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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Weihnachtsgeschenk (für mich selber), 28. November 2002
Von Ein Kunde
Ein Weihnachtsgeschenk (für mich selber)Der ersehnte Weihnachtsflug in die Sonne leider schon ausgebucht, die süßen Weihnachtskekse heuer (wegen schlechter Zuckerwerte) tabu ... Was bleibt einem da über, als hierzulande den (Vor-)Feiertags-Blues mit ein paar Stücken echt guter Musik durch- und in die Welt von Element of Crime einzutauchen. Mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst sind heuer die beiden "halben Doppelalben" mit einer "Werkschau" der EoC: "1985-1990" (ihre "englischen Jahre") und "1991-1996". 2 CDs mit je 13 Titeln, die ich am liebsten gleich in die Stammkneipe mitnehmen würde. Dem Barkeeper ein Bier spendiert, damit er beide nacheinander spielt, und abgetaucht in die (meist) augenzwinkernde Romantik, Melancholie und Verzweiflung, in die schrägen Gefühle und Phantasien, in die sensationelle Instrumentierung und die noch sensationellere Lyrik der EoC, die's durchaus mit jener von REM oder Jim Morrison aufnehmen kann. "1985-1990" (und wohl auch "die zweite Hälfte, 1991-1996") ist etwas für den EoC-Fan, der "einfach alles" von dieser Kutlband haben muss. Oder für alle "Nachgeborenen", die (so wie ich) bislang nur mit ihrem späteren Werk vertraut sind, und neugierig darauf, wie das alles angefangen hat - ohne, dass sie sich gleich alle "alten" CDs kaufen will. Ich fühl mich bei den Songs aus ihren Anfangsjahren ein wenig an Lou Reed, Velvet Underground und auch an Brecht/Weill errinnert - ähnlich traurig, ähnlich beschwingt, und nie gelangweilt. Die Diashow und das Video auf dieser "extended CD" machen sich sehr gut am Heim-PC (zum Glück auch am Mac im Büro!) total gut, und das Booklet ist toll fotografiert. Es hat einen einführenden Text von Detlef Kinsler, der die CDs (ganz nach seinem Geschmack, wie sollt es auch anders gehen) zusammengestellt und auch gleich ein Buch über EoC geschrieben hat. Was mir im Booklet abgeht, sind die Texte: Bei "1991-1996" sind sie ja (halbwegs) verstaendlich, weil auf deutsch; auf "1985-1990" erinnert mich der Stil zeitweise ein wenig an den asthmatisch-gepresst-abgehackten Nuschelgesang von Herbert Grönemeyer. Das macht eigentlich nichts, im Gegenteil. Nur verstehen (oder nachlesen können) würd' ich Sven Regener halt gern, zumindest akustisch.
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