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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Starkes in Debüt in A-Moll ..., 25. Februar 2003
Dass gerade in den letzten 5 Jahren immer mehr Sängerinnen versuchen und versucht haben, sich den großen „Stars" am Musikhimmel durch Interpretationen von R'n'B-Tracks hinbeizugesellen, ist nicht sonderlich verwunderlich, denn Talent besitzen viele Youngsters. Allerdings gehört zum Star-Sein bedeutend mehr als ein anhörliches, nettes Stimmchen, denn das Auftreten macht's und die spezielle Art sich zu vermarkten. Während Aaliyah und Brandy von zwei verschiedenen Wegen auf die Ebene des modernen R'n'Bs (unter anderem durch Hifle von Missy Elliott) wandelten, und Christina Milian und Ashanti auf spezielle Beats und einprägsame Melodien setzen, scheint Alicia Keys die große Ausnahme, denn sie schreibt sowie interpretiert ihre Songs dank einer großartigen Pianoausbildung selbst und begeistert auf Anhieb durch ihre eindruckvolle, kräftige Stimme, wie sie mit diesem Album beweist ...Verfahren: Das Schulnotensystem von 1-6 (inkl. + und -). Intros bzw. Interludes bzw. Skits können allerdings wegen ihrer regulären Schwäche maximal nur mit einer 3- bewertet werden. Ein * symbolisiert Besonderheiten. 1 - Piano & I: Eigentlich müsste hier ein „(Intro)" dahinter stehen, denn als wirkliches Lied kann man diesen Gesangspart nicht bezeichnen. Trotzdem zeigt es stimmliche meisterklasse und die einzelnen Akkorde und Passage eines bekannten, klassischen Stücks harmonieren mit dem Backgroundgesang. (2+) 2 - Girlfriend: Gleich zu Beginn zeigt Alicia das Können ihrer vielfältigen Stimme, die sich durch hohen Wiedererkennungswert auszeichnet, und zaubert aus dem eingängigen Track dank eines ohrwurmtauglichen Refrains eine durch und durch geeignete und zurecht gewählte 4. Singleauskopplung, obwohl die schnellere, neue Version bedeutend weniger lahm klingt. (1-) 3 - How come you don't call me: Es folgte die 3. Auskopplung des Albums. Eine gecoverte Single, die einst Prince gesungen und geschrieben hat, und perfekt zu Alicias abwechslungs- und oktavenreicher reicher Stimme passt. Gerade zu Beginn vermittelt Alicia den perfekten, disziplinierten Gesang eines Talents und seines abermaligen Pianos. (2+) 4 - Fallin': Es folgt der Höhepunkt der CD, der nicht umsonst als Vor-Ab-Single gewählt wurde und in sämtlichen Charts meisterlich wochenlang an der Spitze thronte. „Fallin'" ist ein reifer erstklassiger Track, der durch Alicias Stimme und die Vocals der stimmlich voluminösen Backgroundsängerinnen beeindruckt. Zudem bringt er eingängige Passagen in jedem Sektor des Liedes mit und ist lyrisch ein wahrhaftiges Meisterwerk. (1)* 5 - Troubles: Ein weiterer Garant stellt sich zum Hören parant. Gesanglich und vor allem eingänging - so könnte man diesen Song bezeichnen, dessen Verse nicht wirklich mit der Hook harmonieren und unpassende, viel zu tiefe Beats aufweist. Trotzdem ist diese Nummer durchaus hörenwert (3+) 6 - Rock with U: Diese Nummer beginnt mit einer langen, rein melodischen Einführung, die ein wenig an einen Auszug aus einer Titelmelodie zu James Bond erinnert, und den gesamten Track bis zum Ende hin begleitet. Erst nach Sage und Schreibe 1 Minute 45 Sekunden kann Alicia sich zum singen durchrringen und erörtert eine realtiv lahme Nummer, die eher beatlich gesehen hervorsticht. (3) 7 - A woman's worth: In der zweiten Auskopplung ihre Albums setzt Alicia bedeutend mehr auf Stimme als auf Beats und Klänge ihres Pianos, das trotzdem vertreten ist. Obwohl die smoothige Melodie nicht sonderlich weltbewegend ist, mustert sie sich mit der Zeit zum echten Ohrwurm und begeistert bei jedem Hören auf Neue. (1)* 8 - Jane Doe: Mit diesem Titel wird es wieder etwas freudiger, schneller und vor allem weniger schwerfällig. Alicias Stimme klingt abwechslungsreich und wandelt in Schlangenlinien - zwischen Güte und Mittelmaß. Kein Up-Tempo-Hit - aber dennoch zu beachten ... (2) 9 - Goodbye: Dieser Titel zeichnet sich durch eine ganz besondere Art der Verbundenheit zwischen melancholischem und entspannendem Gesang dar. Einen wesentlichen Teil tragen die Backgroundvocals hinzu, doch auch Alicias Stimme klingt hier ungewöhnlich beruhigend und gradlinig. Die seichte, intsrumentale Melodie steht daher kaum im Vordergrund, obwohl gerade der Anfang erstklassig gelungen ist. (1-) 10 - The life: Wer den Sound von Soul-Sängerin Joy Denlane kennt, findet diesen Stil mit afroamerikanischen Wurzeln auch in diesem Lied wieder. Der zeitlose, erwachsene Gesang Alicias kann sich wieder aboult sehen lassen und meistert einen anhörlichen, anderartigen Track mit aggressiv-heller Stimme. (2) 11 - Mr.Man: Neben den Auskopplungen sticht dieser Titel besonders hevor. Erstens, weil er von Sänger ?? positiv unterstützt wird, und, Zweitens, weil die schrillen Klänge von Geigen eine besondere, schätzende Eigenart entwickeln ... Auch wenn der Gesang nicht immer ganz mit den instrumentalen Arrangement harmoniert, ist von einem gelungegen Track die Rede. (2) 12 - Never felt this way: Überaus zerbrechlich und melancholisch vom Klavier eingeleitet, steigt Alicia mit speziell empfindsamen Gesang in das kurze Interlude ein. Insgesamt erinnert das Lied ein wenig an ältere Lieder von Mariah Carey, die sich durch phänomenale Stimmleistungen und hohe Hooks auzeichnen - wie es hier der Fall ist. (1) 13 - Butterflyz: Vom vorherigen Titel bestens übergeleitet, entpuppt „Butterflyz" sich schon nach wenigen Sekunden des aufmerksamen Lauschens als höchst melodisches, und wohl theatralischstes Stück der CD. Die verschiedenen Passagen (d.h. Strophen, Chorus und Bridge) unterscheiden sich zwar kaum, doch ingesamt klingt jener Song so dramatisch, ernst, gefühlvoll und traurig zugleich, dass er unbestreitbar zu den besten der Platte gehört. (1) 14 - Why do I feel so sad: Es folgt ein Track im geringen Sinne von älteren Lauryn Hill-Hits, die sich meist durch einfach gestrickte Tonfolgen und dominierenden Gesang auszeichenen. In „Why do I feel so sad" sind beide Faktoren vertreten, die wiederrum eine seltsam erscheinende Melodie umgarnen, die gleichzeitig fröhlich und dennoch traurig klingt. (2) 15 - Caged bird: Instrumental erinnert das letzte Lied der LP ein kleinwenig an „Through the rain" von Mariah Carey; stimmlich gesehen wird hier jedoch kaum Volumen gezeigt. Dennoch klingt Alicias Stimme äußerst warm und hell und mausert den Song zu einem ehrwürdigen Ende. (1-) Fazit: Zu meiner eigenen Überraschung musste ich nach endgültigem Durchhören „Songs in A minor" feststellen, dass die allseits bekannte, relativ alltägliche „Vorne-gut/hinten-schlecht-Theorie" (die so viele Alben diverser Konkurrenten bestimmt) hier keineswegs vorhanden ist und die Titelauswahl von Anfang bis Ende sehr gelungen ist. Jeder Song spiegelt eigensinnige Gefühle wieder, egal ob Up-Tempo-Nummer oder gar ... Balladen, einer Musikrichtung, die Alicia uneingeschränkt liegt ... Wen die letzten Töne des Liedes Nr. 15 erklongen sind und der CD-Player zu stoppen beginnt, wird sich erst einmal eine große, zufriedene Leere bei jedem Hörer auftun, die einiges Grübeln über Melodien und Texte erfordert, um ersetzt und mit einer Gesamtwertung ausgestattet zu werden. Jene kann allerdings nicht schlecht sein, denn Christinas „Songs in A minor" gehört trotz seiner teilweise einseitigen Melodien und insgesamt gleichen Liedern sicherlich zu den reifsten, vielfältigsten Platten des Jahres 2001 und gehört aufgrund einer Reihe an meisterlichen Tracks in jede CD-Sammlung. Berechnete Durchschnittsentwertung: 1,61 ~ eine faire, gelungene 1-2
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