: das schafft nicht einmal Abbado).Absolut sehenswert.MO
Bild: Eine sehr natürliche Farbsättigung und der kraftvolle Kontrast zeichnen für die Gütewerte der Disc verantwortlich. Bei enormer Plastizität wird ein strahlendes Bild geboten, das nur in Problemmomenten einige Artefakte aufweist. Ein Schwenk mit Dirigent Abbado etwa läuft vor einem merklich in Klötzchen aufgelösten Hintergrund statt (00.01.34). Während der Aufführung allerdings treten solche Bildfehler in den Hintergrund und treten nur vermindert zuweilen auf dem Schwarz des Fracks auf. Vor schwarzem Hintergrund ziehen die Hände Abbados dezent nach, wenn er zu heftig wird (01.15.05). Insgesamt aber - auch wegen großer Tiefenschärfe -völlig überzeugend.
Ton: In breiter Transparenz und erfrischender Detailzeichnung präsentiert sich eine delikate Akustik. Glasklare Streicherabbildung (00.55.10) und authentische Klangfarben auch in den Holzbläsern (01.15.10) sowie dynamikstarke Tutti (01.13.18) zeichnen die Disc aus. In der DTS-Version scheint etwa ein Bass-Pizzicato noch etwas kerniger als in DD (01.31.35), insgesamt aber liefern sich die DD- und die DTS-Fassung ein Kopf-an-Kopf-Rennen in allen klangrelevanten Punkten. Akustisch ein absoluter Gewinner. --movieman.de