Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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45 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die beste Tennessee-Williams-Verfilmung, 23. Juli 2003
Ein autoritärer Familienpatriarch ("Big Daddy"/Burl Ives), der ohne sein Wissen an einer unheilbaren Krankheit leidet, erlebt an seinem 65. Geburtstag, wie die Familie langsam zerfällt: Sein Sohn Brick (Paul Newman) ist beruflich gescheitert und zum Trinker geworden, wobei auch (das wird nur unterschwellig angesprochen) seine unterdrückte Homosexualität eine Rolle spielt. Bricks Ehe mit Maggie (Elizabeth Taylor in einer ihrer besten Rollen) droht zu zerbrechen. Sein älterer Sohn Cooper ist mit einer Nervensäge (Madeleine Sherwood) verheiratet und Vater von vier unerzogenen Kindern ("halslose Ungeheuer"). Der Vater hat sich nur um seine Plantage gekümmert und spürt nun die Folgen seiner Lieblosigkeit. Die Konflikte kulminieren in einer reinigenden Aussprache, die alle Lebenslügen entlarvt. Richard Brooks (1912-1992) hat das "fieberhaft mit Spannung geladene Zusammenspiel lebender Wesen in der Gewitterwolke einer gemeinsamen Krise" (Tennessee Williams) kammerspielartig auf engstem Raum inszeniert. Die schauspielerisch glänzende Verfilmung des Stückes CAT ON A HOT TIN ROOF des Erfolgsautors Tennessee Williams (1911-1983) wurde zum Welterfolg. Williams Dramen widerspiegelten stets sein Unbehagen über den scharf beobachteten Verfall der US-amerikanischen Gesellschaft vorwiegend als den totalen Verlust echter zwischenmenschlicher Beziehungen. Die extreme Situation entwickelt sich nach psychoanalytischen Gesichtspunkten: je mehr sich ein Mensch in die Illusionswelt einspinnt, desto gefährlichere Stauungen unbefriedigter Triebe bilden sich. Die zweiseitige DVD bietet den Film einmal im 4:3- und einmal im anamorphen 16:9-Format. Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Außer dem Trailer gibt es keine Extras. Dennoch sollte diese DVD in keiner cineastischen Sammlung fehlen!
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27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"das Leben ist kannibalisch"... eine cineastische Synthese aus Kunst und Kunstfertigkeit, 22. Juni 2008
"Der Vogel, den ich im Netz dieses Stückes fangen möchte, ist nicht die Lösung eines psychologischen Problems eines Einzelnen. Ich möchte den Wahrheitsgehalt von Erlebnissen innerhalb einer Gruppe von Menschen darstellen, jenes flackernde, umwölkte, schwer zu fassende - aber fieberhaft mit Spannung geladene - Zusammenspiel lebendiger Wesen in der Gewitterwolke einer gemeinsamen Krise." (Tennessee Williams)
Psychologischer Realismus ... Eine Geburtstagsfeier zum 65ten wird zur Stunde der Wahrheit
In der exotischen Südstaaten-Atmosphäre einer schwül-gewittrigen Nacht mit ihrer einschläfernden Hitze stehen Reichtum, Größe und Verlogenheit im Mittelpunkt einer genial gefilmten und von nur 7 Schauspielern präsentierten Entzauberung von zerrissenen, persönlichen Beziehungen.
Harvey, ein autoritärer, todkranker und bald zu beerbender Familienpatriach, ein scheinbar gleichgültiger, gefühlsloser und dem Alkohol verfallener Birk voller Selbstmitleid mit seiner, zwischen allen Fronten stehenden, lauten, reizbaren, nervösen und sinnlichen Maggie, ein schwächlicher und opportunistischer Gooper mit seiner herrschsüchtigen, impertinenten und habgierigen Mae, eine hilflos steuernde und gesteuerte Big Mama sowie der Hausdoktor Baugh sind die schillernden Figuren dieser Abhandlung über Sarkasmus, Begierde, Hass und Gleichgültigkeit einer Dekadenz von überlieferten, amerikanischen Idealen und die Veräußerlichung gesellschaftlicher Werte.
fürwahr ein Meisterwerk des Melodrams ... fantastische schauspielerische Leistungen in einer glänzenden, eindringlichen Verfilmung eines brillanten Theaterstücks von neurotischem Charme über den Sieg der Moral.
Anm.:
Bemerkenswert ist die Leistung Elisabeth Taylors. Aufgrund eines Flugzeugabsturzes verlor sie während der Dreharbeiten ihren dritten Ehemann Mike Todd.
Die im Theaterstück gezeigte Homosexualität Bricks wird in diesem, als Südstaatendrama ausgelegten Film in die angeblich sexuelle Beziehung Maggies zu Skipper umgewandelt.
Der Film erhielt 1958 sechs Oscarnominierungen: Bester Film, Regie, Hauptdarsteller Paul Newman, Hauptdarstellerin Elizabeth Taylor, Adaptiertes Drehbuch und Kamer
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zeitlos guter Film - glänzende Schauspieler, 28. Januar 2008
INHALT:
Der Patriarch einer Südstaaten-Familie erkrankt hoffnungslos. Keiner will es wahrhaben und doch weiss es unterbewusst jeder, dass Big Daddy sterben wird .Nur das vermeintliche schwarze Schaf der Familie, der dem Alkohol verfallene Sohn Brig, traut sich, die Wahrheit auszusprechen.
Zwischen den Familienteilen beginnt schon bald die Erbschleicherei, das Fell des Bären soll verteilt werden noch während der Bär (Big Daddy) lebt. Besonders die beiden Schwiegertöchter tun sich, wenn auch mit unterschiedlichen Mitteln und Stil, hervor. Big Daddy zeigt seine wahren Empfindungen, besonders seine Abneigung, gegenüber den einzelnen Familienmitgliedern. Die Situation eskalieren zunehmends und füht so letztlich aber zur Lösung des Konflikts.
BEWERTUNG:
Die schauspielerischen Leistungen sind durchweg grossartig - der Film verlangt dies sicherlich auch bzw. bietet die Möglichkeiten, schauspielerisch zu glänzen. Man nimmt jedem der Protagonisten die Rolle ab, es wirkt nichts aufgesetzt. Das ist oftmals das schöne, an solch alten Filmen, dass hier noch das schauspielerische Talent im Vordergrund steht und nicht die Technik. Als männlicher Betrachter muss man feststellen, das Liz Taylor eine verdammt attraktive Frau war,
zeitlos, resistent gegenüber modischem Zeitgreist. Für die weiblichen Betrachter mag gleiches auch auf Paul Newman zutreffen.
Zentrales Element des Films sind der Umgang mit und die Schattierungen von Wahrheit und Lüge. Interessant an dem Film ist sicherlich auch der Zeitgeist, der inhaltlich wie visuell transportiert wird.
Zwar ist die Sklaverei längst abgeschafft, trotzdem herrschen nach wie vor feudale Strukturen, in denen eine weisse Familie auf Ihrem herrschaftlichen Anwesen in den Südstaaten residiert und dunkelhäutiges
Personal für sich arbeiten lässt. Aber auch das tradionelle Werteverständnis und Rollenverständnis zwischen Mann und Frau ist interessant zu betrachten, wobei erkennbar wird, dass dieses Verständnis in der jüngeren Generation beginnt aufzuweichen.
DVD:
Wen man das Alter des Films in Betracht zieht sind Bild und Ton ordentlich, authentisch, nicht aufgemotzt. Die DVD ist in einer einfachen Papp-Box (kein DigiPak) und als Extras gibt ledigich den Trailer bzw. wenn man Das so sehen will noch die originale engl. Tonspur.
FAZIT:
Meines Erachtens ein zeitloser Film was die Botschaft angeht, mit grandiosen schauspielerischen Leistungen.
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