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2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Tennis Master Series 2003, 5. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Tennis Masters Series 2003 (Videospiel)
Wer sich heutzutage traut ein Tennisgame für die Next-Gen Konsolen auf den Markt zu bringen, der muss sich schon etwas Besonderes einfallen lassen um sich von der hochqualitativen Konkurrenz abzuheben. Zunächst bietet uns TMS 2003 nichts dergleichen, ganz im Gegenteil erlaubt das Menü gerade mal den Start eines Einzelgames (Schaukampf) sowie der Meisterschaft (Tennis Masters Series), mehr nicht. Dafür dürfen wir aus einer recht großen Liste von Tennisspielern, alle mit ihren speziellen Fähigkeiten, auswählen. Die hämisch grinsenden Gesichter der Sportler übersehen wir dabei unauffällig.So dauert es also nicht lange bis wir endlich auf dem Court stehen und den Schläger schwingen dürfen, oder soll ich lieber sagen, ihn schaukeln zu lassen? Im Vergleich mit anderen Tennisgames nämlich, erscheint TMS 2003 als würde es in Zeitlupe ablaufen. Dabei ist man hin und hergerissen zwischen dem Staunen ob der gelungenen und vielschichtigen Animationen der Tennisspieler, bei gleichzeitigem Entsetzen über den Rentnergang den diese an den Tag legen. So dürfte man Anfangs jeden zweiten Ball verlieren, da bei einem Schritt in die falsche Richtung nicht mehr genug Zeit ist um den Fehler zu korrigieren. Hat man diese Frustschwelle allerdings überwunden und sich das seltsame Timing des Games angeeignet, so entdeckt man die ausgeklügelte Technik der computergesteuerten Spieler, die allesamt eine eigene Technik innezuhaben scheinen. Während der eine Spieler versucht einen immer möglichst nahe ans Netz zu locken, um dann im geeigneten Augenblick einen Schweber übers Netz zu heben wie man ihn noch nicht gesehen hat, versucht der nächste Spieler mit möglichst aggressiver Spielweise an die Punkte zu kommen. So kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass TMS 2003 ein wirklich ausgereiftes Sportspiel ist mit einigem an Tiefgang, allerdings hapert es kräftig an der Geschwindigkeit des Games, speziell der eigenen Spielfigur, die den Ball am liebsten nachgetragen bekommt. Dazu gesellen sich noch einige Unausgegorenheiten, wie der praktisch sinnlose Powermeter bei der Angabe, der sich auf Knopfdruck bis zur Grenze füllt und daraufhin den Schlag ausführt. Das bekannte System des zu startenden Balkens, der sich dann selbst füllt und zum richtigen Zeitpunkt per Knopfdruck angehalten werden will, wurde nicht nachvollzogen. Stattdessen füllt sich der Balken solange wir die Taste gedrückt halten und hält netterweise bei maximalen Ausschlag an. Die Grafik erreicht gutes mittleres Niveau, allerdings ohne das Auge zu überraschen. Die Courts sind allesamt recht nett hergerichtet, inklusive Schiedsrichter und flacher Zuschauer, geben also keinen Anlass zur Kritik. Anders die gebotenen Animationen der Spieler, welche zwar, wie bereits erwähnt, sehr vielschichtig und gut gemacht sind, allerdings viel zu langsam ablaufen. Dieser Effekt wird durch die leicht zögernd ansprechende Steuerung noch unterstrichen, die einem so manche Zornesfalte ins Gesicht treibt. Ebenso durchschnittlich wie die Grafik gibt sich auch die Soundkulisse, die ihren Sinn und Zweck sicherlich erfüllt, aber kaum reicht um den Verstärker zu bemühen, da das rhythmische Ploppen ebenso gut aus den TV-Lautsprechern klingt. Einzig die Musikuntermalung in dem Intro-Video gibt sich alle Mühe etwas Stimmung aufkommen zu lassen. Die Steuerung reiht sich nahtlos in das durchschnittliche Geschehen ein, ohne positiv aufzufallen. Hat man erst die langsamen Spieler und die ebenso zögerliche Steuerung im Griff, eröffnet sich ein sehr technisches Spiel, in dem besonders die Computerspieler zeigen was alles möglich ist.
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