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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schade um die Carnevals-Botschafter, 10. Januar 2002
Von Ein Kunde
Natürlich haben die Wiener Philharmoniker, wie immer, einfach unvergleichlich gespielt, und natürlich ist es Geschmackssache, ob man die nachdenklich-tiefsinnigen Strauß-Interpretationen eines Kleiber oder Harnoncourt bevorzugt, die intellektuellen eines Riccardo Muti, oder die ausgelassenen, manchmal geradezu hektisch erscheinenden von Seiji Ozawa, bei dem viele Walzer und Polkas abschnurren wie ein Uhrwerk - was bei längerem Hinhören leider auch etwas langweilt, wenn man zu Hause am Player zuhört, und nicht mehr live im Musikvereinssaal. Wegen des frühen Veröffentlichungstermins ist das Booklet der CD-Ausgabe wie gewohnt schon vor dem Konzert gedruckt worden, also ohne aktuelle Fotos der mitwirkenden Musiker. Das ginge ja noch an, aber da man sich auf eine Einzel-CD beschränken wollte, um die Aufnahme zu einem attraktiven Preis anbieten zu können, wurden gleich fünf Titel des Programms nicht veröffentlicht. Vielleicht bleiben sie einer späteren "Nachtrags-CD" vorbehalten, wie es ebenfalls schon früher praktiziert worden war, z.B. bei einem Maazel-Neujahrskonzert. Warnhinweis: Auf dieser CD fehlen leider der selten eingespielte Walzer "Carnevals-Botschafter", op. 270, von Johann Strauss Sohn, die "Beliebte Annen-Polka", op. 137, von Johann Strauss Vater, die Polka mazur "Arm in Arm", op. 215, von Josef Strauss, das "Perpetuum mobile", op. 257, von Johann Strauss Sohn, und die Zugabe, die Polka schnell "Im Fluge", op. 230, von Josef Strauss.Außerdem wurde die Original-Reihenfolge nicht beibehalten. Das Konzert begann mit dem "Zivio!"-Marsch. Die Fledermaus-Ouvertüre, die doch erst den zweiten Teil einleitete, wurde aber an den Anfang der CD gestellt, und danach folgt auf der CD gleich das "Künstlerleben", obwohl es im 1. Teil des Konzerts erst nach der Polka "Die Schwätzerin" gespielt worden war. Als Tondokument eines einmaligen Ereignisses ist die CD somit nur eingeschränkt tauglich. Aber zum Glück blieben der "Aquarellen"-Walzer mit der besonders schön (und von einer Dame) gespielten Harfe, und "Wiener Blut" mit der hinreißenden kammermusikalischen Introduktion auf der CD erhalten. Das Konzert wird von TDK auf DVD veröffentlicht werden. Und das nächste wird ja wieder Nikolaus Harnoncourt dirigieren.
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