Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erhebet euch, 25. September 2004
Solomon Burke sollte eigentlich "Soulomon" heißen - so souverän, wie er hier den ganzen selbst ernannten Soulsternchen die Leviten liest: Start crying your heart out! Der Mann ist eine Legende, und er ist einer der letzten wahren Prediger, die Soul, dieses arg geschundene Genre, heutzutage noch hat. Dieser Typ hat mit 66 Jahren noch mindestens doppelt so viel Rhythm und Blues in seinen Adern als die gesamte Charts-R'n'B-Liga zusammen. Wer daran zweifelt, der höre sich das neueste Machwerk von Solomon Burke an. Eingespielt wurde "Don't Give Up On Me" in sage und schreibe vier Tagen live im Studio. "Es war eine unglaubliche Erfahrung, eines der ersten Alben seit den 50ern, das ich auf diese Weise eingespielt habe. Es ist toll, was man mit der neuen Technik alles machen kann, aber auch was man alles nicht damit machen kann. Wir sind zu unseren Wurzeln zurückgekehrt. Und das hat ne Menge Spaß gemacht" sagt Burke. Diese Atmosphäre überträgt sich ohne Reibungsverlust auf den Hörer. Die Liste der Komponisten, deren bisher unveröffentlichte Tracks der Altmeister hier interpretiert, liest sich wie ein Who's Who der Songwriter-Szene: Elvis Costello, Bob Dylan, Nick Lowe, Tom Waits, Van Morrison. Burke legt in jeden dieser 11 Songs so viel Seele und Blut, als ginge es um sein Leben. "Fast Train" von Van Morrison ist ein gutes Beispiel dafür. So viel Authentizität, solch ungefilterte Emotion ist heutzutage selten geworden. Und diese Stimme! Soul wird bei Burke zu einer Person aus Fleisch und Blut ("Flesh and Blood"), der man die Tränen aus dem Gesicht wischen möchte. "The Other Side Of The Coin" und "None Of Us Are Free" sind weitere Höhepunkte. Die Orgel des Kirchenorganisten Rudy Copeland gibt den Stücken eine fast andächtige Tiefe. "Don't Give Up On Me" macht den Eindruck, als sei Burke für uns an die dunkelsten Orte der Welt gegangen, habe sich mit Gott betrunken, und sei dann Arm in Arm mit ihm auf Seelenfang gegangen, bis hin zum finalen "Judgment" (grandiose Komposition von Elvis Costello). Es steht zu hoffen, dass sich möglichst viele das Album zulegen und ihm in die Fänge gehen. Geht auf eure Knie, Brothers and Sisters, und betet ihn an, den verdammten Holy Priest of Soul!
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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Klassiker!, 15. September 2003
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich persönlich Solomon Burke immer eher in der zweiten Garde der Soul Sänger gesehen habe - so ganz vermochte er vor meinen kritischen Ohren Giganten wie Otis Redding, James Carr oder später Al Green nie das Wasser zu reichen. Nun ist es ja im Blues wie im Soul so, dass derjenige Künstler, der nur lange genug am Ball bleibt und seine musikalischen Fähigkeiten nicht völlig verliert, früher oder später ein brauchbares Label und einen vernünftigen Produzenten findet, mit dem er dann passable oder gar ziemlich gute Scheiben aufnimmt, ein wenig Geld und Ansehen erntet und bei Konzertankündigungen als "Legende" gehandelt wird, bis er dann der Allstar Band im Himmel beitritt. Solomon Burke, der seinerzeit auf Atlantic Records eine Reihe ordentlicher Hits verbuchte, ist nie wirklich untergegangen oder in Vergessenheit geraten, kontinuierlich nahm er für unterschiedliche Labels mehr oder minder erträgliche Alben auf - und plötzlich erschien "Don't Give Up On Me"! Alleine die Tasache, dass die Scheibe für Fat Possum Records aufgenommen wurde, war eine kleine Sensation, die mich seinerzeit veranlasste, mir die CD zuzulegen. Aber was für ein Juwel dabei herausgekommen ist, kam für mich vollkommen unerwartet! Klang und Produktion sind gleichzeitig zeitgemäß und zeitlos, die musikalische Begleitung ist fast perfekt, Stimme und Material sind hervorragend, teilweise grandios. Düster brodelt "Flesh & Blood", herzerwärmend backen die Blind Boys of Alabama den Meister auf "None Of Us Are Free", geradezu bizarr mutet Elvis Costellos "The Judgement" an und über allem throhnt die schlichtweg wunder-, wunderschöne Ballade "Don't Give Up On Me", die aus der Feder von Dan Penn stammt. Alleine für diesen fantastischen Song - perfekt gesungen, perfekt gespielt, perfekt produziert - lohnt sich der Kauf des Albums. Er zählt inzwischen zu meinen all-time-favorite Soulballaden. Mit "Don't Give Up On Me" ist Solomon Burke ein zukünftiger Klassiker gelungen, der in späteren Jahren mit Sicherheit als eine herausragende Soulscheibe dieses Jahrzehnts betrachtet werden wird. Gäbe es eine differenziertere Möglichkeit der Bewertung, würde ich der CD ganz hervorragende 4,5 Punkte zukommen lassen, da dies nicht geht, runde ich auf. Sehr zum Kauf empfohlen!
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das BESTE Soul-Album des Jahres!, 24. Juli 2002
Von Ein Kunde
Unglaublich, wie stimmig und seelenvoll Solomon Burke die 11 "Don't Give Up On Me"-Songs, die ihm ja u.a. von Tom Waits, Elvis Costello, Dan Penn, Brian Wilson, Bob Dylan oder Nick Lowe quasi auf den Leib geschneidert worden sind, interpretiert und seinen ureigenen Stempel aufdrückt. Ich bin mehr als nur positiv überrascht ob der mit einem herrlichen Jam-Charakter daherkommenden CD. Das Album beherbergt ausschließlich trocken und erdig arrangierte "Hits", die eigentlich keine sind. Eine Platte für die (Soul-)Ewigkeit! Wahnsinnig groß, was dem Hörer hier von einer fast schon vergessenen Soul-Legende dargeboten wird. Solomon Burke ist aufgrund dieses Traumalbums für mich schon jetzt einer der Künstler des Jahres 2002. Eine Platte mit endlos scheinender Hörspaß-Garantie! Muss man haben.
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