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98 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Französisches Märchen mit Charme..., 5. März 2005
Gibt es in der technisierten Welt des einundzwanzigsten Jahrhunderts noch Märchen? Doch, es gibt sie. Mit "Die fabelhafte Welt der Amélie" wurde ein ganz besonders gelungenes Beispiel geschaffen: Regisseur Jean-Pierre Jeunet - er experimentierte bislang genre- und konzeptmäßig total gegensätzliche Filme wie "Delicatessen" oder "Alien Resurrection" begab sich auch mit Amélie auf neues Terrain und dabei gelang ihm mit einer geradezu schelmischen Lässigkeit und einer gehörigen Portion französischem Charme einer der vielleicht bezauberndsten und liebenswertesten Filme der vergangenen Jahre - wenn nicht Jahrzehnte. Man fühlt sich sofort wohl und geborgen in der Geschichte, die mit viel Witz und Augenzwinkern erzählt wird, die es schafft Gefühl, Spannung, (mitunter skurrilen) Humor und Hoffnung zu einem cineastischen drei-Hauben-Menü zu verquicken; darüberhinaus ist Audrey Tautou eine der süßesten Versuchungen, nicht erst seit es Schokolade gibt. Auch die anderen Charaktere sind gut und glaubwürdig gespielt, man muß sie einfach gern haben. Paris, die Stadt der Liebe, ist mittels raffinierter Kamera- und Computertechnik in ein wunderbar weiches Licht getaucht, begleitet von einem hübsch gespielten Soundtrack von Yann Tiersen.Sammler-Editionen sind als im Vergleich zur film-only Fassung aufgewertete (limitierte) Auflegen grundsätzlich eine feine Sache. Auch die von Universal sicher gutgemeinte "Collector's Edition" mag zwar auf den ersten Blick recht interessant sein, entspricht aber leider einer sehr stark abgespeckten Version der französiscehn und japanischen Sammler-Ausgabe von Amelie, die bereits vor über zwei Jahren erschien: In diesen Ländern wurde Amelie in einer hübschen Blechdose veröffentlicht, die neben dem Film originellerweise Gartenzwerg-Polaroids, ein Teelicht in Herzform, einen Teelöffel (creme brulee!) sowie die Soundtrack-CD enthielt. Die nun veröffentlichte deutesche Fassung muß sich hingegen mit einem Sack Glasmurmeln, Postkarten und dem Audrey Tautou-Film "Wahnsinnig verliebt" begnügen. Eine netter Versuch, aber eben leider nicht das volle Programm.
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50 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Lächeln das verzaubert...., 22. März 2004
"Die fabelhafte Welt der Amelie" - ein gigantischer Beweis dafür, dass das französische Kino lebt. Amelie lebt in ihrer eigenen Welt, erfreut sich an Dingen die andere noch nicht einmal wahrnehmen würden.... - der Griff in einen Sack Getreide beruhigt sie ebenso wie der springende Stein auf dem ruhenden Wasserspiegel des Kanals in Paris.... Amelie - aufgewachsen unter denkbar komischen Umständen - der Vater (ehemaliger Militärarzt) schenkt ihr die größte Aufmerksamkeit bei der monatlichen Untersuchung. Ihre Mutter - Lehrerin mit ihren Ecken und Kanten - in diesem Elternhaus hat es ein Kind nicht leicht seinen Platz im normalen Leben zu finden - so sucht sich Amelie eben ihren eigenen Platz in ihrem eigenen Leben - mit ihrer eigenen Realität beginnt sie nach dem frühen Tode ihrer Mutter den Spaziergang durch ihr eigenes Leben.... Sie versucht ihren eigenen Platz im Leben zu finden indem Sie anderen zu deren Platz verhilft. Begleiten Sie Amelie, deren künstlerisch begabten Nachbarn mit den Glasknochen, die redseelige Hausmeisterin, den Mann der Passbilder sammelt (den sie begehrt), die Gäste u. Kollegen aus dem Bistro 2 Mühlen, die Dame vom Kiosk, den Gemüsehändler und seinen zurückgebliebenen Assistenten durch ein Paris, dass sich in wunderschönen Aufnahmen von seiner flüchtigen Seite zeigt... Die fabehlhafte Welt der Amelie ist unterhaltsam - keine Minute langweilig und einen wiederholten "Besuch" wert...
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62 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Melancholie & Romantik "pur", voller Esprit und Unschuld, 19. September 2003
Das kleine Mädchen, das wegen seines labilen Gesundheitszustands/plötzlicher Verlust ihrer Mutter etc. zu Hause unterrichtet wird und keine gleichaltrigen Freundinnen oder Freunde hat, entwickelt schon früh eine blühende Phantasie. Mit Anfang 20 hat Amélie (zwischen reiner Unschuld und pfiffiger mit subversiver bezauberndem Charme: Audrey Tautou) einen Job als Kellnerin in einem Bistro am Montmartre. Sie trennt sich von ihrem Vater, beginnt nun mit der Welt in Beziehung zu treten und wird zum „Freudenspender“ für die „Geschlagenen, und zum Rutenschwinger für die andern. Überall sprüht sie ihre enorme Liebenswürdigkeit und voller Kraft strotzende Unschuld zu Wohle der "Gehänselten" der Gesellschaft aus. Sie wird zum Schicksalsmacher"; d.h. sie nimmt die Fäden in die Hand und moduliert das Leben andere zu zurecht, dass sie deren Leben die Freude und das Glück zurück bringt. Jedoch ihr eigenes vernachlässigt sie. Doch wenn man Gutes sät, kommt auch Gutes auf jenen zurück; das ist ein Naturgesetz! Bis zum Schluß wird das Geheimnis bewahrt, was nun ein Mann immer unter den öffentlichen Fotoautomaten sucht. Erst zuletzt findet sie ihre große Liebe, und nachgeholfen von jenen, der sie einst selbst Glück & Freude bereitete. Romantik und Melancholie pur. Ein Film zum Träumen; der Hoffnung und das in jedermann wohnende unschuldiges Ur-Vertrauen in den Moment der Zeit und deren Wirken, dem Zuschauer übermittelt: "Verwirkliche Deine Träume, im hier und jetzt. Sehe die Welt als ein Spielplatz an, wo Unschuldiges und herzliches und kommunizieren mit deinem Nächsten, mehr zählt als der ganze Reichtum der Welt zusammen.. Die 'Welt bewegt sich wie ein Fluss; er ist voller Wunder, Tiefe und Überraschungen. Lass einfach nur das Fließen zu, vertaue Deinem Glück, sei voller Optimismus, Lebensfreude und Leichtigkeit, dann erlebtst auch Du auch die kleinen Wunder des Lebens. Sie bedeuten mehr als Du erahnen kannst. „Be happy, and enjoy your life!” Quote MMY. Frank Lotz TM-Lehrer & Autor und Bekennender Romantiker, verfeinert mit einer "himmlischen Prise "der Leichtigkeit des Seins". Apropos, die Streiche, die sie ihren Mitmenschen zu deren Wohl spielt, und besonders den mit dem Gartenzwerg, den sie auf Weltreise schickt, um ihren Vater wieder in die Welt zu holen, sind köstlich und vom Feinsten. Die Musik des Films alleine schon, ist es wert, dass man „Amelies Welt“ in seiner Filmsammlung hat, und zwar in vorderster Reihe. Drehbuch, die Schauspieler, die „Spezial effects“; einfach alles stimmt in Amelies fabelhafter Welt. Nun verstehe ich auch, dass Frankreich der Ursprung der Filmkunst ist, denn hierin ist sie voller Lebendigkeit und Esprit.
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