Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Blade ist zurück, und mit ihm ein neuer Komponist, 6. Juni 2002
Nach "Joy Ride" meldet sich Marco Beltrami mit "Blade II" gleich wieder mit einem actionlastigen Score zu Wort. Diesmal jedoch sind seine Kompositionen ungleich interessanter und fantasievoller ausgefallen als zu John Dahls Highway-Thriller. So wie Regisseur Guillermo Del Toro ("Mimic") der Fortsetzung von Stephen Norringtons "Blade" seinen eigenen Stempel aufgedrückt hat, hat sich auch Beltrami nicht lange mit Referenzen an Mark Ishams Musik zum ersten Teil aufgehalten. Beltramis Musik zu "Blade II" ist stark rhythmusgeprägt. Eine große Palette an Percussion-Instrumenten gibt den Ton an, angeführt von einem sechsköpfigen Taiko Ensemble. Die Integration fernöstlicher Instrumente wie Koto und Shakuhachi verleiht der Figur des Blade dabei mehr Identität als das zusammen mit Remix-DJ Danny Saber geschriebene "Blade II (Main Title)", welches auf dem Song-Sampler noch übertriebenerweise als "Theme" bezeichnet wurde. Obwohl dieses Stück für sich genommen ziemlich "cool" klingt, fällt es neben der orchestralen Filmmusik eher aus dem Rahmen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das hier verwendete musikalische Material später nicht mehr in erkennbarer Form aufgegriffen wird. Wo hier ein "Thema" zu finden sein soll, muss wohl ein Geheimnis bleiben. Mit etwas unter 34 Minuten Spielzeit ist die CD zwar nicht besonders lang (wenn auch ein paar Sekunden länger als der erste "Blade"-Soundtrack), bietet jedoch einen wunderbaren Querschnitt von Beltramis Score. Nach einer halben Stunde orchestraler Action ist außerdem schnell ein gewisser Erschöpfungsgrad erreicht, der glücklicherweise durch ruhigere Stücke wie "Waiting for the Sun" und "Nyssa Over Easy" kontrastiert wird. Dass neben der fordergründigen Action auch die inhaltliche Dramatik nicht zu kurz kommt, dafür sorgen Stücke wie "Family Feud" und "Nomack Snacks", die geschickt orchestrale Dramatik mit Beltramis bereits aus "Dracula 2000" bekanntem Schlagwerk verbinden. Der Abschluss der CD hat dann eher wieder Bonustrack-Charakter. "Wind & the Willows (Abayo)" erinnert zu Beginn an traditionelle japanische Musik, bevor es in einem Beltrami-typischen orchestralen Crescendo endet. Um diese Komposition besser verstehen zu können, ist es allerdings hilfreich, vorher den Film gesehen zu haben. Alles in allem ist der Score zu "Blade II" ein weiterer Beweis, dass Marco Beltrami neben seinen "Scream"-Musiken auch anderen Großprojekten gerecht werden kann, ohne sich gänzlich in Eigenzitaten zu verlieren. Für diejenigen, die mal etwas Neues von ihm kennenlernen möchten, empfehle ich jedoch eher seine ruhigeren, experimentelleren Kompositionen zu "The Minus Man" oder dem nicht leicht aufzutreibenden "Deep Water".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Überraschend gut, 15. Juli 2003
Mark Isham war mir bis vor kurzem völlig unbekannt und den Film Blade habe ich ich bislang auch noch nicht gesehen. Und als ich dann die erste Rezension dieses Soundtracks gelesen, nebenbei gesehen habe, das die CD nur sieben Tracks hat und ausserdem von Colosseum ist, dachte ich bloss: 'Na toll, bestimmt wieder eine halbe Stunde chaotisches Horrorfilm hick-hack'. Doch ich habe die CD gekauft, Probeweise versteht sich - es ist ja nicht verboten, neugierig zu sein.Von dem was ich dann hörte was ich ehrlich überrascht: Der erste Track beginnt mit einem langen Streicherton, später verstärkt duch Bläser, der immer lauter wird und nach rund einer Minute duch einen dumpfen Sytheziserton abgebrochen wird. Diese erste Minute liess mich ein wenig an moderne Klassik a lá Ligeti oder Feldman denken und ich wusste das ich mit meinen Befüchtungen unrecht hatte. Zwar ist der Soundtrack wirklich etwas kurz (33 Minuten) aber in dieser Zeit wird einem einges geboten: Ein breites Orchester, sparsamer und effektiver Einsatz von Elektronischen Effekten und angenehmer Bombast am Ende. Dabei ist noch zu erwähnen das Ishams Orchester die meiste Zeit über eher zurückhaltend und leise spielt ohne jedoch langweilig zu werden. Eher wird eine Art unterschwellige Spannung aufgebaut die gegen Ende ihren Höhepunkt findet. Weil ein wenig die Abwechslung fehlt und die CD so kurz ist, gibt es keinen fünften Stern. (Colosseum oder ein anderes Label sollte mal Ishams Soundtrack zu 'Die Bestie Krieg'(The Beast) herausbringen)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Schräg und hektisch, und gerade deshalb passend zum Film!, 25. Mai 2001
Der Soundtrack steht dem Film in fast nichts nach. Schräg und sehr hektisch, aber gerade deshalb so passend zum Film. Hört man die Musik, fühlt man sich fast 'wirklich' in den Film versetzt. Das diese Art von Musik auch mal ein wenig aggressiv macht, wissen alle die sie hören selbst. Trotzdem verdient er nur 3Sterne, in meinen Augen, da er unter normalen Feierabendbedingungen fast unhörbar ist. Nette CD, die im richtigen Moment auch mal von vorne bis hinten durchgehört werden kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|