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35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine absolute Götterscheibe, ich bin sprachlos !!!, 3. April 2004
Von Ein Kunde
Gütiger !!! Daß ich das noch erleben durfte, ist alleine schon ein Grund sich über das Leben zu freuen. Ihr, lieben Heavy Metal Fans, erinnert euch wahrscheinlich noch, als dieses über alles erhabene mörderische Teil heraus kam. Es war 1990 und Landauf Landab jubelte die Metal Presse. Painkiller bekam bei allen mir bekannten Metal Magazinen die Höchstnoten und das sicherlich nicht umsonst. Das Album beginnt gleich mit einem wuchtigen Trommel Einsatz den nicht gerade jeder hingekriegt hätte. Ohne irgendeinen Zweifel aufkommen zu lassen kündigt sich gleich ein furioses Feuerwerk an, das droht alles, aber auch wirklich alles, in Grund und Boden zu hauen. Ein Wahnsinnsriff reiht sich, so mir nichts dir nicht, an das Nächste an. Rob "Metal God" Halford schreit dermaßen graziös und souverain, daß man meint der Metal Gott höchst persönlich würde einen ermahnen, während das beste Lead-Gitarren-Duo der Welt einen sagenhaften Soli nach dem anderen dem Zuhörer serviert. Painkiller, der Opener und Titelsong zugleich ist eine Power-Packet wie man es sich nur in seinen künsten Träumen vorstellen kann. Es degradiert gerade zu ganze Legionen von Black Metal Bands die meinen, wenn man nur schnell und hart spiele würde man Power haben. Weit gefehlt, Power das sind Judas Priest, die Inkarnation des Heavy Metals, was sie eindeutig mit Painkiller unter Beweis stellen. Nach dem diese 6 Minuten lange Powerorgie dann verhallt, steht, sitzt oder kniet (letzteres wäre wohl am angemessensten) man nur noch in Ehrfurcht da, denn man hat gerade so eben eine Offenbarung erlebt. Und gerade als man sich denkt "okay, dies war ein absolute Ausnahme Nummer, jetzt kann es nur noch Berg ab gehen", folgt promt der Zweite Schlag "Hell Patrol". Eine unglaubliche Mid-Tempo Power Metal Hymne. Schon allein die packenden und mitreißenden Riff sind eine Glanzleistung, aber dazu gesellt sich noch dieser Wahnsinns-Gesang. Diese Hymne stampft einfach alles in Grund und Boden, was sich wagen könnte ihr in den Weg zu stellen. Aber damit noch nicht genug, kommt Knaller Nummer Drei daher, der einer echten akustischen Schlacht gleicht und daher auch der passende Titel "All Guns Blazing". Heavy Metal, Power Metal, einfach Priest Metal wie man ihn nicht besser spielen kann. Nach diesen Killer Tracks kommt das überragende "Leather Rebel", angereichert mit brillianten Hooklines und Texten zum Mitgröhlen: Texte über Heldenlegenden, die da der "Metal God" singt als wäre er zu nichts anderem geboren worden: einfach genial! Dann als man ernsthaft berechtigter Weise eine Pause einfordern könne, fegt einen eine wahre Speed Metal Orgie weg: "Metal Meltdown", technisch perfekt, power ohne Ende. Nach dieser Nummber ist man erst einmal völlig geschaft. Was man aber wohl nicht mehr für möglich gehalten hätte folgt dann doch: Die Steigerung! "Night Crawler" das nächste Lied kann man eigentlich nicht mehr beschreiben. Dabei fängt alles so harmlos, mit einem mystisch angehauchten Intro, an. Die Riffs sind so packend eingespielt, daß sie einen dermaßen in den Bann ziehen, daß man um seinen Geisteszustand besorgt sein müßte. Man taucht förmlich in eine völlig neue Welt hinein, bei der jeglicher Bezug zur Realität feht. Es ist als ob man zu einem willenloser Gefangenen wird. Der eher ruhige Mittelteil des Songs wirkt gespenstig, die Text über eine Bestie ebenso. Die Atmosphere ist an Intensität kaum noch zu überbieten. Hier hat man einen vorläufigen Höhepunkt, der zu einer unsterblichen Heavy Metal Hymne wurde. Dannach kommt ein schöner Mid-Tempo-Song über den wohl jede Band sich gefreut hätte. Textlich wird hier die Gerichtsverhandlung in den USA, bei der Priest angeklangt wurden, eher sarkastisch aufgearbeitet. Dann beginnt einer dieser Songs, die du als (Heavy) Metal Fan einfach nicht mehr vergessen kannst. Hier fehlen mir einfach die Worte, was in "A Touch of Evil" vorgeht ist eigentlich nicht mehr menschlich. Ein ultimatives Wahnsinnsriff leitet den Song ein, und jedes Mal wenn ich diese Götterhymne hörer verfalle ich in einen Trance artigen Zustand, wie bei keinem anderen Lied. Den Gesang kann man nur noch als begnadet bezeichnen, die Riffs sind eine Offenbarung und die Lead-Gitarren Harmonien sind einfach nicht von dieser Welt. Ich glaube behaupten zu können, daß jeder der diesen Songs gehört hat und nicht umgehauen wurde wohl Taub oder zumindest ziemlich Taub sein muß. Auf diesen Göttersong folgt ein kurzes episches Intro gefolgt von einer weiteren exzellenten Hymne, die sich "One Shot at Glory" nennt. Es ist einer jener selten Songs in der auf überzeugender Weise plastisch eine Schlacht von epischem Ausmaß intoniert wird. Die Musik und der Gesang sind dermaßen plastisch zu ergreifen, daß man meint man wäre während dieses Songs wirklich in Mitten dieser Schlach, wie als ob man durch eine Zeitmaschine in eine fern zurück ligende Zeit hineinversetzt wäre. Der Song scheint sich immer wieder neu aufzubauen und wirkt unheimlich pompös sowie majestätisch. Ein großaratiger Heldenepos eben. Und damit wäre diese Götterscheibe eigentlich beendet, aber die remasterte Version werte alles noch einmal auf, indem sie uns das etwas balladenhafte "Living Bad Dreams" beschert, einen weiteren Klasse Song, dazu gibt es noch eine Live Version von "Leather Rebel". Für mich jedenfalls ist dies das Beste (Heavy) Metal Album aller Zeiten. Egal was da noch kommen mag "Painkiller" wird es Gott sei Danke immer geben. Priest basteln ja gerade an neuen Songs, Mal sehen ob sie es noch einmal schaffen können und ein Klasse Album im traditionelleren Stil zu erschaffen. Painkiller bleibt nach wie vor unereicht und wird für alle Bands zu einer Bürde, denn damit wurde die Meßlatte um einiges verlängert. Fazit: Dieses Album nicht zu besitzten grenzt gerade zu an Selbstschädigung.
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