Aus der Amazon.de-Redaktion
George Lucas präsentiert in
Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger ein eindrucksvolles und anspruchsvolles Drama, das weit über das übliche auf Effekthascherei ausgerichtete Spektakel hinaus geht. Sein langjähriger, eigenwilliger Mitstreiter John Williams folgt ihm auf diesem Weg und liefert mit seiner Filmmusik einen beachtenswerten und faszinierenden Mix von Romantik, die von Tragik geprägt ist, und eine epische Handlung, bei der das herannahende Unheil ständig in der Luft liegt. Er überwindet die von jugendlicher Energie überschäumenden Orchestrierungen von
Die dunkle Bedrohung , die eher zu
E.T. passen.
Angriff der Klonkrieger spiegelt erfreulicherweise das Können von Williams auf dem Höhepunkt freier Gestaltung wider wie bereits bei
Das Imperium schlägt zurück.
Fans werden ihre Freude daran haben, dass die klassischen Themen der Serie häufig zu hören sind und den Zusammenhang der gesamten Saga andeuten und die erschreckenden zukünftigen Ereignisse erahnen lassen, wobei diese Musik dennoch wie bei Bond-Filmen ihren liebenswürdigen Charakter beibehält. Williams umrahmt die tragische Romanze des Films mit dem schönen Liebesthema "Across The Stars". Dieses so impulsive Epos ist mit seiner melancholischen Stimmung der stärkste Track, wobei das Thema der "bedrohten Romanze" in "Anakin And Padme" und "The Meadow Picnic" ebenfalls heraus zu hören ist. Bei der musikalischen Untermalung der Handlung erleben wir Williams ebenfalls in Hochform. "Jango's Escape" und "Bounty Hunter's Pursuit" sind überaus aufregende Stücke, während es sich bei "Zam The Assassin" um ein in epischer Breite angelegtes Werk handelt, das einem elf lange Minuten den Atem raubt. Williams erobert hier neues Terrain mit dem Einsatz des Schlagzeugs im Stil von Tiger & Dragon und verblüfft uns mit dem Klang einer elektrischen Gitarre.
Die von Angst geladene Atmosphäre steigt in Schwindel erregende Höhen bei "Return To Tatooine", "The Tusken Camp" und "Love Pledge And The Arena", ein herzzerreißendes Aufeinandertreffen von Romantik, Action und unausweichlicher Bedrohung, die sich mit einer Unmenge von Themen aus dieser Serie zu einem Netz verweben. Wenn wir dann den majestätischen Auftritt von "The Imperial March" bei "Confrontation With Count Dooku" erleben -- nicht mehr und nicht weniger als eine Siegesfanfare -- dann beleben sich in uns die Erinnerungen an die besten atemberaubenden Passagen der ursprünglichen Orchestrierungen von Williams in Krieg der Sterne. Wenn man bedenkt, welch weiten Weg diese außergewöhnliche Karriere hinter sich hat, so ist dies ein eindrucksvolles und denkwürdiges Werk, das erneut die virtuose Affinität von Williams mit dem Kino demonstriert und darüber hinaus zu einem wesentlichen Bestandteil in seinem Lebenswerk werden wird. --Danny Graydon