Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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67 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragende Aufführung mit kleinen Mängeln, 1. September 2003
Diese Aufführung des Don Giovanni gehört für mich zu den besten, die ich je gesehen habe. Rodney Gilfry ist ein faszinierender Don Giovanni, der die vielen Facetten seiner Rolle sowohl stimmlich als auch schauspielerisch hervorragend meistert. Ob er Zerlina oder Elviras Zofe zärtlich umschmeichelt, Elvira im Finale verspottet, sich trotzig und stolz dem Komtur und der Hölle entgegenstellt, voll übersprudeldem Temperament oder wütend und schlecht gelaunt ist - Gilfry trifft immer den richtigen Tonfall. Doch nicht nur die sängerische Leistung überzeugt: Gilfry ist auch - was bei Opernsängern eher selten anzutreffen ist - ein sehr guter Schauspieler, der sich vor Nahaufnahmen der Kamera nicht fürchten muss (z.B. wenn ihm das zynische Lächeln im Gesicht gefriert als Leporello die Inschrift an der Statue des Komturs vorliest...) - zusammen mit seinem guten Aussehen ergibt das eine Idelabesetzung für den Don Giovanni. Ebenfalls eine hervorragende Leistung bietet Cecilia Bartoli in der Rolle der Elvira. So furios habe ich die Rachearien im ersten Akt noch nie gehört und man versteht, dass Don Giovanni, sobald er sie erkennt, in Deckung geht. Die Wut und den Kummer der Elvira stellt sie absolut überzeugend dar. Auch schauspielerisch gelingt ihr die Darstellung der Rolle hervorragend. Gilfry und Bartoli dominieren das Bühnengeschehen, sobald sie auf der Bühne sind. Gegen diese beiden fällt der Rest der Besetzung etwas ab: Gut: Lázló Polgár als Leporello; bemerkenswert: Oliver Widmer als Masetto, mit großem schauspielerischem Talent. Liliana Nikiteanu hat für die Zerlina eine recht "schwere" Stimme, aber sie singt ihren Part mit viel Gefühl. Blass dagegen bleiben Isabel Rey (Donna Anna) mit leichten Schwierigkeiten in der Höhe und Roberto Saccà (Don Ottavio), was wohl an der Rolle liegt, denn die stimmliche Leistung ist sauber und gut. Auch Matti Salminen als Commendatore hätte man sich etwas furchterregender gewünscht. Das Dirigat von Harnoncourt ist temperamentvoll, der Orchesterton klar und durchsichtig. Harnoncourt bietet teilweise überraschende Tempi - beispielsweise scheint er bei der Champagner-Arie einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen zu wollen - diese eröffnen aber oft eine neue Sichtweise auf die Oper. Flimms Regiearbeit ist recht konventionell (was mir persönlich gut gefällt) mit guter, durchdachter Personenführung. Da die meisten Szenen im Don Giovanni in der Nacht spielen, ist die Bühne oft recht dunkel - es empfiehlt sich daher, die DVD im abgedunkelten Zimmer anzuschauen. Die DVD bietet ein gutes Bild im 16:9-Format und einen Ton in PCM-Stereo sowie in Dolby Digital 5.1 - da kann man nicht meckern. Worüber man dagegen meckern kann ist die Aufteilung der Akte auf die zwei DVDs: Auf der ersten DVD befinden sich der erste Akt sowie ein Teil des zweiten Aktes bis zur Arie der Elvira. Auf der zweiten DVD befindet sich der Rest des zweiten Aktes und ein paar Interviews mit den Künstlern. Was die Produktionsfirma dazu bewogen hat, den zweiten Akt mittendrin auseinanderzureißen, erschließt sich mir beim besten Willen nicht! Was den 5. Bewertungspunkt jedoch noch gerettet hat, ist, dass dies meiner Auffassung nach die beste DVD-Einspielung des Don Giovanni ist, die es zur Zeit auf dem Markt gibt. Trotz kleinerer Mängel kann ich sie zum Kauf nur empfehlen.
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54 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr empfehlenswert!, 14. Mai 2002
Diese Aufführung ist die mit Abstand die Beste, die ich je gesehen habe. Bei diesem Stück passt alles zusammen: Die Sänger, das Orchester, das Bühnenbild und die Qualität. Besonders toll werden die Rollen von Cecilia Bartoli und Rodney Gilfry dargestellt. Es ist ein Hochgenuss, sich diese DVD anzusehen. Auch das Bonusmaterial ist sehr interessant. Diese DVD ist für jeden Mozart Liebhaber ein Muss.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
insgesammt Überzeugende Aufführung, 22. April 2006
Auch bei dieser Aufführund hat wieder Jürgen Flimm die Regie übernommen: Das Bühnenbild im ersten Akt ist hervorragend, während das im zweiten etwas gewöhnungsbedürftig ist, da alle Szenen auf einer Art Holzgerüst spielen.
Die Besetzung war im Großen und Ganzen sehr gut, wobei Rodney Gilfry(Don Giovanni)gesanglich natürlich nicht annähernd an einen Thomas Hampson herankommmt. Die Champanger-arie war in Folge dessen etwas schlampig gesungen. Insgesammt verkörpert er jedoch einen hervorragenden Don, der sich von nichts und Niemandem abhalten lässt und am Ende beinahe schon etwas verrückt rüberkommt.
Bartoli ist ohne Zweifel eine grandiose Elvira, der man ihre verletzten Gefühle sofort abnimmt. Auch die extrem schwierigen Partien meistert sie mit Bravour.
Auch die Donn'Anna ist mit Isabel Rey sehr gut besetzt. Die Meinung anderer, dass sie in den höheren lagen extrem zu kämpfen hätte und ihre Stimme nicht mehr schön klänge, kann ich rein gar nicht nach vollziehen. Für mich stellt vorallem die zweite Aria "Non mi dir, bel idol mio" vollendete Schönheit dar.
Roberto Sacca hat es mit seiner Interpretation der Rolle des Ottavio endlich einmal geschafft, der sonst fast total in den Hintergrund gedrängten Firgur Charakter und Ausdrucksstärke zu geben. Beide Arien sind ohne Ausnahme hervorragend gesungen.
Der Leporello wird von Laszlo Polgar excellent verkörpert. Er bringt einerseits in der Arie "Il catalogo e questo" das zynische an der Figur hervor, andererseits im zweiten Akt das Angsthasen-image(Leporello heißt schließlich kleiner Hase).
Auch Nikiteanu(Zerlina),Widmer(Masetto)und Matti Salminen(Komtur)waren im allgemeinem akzeptabel.
Harnoncourt überzeugt mich jedesmal von neuem: sehr gut dirigiert.
Trotz mancher Mängel eine insgesammt empfelenswerte Aufnahme.
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