Aus der Amazon.de-Redaktion
Hinter dem Pseudonym Earl Zinger verbirgt sich ein Mann, der bereits in den 80er- und 90er-Jahren Musikgeschichte geschrieben hat. Viele werden Rob Gallagher alias Galliano noch als einen der wichtigsten Protagonisten der englischen Acid-Jazz-Szene in Erinnerung haben. Damit hat die Musik, die er seit einiger Zeit auf seinem eigenen Label Red Egyptian veröffentlicht, nur noch marginal zu tun. Mr. Zinger hat den Ballast vergangener Tage hinter sich gelassen und spielt auf
Put Your Phazers On Stun Throw Your Health Food Skyward völlig befreit auf. In Songs wie "Last Of The Great Bassline Hunters" oder "Escape From Ibiza" vermischt er auf eigenwillige Weise Dub-, Reggae-, Jazz-, Funk- und Pop-Elemente und würzt das Ganze mit einer Prise Humor. Der Spaß an der ganzen Sache steht dabei immer an erster Stelle und stilistische Grenzen spielen in den 18 Tracks überhaupt keine Rolle mehr. Zur weiteren Auflockerung präsentiert Rob Gallagher zwischendurch noch zwei ungewöhnliche Coverversionen: "Song 2Wo" von Blur und das nicht weniger gelungene "Galaxy", im Original von der amerikanischen Jazzfunk-Formation War.
--Norbert Schiegl
INTRO
Big Mouth strikes again, oder wer zum Teufel ist Earl Zinger? Das Labelinfo berichtet von massig kulturellen Heldentaten Zingers, angefangen in den späten Vierzigerjahren bis in die Gegenwart, von Kollaborationen mit Bob Dylan, der Stax-Crew, Bob Marley, Gil Scott-Heron, Tom Waits, Earth Wind & Fire sowie seinen Ratschlägen für Malcolm McLaren und der Arbeit als MC für Jah Shaka und Africa Bambaata. Natürlich wird genauso über die Zusammenarbeit mit Eric B und Rakim berichtet wie über seine tragende Rolle bei der Entstehung von A Tribe Called Quests zweitem Album und von seinem Einfluss auf die Happy Mondays und Giles Peterson. In Wirklichkeit ist Zinger wohl eher ein Stubenhocker mit einer gehörigen Portion Humor, der noch bei seiner Mutter wohnt, dadurch aber in den letzten zwanzig Jahren genug Geld gespart hat, um sich eine riesige Plattensammlung und ein anständiges Sammelsurium an digitalem Aufnahme-Equipment zuzulegen. All das hat er nun auf diesem Album in einen Topf geworfen und eine wunderbar unterhaltsame musikalische Suppe zusammengekocht, bei der wirklich alles geht: südamerikanische Akkordeonklänge, Dub, HipHop, Funk, Orchestrales, Crooning, Jazz, Reggae, 60s-Sound und relaxte Gitarrenmusik. Zusammengehalten wird das alles von Earls Stimme und seinen schön abseitigen Texten. Ein schönes Ding! Und der Stubenhocker ist in echt übrigens Galliano.
Andreas Brüning / Intro - Musik & so
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