Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Entdeckung Anakin Skywalkers, 4. September 2008
Darth Vader war das personinifizierte Böse, eine nachtschwarze Rüstung, rasselndes Atmen und mit der dunklen Seite der Macht gegen Angriffe aller Art gewappnet, die rechte Hand des grausamen Imperators. Doch dieser Darth Vader war einst der Jedi-Ritter Anakin Skywalker und ein Kind. Die Prequel-Trilogie beleuchtet, wie aus Anakin der dunkle Lord werden konnte und beginnt mit Episode 1 prologartig, denn Skywalker tritt erst später in Erscheinung und die wirklichen, seine Entwicklung betreffenden Ereignisse finden erst in Episode 2 und 3 statt. Der Auftakt, die Vorgeschichte in der Vorgeschichte, kann sich allerdings sehen lassen.
Der Planet Naboo steckt in einer Krise, als die neimodianische Handelsföderation aus Protest gegen die neuen Zollregulierungen der Galaktischen Republik an ihm ein Exempel statuieren will. Eine Flotte der Handelsföderation hat eine Blockade um den Planeten errichtet, doch der oberste Kanzler hat zwei Jedi-Ritter als Unterhändler zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts entsandt. Doch was niemand weiß, hinter den Handlungen der sonst feigen Neimodianer, die im geheimen eine Armee in Stellung gebracht haben, um Naboo zu okkupieren, steckt eine weit dunklere Macht, Lord Sidious. Auf sein Geheiß versuchen die Neimodianer die Jedi zunächst zu vergiften, doch diesen gelingt die Flucht an Bord eines Landungsbootes der Invasoren. Auf Naboo ist ihre neue oberste Prirorität daher, die amtierende Königin aus den Fängen der Invasoren zu befreien und nach Coruscant zu geleiten, wo sie vor dem Senat eine formelle Anklage gegen die Handelsföderation erheben kann...
Wer den Film kennt weiß, dass die Flucht von Naboo alles andere als problemlos verläuft und zu einer Bruchlandung auf dem öden Wüstenplaneten Tatooine führt, der fest in der Hand des kriminellen Hutt-Syndikats ist und auch Sklaverei noch toleriert. Dort werden stoßen der junge Obi-Wan Kenobi und sein Meister Qui-Gon Jinn nicht nur auf den erstaunlich machtsensitiven Anakin Skywalker, sondern auch Sith-Lord Darth Maul, der sie zunächst ausspioniert und kurz vor ihrem finalen Aufbruch nach Coruscant attackiert.
Doch an Episode 1 tat sich auch eine gewisse Kluft zwischen den Generationen auf, denn der Film war klar an eine neue junge Fangemeinde gerichtet, während ihn die bereits etwas älteren Semester als maßlos zu kindisch empfinden konnten. Fakt ist, das Experiment hat funktioniert und neue Fans hervorgebracht, indem lediglich versucht wurde, die Geschichte Anakin Skywalkers mit den damals aktuellsten Special Effects zu erzählen. Was bei der klassischen Trilogie unmöglich schien, war nun nicht nur in den Bereich des möglichen gerückt, sondern wurde Realität, Coruscant, das spätere Imperial Center, der Stadtplanet wurde auf die Leinwand gebracht. Die beeindruckenden Kulissen, vor denen dieses neue Star Wars stattfand unterschieden sich sehr von meist in der Wildnis gelegenen Geheimbasen der Rebellen-Allianz, Mos Eisley, der Wolkenstadt und den Todessternen. Im Unterschied zu Episode 2 etwa, wurde auch noch verstärkt mit realen Kulissen gearbeitet, wenngleich diese jedoch digital nachbearbeitet wurden.
Von der klassischen Trilogie sind allerdings mit Palpatine, Obi-Wan, Yoda und den Droiden einige der prägendsten Charaktere geblieben. Der junge Skywalker, der junge Kenobi und der junge Palpatine sind die Helden und Schurken, welche die Zeiten überdauern werden. Die wirklichen Umwälzungen fanden allerdings erst in Episode 2 und 3 statt, Episode 1 diente lediglich dazu, dieses neue Star Wars vorzustellen, die Charaktere einzuführen und in etwa dort zu positionieren, wo sie in Episode 2 Schlüsselstellungen beim Ausbruch der Klonkriege inne haben. Die politische Koponente der Prequels soll zeigen, wie die Republik zum Imperium werden konnte, wenngleich vieles ungesagt bleibt und daher der Fantasie überlassen ist. Von manchen Fans kritisiert wird etwa die Entwicklung der Handelsföderation und Nute Gunrays, der in Episode 2 zurückkehrt. Das erweiterte Star Wars-Universum mit diversen Comics und Büchern weiß dazu einiges zu sagen, die Handelsföderation etwa ist im Senat vertreten, weil sie in gewisser weise ein neimodianisches Staatsunternehmen ist, also die neimodianische Nation und ihr Handelsimperium vertritt. Dass sich dieser Konzern bewaffnen konnte, liegt an vermehrten Angriffen von Piraten, zu deren Abwehr man den Neimodianern die Ausrüstung ihrer Schiffe mit Waffen gestattet hat. Nach den Geschehnissen von Episode 2 wurde die Armee der Handelsföderation stark reduziert, doch als Neimodia sich Count Dookus Separatisten anschloss wurden die Gesetzte der Republik für die Handelsföderation quasi obsolet und man begann einerseits geheim die Sezession mitzufinanzieren, sich aber auch neu zu bewaffnen.
Der Film war und ist ein Highlight, auch wenn Jar Jar Binks manchen vielleicht nervt, aber mit Darth Maul der ein Doppelklingenlichtschwerrt schwingt und es mit gleich 2 Jedi-Rittern aufnehmen kann, wurde eine neue Kultfigur geschaffen. Die Prequels haben, wenn das auch manchen nicht passt, Star Wars revolutioniert und auf eine neue Ebene gehoben, die es gerade dem Erweiterten Universum erlaubt, sich auch auf etwas reiferen Niveau mit neuen Geschichten aus dieser faszinierenden Welt zu befassen.
Fazit:
Spektakulärer Beginn der Prequel-Trilogie mit einem Film, der allerdings hauptsächlich dazu dient, die Helden und Schurken im Kampf um die Galaxis, in Stellung zu bringen.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Der Inhalt ist eher eine Enttäuschung, 7. Mai 2005
Der Film hat leider große Schwachstellen: fehlendes Gefühl, keine Star-Wars-Stimmung, Überladen von Special Effects. Die computergenerierten Charaktere und Landschaften sind technisch natürlich einwandfrei, aber sie unterstützen die Handlung nicht, sie s i n d die Handlung. Bei so viel Animationsfeuerwerk bleibt natürlich wenig Raum für die Schauspieler sich zu entfalten. Aber hier gibt es doch sehr schöne Darstellungen: Liam Neeson passt sehr gut als Jedimeister, ebenso wie Ewan McGregor als Schüler. Dem Charakter des jungen Anikin wird viel Tiefgang verliehen, was angesichts der bevorstehenden Tragweite sehr angemessen ist. Das waren leider schon die Glanzstücke, als negatives Beispiel allen Voran die Figur Jar-Jar-Bings, die so gar nicht ins Bild passen will, und mit dümmlicher Sprache und flachen Gags zum Lachen anregen soll. Die Jedi selbst werden schon fast als übermächtig dargestellt, was jedoch genau richtig ist und quasi die Stellung der Jedi auf ihrem Höhepunkt der Macht zeigt. Das Pod-Rennen ist durchaus spannend gestaltet, aber beim Anschauen spürt man schon förmlich den Controller seiner Spielekonsole in den Händen. Die DVD kann sich mit reichlich Bonusmaterial und schöner Aufmachung durchaus sehen lassen. Der Inhalt des Filmes ist für eingefleischte StarWars-Fans jedoch eher eine Enttäuschung.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
DVD top - Film Flop?, 1. Januar 2002
Von Ein Kunde
Wenn man bedenkt, daß George Lucas mit der STAR WARS Trilogie DEN Meilenstein der Kinogeschichte, der sowohl das gerade totgesagte Sci-Fi-Genre wieder belebte als auch mit ILM eine ganze Filmindustrie begründete, geschaffen hat, steht der eigentliche Anfang der Saga auf einem ganz besonderen Prüfstein. Eins vorneweg: Die ersten drei Teile waren für mich nicht nur irgendwelche Filme, sondern ein totales Erlebnis. Umso schwieriger wird es, die "Episode I" zu bewerten. Für sich allein stehend ist "Episode I" sicherlich ein netter Film, der mit seinen Stakkato-Storyboard das Fluidum der 90er Jahre einfängt. Es mangelt nicht an Action und die Effekte sind wieder einmal wegweisend. Für alle Fans des STAR WARS Universums ein Muß, entführt Lucas uns doch ein weiteres mal mit "Es war einmal in einer weit, weit entfernten Galaxie..." in die Welten der Jedi. Jedoch kann ich den Anfang der Geschichte nur im Zusammenhang mit der damals veröffentlichten mittleren Trilogie sehen und an dieser Stelle beginnt das Dilemma... War doch STAR WARS in den ausgehenden Siebzigern nicht einfach nur ein Science Fiction Spektakel sondern ein Märchen, das einen vor futuristischer Kulisse mit Liebe und Abenteuern, wie wir sie noch nie gesehen hatten, in seinen Bann zog. Der klassische Kampf von Gut und Böse wurde in einer Welt ausgetragen, die mit unglaublicher Phantasie und Liebe zum Detail gestaltet wurde. Der wesentlichste Punkt in der Magie dieser mittleren Trilogie aber waren die Charaktere: Die Hauptrollen waren, wenn auch noch unbekannt oder nie wieder gesehen, glänzend gezeichnet: Man mußte einfach mit den Helden mitleiden oder die skupellosen Attacken des schwarzen Imperiums bestaunen oder erleiden (je nach Zuschauermentalität). Die fein gesponnene Liebesgeschichte der Dreiecksbeziehung von Leia, Luke und Han Solo und das Familiendrama Skywalker webten ein so dichtes Netz, daß es den Zuschauer einfach gefangen nehmen mußte. Genau hier liegt aber der Schwachpunkt von Episode I: Die Charaktere sind völlig farblos und veranlassen niemanden, mitzufiebern. Es war mir völlig egal, wie zum Beispiel im Showdown das Laserschwertduell ausgeht. Einzige löbliche Ausnahme: Das Pod-Rennen. Hier möchte man schon, das Anakin Skywalker der bösen Erwachsenenwelt einen Haken verpasst! Zeichnete das ursprüngliche STAR WARS Universum noch ein Höchstmaß an Phantasie und Individualität aus, so wird in Episode I plötzlich gnadenlos abgekupfert: Das Pod-Rennen ist eine, zugegebenermaßen genial inszenierte, Wiederholung des legendären Wagenrennens in Ben Hur. Ein totaler Tiefpunkt in dieser Hinsicht ist das Bibel-Zitat der unbefleckten Empfängnis bei der Herkunft von Anakin. Man kann es natürlich als genialen Schachzug bezeichnen, den vermeintlichen Erlöser im späteren Verlauf zu einem Instrument des absolut Bösen zu machen, aber einige Zitate weniger und ein paar neue Ideen wären sicher das gewesen, was dem ursprünglichen Charakter von STAR WARS besser zu Gesicht gestanden hätte. Alles im allen hinterläßt Episode I einen sehr zwiespältigen Eindruck, der der Größe seines eigenen Vorbildes nicht das Wasser reichen kann. Die DVD mit Ihrem umfangreichen Bonusmaterial und der unbestrittenen Qualität zur absoluten Referenz machen jedoch den Silberling für STAR WARS-Fans zum Muß. Alle anderen seien gewarnt, daß es sich bei dem Film zwar immer noch um gute Unterhaltung handelt, die ältere Trilogie aber den modernen Comic-Videoclip verblassen läßt.
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