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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"The Next Generation" kommt endlich in Tritt ..., 28. Juli 2002
Es ist geschafft: Nach den kleineren Unzulänglichkeiten der zweiten Box (weniger Episoden, fehlerhaftes Booklet) setzt die Box der dritten Staffel von "Star Trek: TNG" technisch sowie inhaltlich neue Maßstäbe. Verpackung sowie DVDs bergen auf den ersten Blick keine Neurungen, weiterhin gibt es die 7 Silberscheiben in einem kleinen Digipack (mit hübschem Borg-Motiv), welches in dem gewohnt stabilen und schmucken Plastik-Case steckt. Bei genauerer Betrachtung fällt einem jedoch ein zweites Booklet auf, welches eine korrigierte Fassung des Booklets der zweiten Box darstellt und die darin enthaltenen Fehler ausmerzt, sehr schön.Technisch macht diese Box wie erwartet den bisher besten Eindruck. Das Bild ist trotz einiger Kompressions-Artefakte relativ ruhig, die Bildschärfe sowie die Farbtreue sind in Ordnung, nur ist das Ganze stellenweise etwas zu dunkel auf die DVDs gebannt worden (was sich aber durch eine vernünftige Einstellung des Fernsehern wieder beheben lässt). Auch beim Ton gibt es (zumindest halbwegs) positives zu berichten. Die englische Tonspur ist nachwievor durch den gelungenen Dolby Digital 5.1-Mix über jeden Zweifel erhaben, die restlichen 4 Sprachen (Deutsch, Französich, Italienisch, Spanisch) präsentieren sich diesmal entgegen des Aufdrucks auf der Rückseite des Umschlags in einer Art Stereo-Mix. Leider basiert dieser "Stereo-Ton" weiterhin auf dem ursprünglich vorhandenem Mono-Sound, so daß er weder in Sachen Dynamik noch Qualität die englische Tonspur ankratzen kann, aber immerhin eine Verbesserung zu den vorherigen Boxen darstellt. Die Menüs der DVDs präsentieren sich ebenfalls wieder im typischen Star Trek-Design, jedoch leicht anders aufgebaut als sonst, für die letzte Episode wurde sogar ein spezielles Menü im schwarz-grünen Borg-Stil angefertigt, ein netter Einfall. Extras gibt es nach wie vor in der Form von 4 knapp 15-minütigen "Making-Ofs", die mit interessanten Interviews und Einblicken in die schwierige Produktion von Staffel 3 aufwarten. Die Austattung wird durch ein knappes Dutzend Untertitel für die anderssprachigen Käufer komplettiert. Inhaltlich macht die dritte Staffel der Serie einen Sprung nach oben und legt den Grundstein für die restlichen 4 Staffeln, welche aus "The Next Generation" eine der besten Science Fiction-TV Serien aller Zeiten gemacht haben. Die Folgen bewegen sich durchweg mindestens auf überdurchschnittlichem Niveau, ausgenommen mal das gräßliche "The Offspring", in dem Data sich eine "Tochter" baut und der Zuschauer die hölzerne und unfreiwiilig komische Performance von Gast-Schauspielrerin Hallie Todd als pseudo-philosophisches Robo-Mädel aushalten muß ... nun denn, man kann nicht alles haben. Dem entgegen stellen sich aber die bislang besten TNG-Episoden, darunter das erste große Highlight "Yesterday's Enterprise" mit einer spannend inszenierten Story um Zeitreisen und alternative Realitäten (sowie einem Gastauftritt der Tasha Yar-Darstellerin Denise Crosby), der mal wieder genialen Selbstdarstellung von John dé Lancie als Überwesen Q in "Déjà Q" und natürlich dem zweiten Borg-Auftritt im Saisonfinale "The Best of both Worlds", welches mit einem gemeinen Cliffhanger aufwartet. Das ungewöhnlichste an dieser Staffel ist aber, dass man dem homogenen Endprodukt nicht ansieht, was für einen Druck die Star Trek-Belegschaft hinter den Kulissen aushalten musste. Aufgrund eines Autorenstreiks gab es kaum im Voraus herausgearbeitete Drehbücher, Schauspieler sowie Schreiber mussten von einem Tag auf den anderen arbeiten, oft ohne konkrete Vorstellung von der unmittelbaren Zukunft der Serie. Die Effekte setzten trotz Termindruck und einiger sichtbar im Computer generierten Schiffe neue Standards, und die Charakter-Entwicklung schritt trotz der "mit der heißen Nadel gestrickten" Drehbücher gut voran. Auch setzte sich in dieser Staffel zum ersten Mal Riker-Darsteller Jonathan Frakes auf den Regie-Stuhl und führte damit eine Tradition fort, welche seinerzeit von William Shatner und Leonard Nimoy ins Lebenn gerufen wurde ... daß es ausgerechnet bei "The Offspring" sein musste, ist dabei eher nebensächlich. Insgesamt gesehen bringt die dritte TNG-Box endlich das zusammen, was bei den ersten beiden Boxen noch gefehlt hat: Die Technik ist in Ordnung, der Umfang akzeptabel und der Inhalt macht von vorne bis hinten durchweg Spaß (nun, die Ausnahme bestätigt natürlich die Regel). Für Besitzer der ersten beiden Boxen führt kein Weg dran vorbei, und wer sich auf die Boxen mit den besten aller TNG-Episoden beschränken will, macht mit der dritten Staffel sicherlich keinen Fehlkauf. Wir sehen uns bei der vierten Box, bis dann.
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