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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Leute, nehmt euch etwas mehr Zeit für Musik!, 14. Juni 2003
Als Mensch, der nicht gern Dinge als "Lieblings"-irgendwas bezeichnen, komme ich bei diesem Album und allgemein bei dieser Band ernsthaft ins Schwanken. Eins steht jedoch fest: Selten war ich so froh, Geld für etwas ausgegeben zu haben wie für diese CD. Und selten habe ich den Wunsch verspürt, dieselbe CD nochmal zu kaufen, nur um die Genies zu unterstüzten, die sowas produzieren.Das letzte Mal hatte ich solche Gefühle bei Dream Theater's Meisterwerk "Scenes from a Memory". Doch zur Musik: Sie ist nicht leicht zugänglich, das sag ich gleich. Doch wer sich die Zeit nimmt, das Album 4-5 mal anzuhören, wird belohnt mit einer emotionalen Reise, die nicht leicht zu überbieten ist. Ich möchte versuchen, die sanglichen Fähigkeiten von Daniel Gildenlöw zu loben. Er bringt es wie kein zweiter fertig, Stimmungen wie Wut, Trauer, Verzweiflung und Liebe so ehrlich und echt rüberzubringen, dass man deutlich merkt, wie sehr dieses Album mit Herzblut geschrieben ist. Musikalisch findet man viele typische PoS-Elemente, wie zum Beispiel das Nachsingen von komplizierten Keyboardlinien. Diese vielen Elemente erscheinen alle unglaublich frisch und unkopiert (man möge mich korrigieren, wenn PoS in ihrem Stil deutliche Anleihen bei anderen Bands gemacht haben). Nachdem erstmal die anfängliche Hürde des nichts-damit-anfangen-Könnens überwunden ist, beginnt eine Entdeckungsreise. Hier wird ein neues Riff entdeckt, das vorher gar nicht dagewesen zu sein schien, dort wird eine zweite Stimme bemerkt und lieben gelernt. Hat das Album erst seine ganzen Geheimnisse und verwinkelten Bestandteile offenbart, möchte man nicht mehr davon lassen. Und wer dann noch die Lyrics zur Hand nimmt, wird mit einer weiteren Dimension belohnt. Selbst nachdem ich Rope Ends musikalisch schon in und auswendig kannte, hat es mir beim Lesen des Textes fast die Tränen in die Augen getrieben. Seitdem kann ich dieses Stück nur noch bewundern. Selbst preislich ist diese CD ein Wunder: Es gibt so viele hingekasperte CDs für 15-20 Euro auf dem Markt, dass es unglaublich ist, dieses Album so günstig zu bekommen. Ach ja, und wenn Sie schon beim Kaufen sind, nehmen Sie auch gleich die PoS Alben "The Perfect Element Part I" und "One Hour by the Concrete Lake" mit, es lohnt sich! Pain of Salvation sind zu einem wichtigen Bestandteil meines musikalischen Lebens geworden und wenn ich nur eine Person davon überzeugen kann, mal reinzuhören, kann ich als glücklicher Mensch sterben :)
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein rundum perfektes Prog Metal Album, 4. November 2006
Wie ist es eigentlich möglich, dass innerhalb eines viertel Jahres 3 absolute Hammeralben veröffentlicht werden? Zuerst DIMENSION ZERO mit "Silent Night Fever", hier nun PAIN OF SALVATION mit "Remedy Lane" und in naher Zukunft werden uns noch RAM-ZET mit "Escape" erwarten. Auf der DREAM THEATER Tour habe ich leider die Schweden um Haares Breite verpasst, doch hätten sich sicherlich meine Erwartungen bestätigt, nämlich dass PAIN OF SALVATION die beste Progressive Metal Band der Welt sind. Ihr aktuelles Album "Remedy Lane" beweist dies erneut, denn auch ihr letzter Release "The Perfect Element Pt.1" ist jetzt schon ein Klassiker! Mit ihrem aktuellen Output zeigen Daniel Gildenlöw und seine Jungs, dass man sehr gut tiefe Gefühle und Musik umsetzen kann und zudem dies noch perfekt mit progressiven Strukturen versehen kann.
Nicht einmal anderthalb Jahre ist es nun her seitdem PAIN OF SALVATION ihr letztes Album veröffentlicht haben und nun haben sie erneut ein progressives Meisterwerk in die Massen geworfen, welches wieder einmal tief in die Seele von Mastermind Daniel blicken lässt. Schon beim Opener "Of two Beginnings" wird deutlich, dass uns hier keine Schonkost geboten wird, sondern vielmehr wohl durchdachte und exakt konstruierte Songs mit viel Herz und Seele. Doch schon nach diesem sowohl bombastischen als auch abwechslungsreichen Intro geht es mit ruhigeren Klängen weiter und das erste Kapitel beginnt mit "Ending Theme". Es wird schnell klar, dass PAIN OF SALVATION mittlerweile einen unverkennbaren Stil sich angeeignet haben, was u.a auch Daniel's Gesang zu verdanken ist. Und auch schon bei "Ending Theme" wird dem geneigten Ohr deutlich, dass uns eben dieser einiges zu erzählen hat aus seinem Leben. Nahtlos geht es sehr geheimnisvoll mit "Fandango" weiter, doch dauert es nicht lange, bis wieder die gewohnte warme Atmosphäre einkehrt, welche auch deutlich vertraulicher wirkt, wobei eben diese geheimnisvolle Art dennoch sehr interessant klingt.
Mit dem 8 minütigen "A Trace of Blood" folgt dann der würdige Nachfolger zu "Ashes" vom "The perfect Element Pt.1" Album. Vor allem die Texte sind hier auch sehr traurig, was perfekt in Musik und Gesang umgesetzt wurde. Wenn ich den Text hierzu richtig interpretiere geht es um die Tragödie einer Fehlgeburt und das traurige Gefühl der Ohnmacht, das man dabei spürt. Das genaue Gegenteil ist hingegen bei "This Heart of mine (I pledge)" der Fall, da es sich hier um einen astreinen Lovesong handelt. Ich denke mal, wenn man den seiner Freundin vorspielt, dass sie ihm sofort vor Rührung um den Hals fällt, sofern sie natürlich Englisch verstehen sollte.
Das 2te Kapitel wird mit dem sehr gefühlvollen "Undertow" (hat überhaupt nichts mit TOOL oder der gleichnamigen Band gemeinsam!), dessen Spannung sich im Laufe des Songs immer weiter zuspitzt, um dann gegen Ende seinen Höhepunkt zu finden - ein wahnsinniger Spannungsbogen! Bei "Rope Ends" ist wieder Hookline-Time angesagt, da hier eine gewaltige düstere Gänsehautatmosphäre herrscht, versehen mit genialen Ohrwurmmelodien. Auch hier, wie schon bei "A Trace of Blood" ist der Text sehr traurig. Er handelt von einer jungen Mutter mit 2 Kindern, die Selbstmord begehen möchte, während ihre Kinder schlafen, da sie ihre Situation ausweglos sieht, doch lest lieber selbst. Nach dem abwechslungsreichen "Chain Sling" geht es mit dem klassisch angehauchten Instrumental "Dryad of the Woods" weiter. Der dazu im Booklet abgedruckte Text passt dabei perfekt zur Musik.
Das dritte Kapitel wird mit dem Titelsong und weiteren Instrumental "Remedy Lane" eröffnet, wobei man hier viel Wert auf moderne Klänge gesetzt hat und nochmal die Refrain Melodien von "Ending Theme" und "Rope Ends" aufgreift und somit die Gemeinsamkeiten des Gesamtkonzeptes verdeutlicht. Doch nach all der Trauer und Depression muss auch mal ein wenig Hoffnung versprüht werden, was nun mit "Waking every God" zur genüge getan wird. Zwar wird die Hoffnung erst ab der Hälfte des Songs deutlich, aber besser spät als nie, hehehe.
"Second Love" ist wieder ein romantischer aber auch trauriger Lovesong, der aber dennoch eine gewaltige Atmosphäre aufbaut. Beendet wird "Remedy Lane" durch das fast 10 minütige "Beyond the Pale" - das ist ja schon fast Tradition bei PAIN OF SALVATION, mit überlangen Songs ihre Alben zu beenden. Zwar beginnt das Stück zunächst sehr zäh, doch entwickelt es sich dann doch noch sehr kraftvoll und atmosphärisch. Abwechslung ist hier an oberster Rangordnung, was natürlich auch das Wechselspiel der Gefühle innerhalb der Lyrics betrifft. PAIN OF SALVATION haben es wieder einmal geschafft sich zu übertreffen und haben einen würdigen Nachfolger zum "The perfect Element Pt.1"-Album geschaffen! Sowohl musikalisch als auch lyrisch hat man sich deutlich weiterentwickelt, ohne dabei darauf zu verzichten, seiner Linie treu zu bleiben oder sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Man hat hier merklich viel gewagt / riskiert, um dadurch das Maximum zu erreichen.
Mich würde wirklich brennend interessieren, ob dies auch wirklich alles autobiografisch von Daniel Gildenlöw verfasst wurde, da alle Texte auf "Remedy Lane" auf Ungarn speziell Budapest und auch Schweden bezogen wurden, wobei dies Lebensaufenthaltsorte von ihm waren. Eigentlich wäre dies auch die einzige Erklärung, weshalb die Texte so wunderbar zur Musik passt und diese die Gefühle perfekt widerspiegeln. Unterm Strich haben PAIN OF SALVATION mit ihrem mittlerweile 4ten Album "Remedy Lane" ein weiteres geniales Meisterwerk abgeliefert, dass die Götter DREAM THEATER mächtig in's Wanken bringt. Wer die Schweden immer noch nicht kennen sollte, vor allem nicht nach der Tour mit den oben genannten Proggies, sollte sich unbedingt ihr neustes Album "Remedy Lane" zulegen, wobei auch die anderen 3 Alben mehr als nur empfehlenswert sind. Abschließen möchte ich mit den Worten: Hier heißt es nicht kleckern sondern klotzen, was für euch eindeutig nur eines bedeuten kann: Kaufen!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So hört sich der Himmel an..., 3. Mai 2002
Meine "Vor-Schreiber" haben fachlich, sachlich bereits alles geschrieben. Ich möchte nur für alle Prog- und Musik-Liebhaber anmerken, dass Remedy Lane eines der besten Alben aller Zeiten darstellt. Viele werden sich anfangs etwas schwer mit dem Material tun, doch nehmt euch die Zeit und ihr werdet infiziert. Die Genialität ist schon fast beängstigend. D. Gildenlöw schüttelt sich fast mühelos Klassiker aus dem Ärmel und keiner scheint es wahrzunehmen! Perfekt ist der richtige Titel für dieses Meisterwerk. Anspruchsvoll jedoch nachvollziehbar, hart und doch schrecklich zerbrechlich. Eine CD voller Tiefgang und Einzigartigkeit. Sie bereichert das Leben und füttert die eigene Seele... Danke!Carsten Klein
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